Aktualisiert: 27.11.2020 - 22:03

Rettung traumatisierter Elefanten Thailands "Elefantenflüsterin" will den Umgang mit den Dickhäutern revolutionieren

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Im "Elephant Nature Park" können die Elefanten sich auf über 60 Hektar von ihren traumatischen Lebensumständen erholen. (Symbolbild)

Foto: iStock/Cheryl Ramalho

Im "Elephant Nature Park" können die Elefanten sich auf über 60 Hektar von ihren traumatischen Lebensumständen erholen. (Symbolbild)

Fest in Thailands Tourismus-Industrie integriert sind Elefanten. Doch um die Besuchenden zu bespaßen, erleiden die Tiere große Qualen, werden an Ketten gehalten und mit Stöcken geschlagen. Diese grausamen Umstände will eine Frau ändern.

Wegen ihrer Stärke und Intelligenz wurden Elefanten im alten Siam verehrt und geachtet und sind auch heute noch das Nationalsymbol. Doch die Zeiten haben sich geändert. Um Touisten bei Laune zu halten, die auf den Tieren reiten wollen, werden die Elefanten unvorstellbaren Qualen ausgesetzt. So sollen die Riesen gefügig gemacht werden. Schließlich sind Dschungeltouren und Shows, bei denen die Elefanten tanzen und Kunststücke vorführen, heiß begehrt. Sangduen "Lek" Chailert hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau das zu ändern.

Eine junge Frau nimmt sich den traumatisierten Elefanten an

Im "Elephant Nature Park" kümmert sich die Tierschützerin um kranke und traumatisierte Elefanten, wie t-online.de berichtet. Für ihr Projekt wurde sie schon mehrfach ausgezeichnet. Touristen und Freiwillige können dabei mehr über die artgerechte Haltung der beeindruckenden Dickhäuter lernen. Mehr als 100 Tiere leben in der Auffangstation für traumatisierte Elefanten.

Die meisten wurden von ihren Besitzern, die keine Verwendung mehr für die Tiere sahen, freigelassen. Wenn die Elefanten in der Auffangstation ankommen sind sie meist verstört, unterernährt und oftmals aggressiv. Ein erster Schritt sei es, so die Expertin, die Elefanten in die Gemeinschaft zu integrieren. Die Herdentiere brauchen den sozialen Kontakt zu anderen Elefanten.

Elefantenflüsterin

Auch der Umgang mit Elefanten als Arbeitstieren muss sich ändern

Ein Teil von Sangduens Arbeit besteht auch darin, Besitzern von Arbeitselefanten den richtigen Umgang mit den Tieren näher zu bringen. So gibt sie Tipps zur deren Ernährung und zur medizinischen Versorgung. Wattanyu Muanrat ist das beste Beispiel dafür, dass auch bei den Besitzern ein Umschwung im Denken stattfindet. Auf seinem YouTube Kanal zeigt der 28-Jährige, wie Mensch und Tier im Einklang miteinander leben. Seine knapp 900.000 Follower nehmen virtuell Teil daran, wie die Elefanten ein Bad im Fluss nehmen oder wie die Babys sich vergnügt im Schlamm suhlen. Ihm wird das Herz schwer dabei, wenn er daran denkt, wie schlimm manche Besitzer mit ihren Tieren umgingen.

Wie t-online.de berichtet, besäßen in seinem Dorf fast alle Elefanten, die für Touren und Shows für Touristen angeboten wurden, bis die Pandemie einen Einbruch in der Tourismusbranche mit sich zog. Wegen seines nachsichten Umgangs mit den Tieren werde er allerdings trotzdem häufig von den anderen Dorfbewohnern kritisiert. Wattanyu träumt davon, mehr Land zur Verfügung zu haben, um den Elefanten ein besseres Leben zu ermöglichen, doch dafür fehlen ihm bisher die finanziellen Mittel.

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Nicht nur in Thailand steht der Umgang mit den Elefanten, die für die Bespaßung von Touristen ausgebeutet werden, in der Kritik. Auf Sri Lanka musste ein bgemagerter Elefant Paraden laufen – jetzt ist er tot. Doch es gibt auch Geschichten über die Dickhäuter, die uns das Herz wärmen. Nach 22 Jahren sind Elefant und Pfleger wiedervereint, diese Tatsache rührt nicht nur den Pfleger zu Tränen.

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Quellen: t-online.de

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