27.11.2020 - 10:26

Autsch... Saftige Strafe: So teuer wird der Verstoß gegen die Corona-Regeln!

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Das Ordnungsamt auf Streife im Risikogebiet. Tatsächlich können Verstöße gegen die Corona-Regeln ganz schön teuer werden...

Foto: imago images/Gottfried Czepluch

Das Ordnungsamt auf Streife im Risikogebiet. Tatsächlich können Verstöße gegen die Corona-Regeln ganz schön teuer werden...

Auch Corona-Regeln sind Regeln – das bedeutet, dass beim Verstoß dagegen auch eine Strafe winkt. Im Extremfall müssen Sie bis zu 25.000 Euro blechen…

Gut, es gibt seit Beginn der Pandemie neue Regeln. Und ja, seitdem der Teil-Lockdown Anfang November lassen wurde, wurden diese auch noch verschärft. Aber Hand aufs Herz – Corona-Regeln sind keine echten Regeln, oder? Die Maske lässig unter dem Kinn baumeln zu lassen ist nicht zu vergleichen mit Delikten wie Diebstahl oder betrunken Auto fahren, nicht wahr? Tja, dazu können wir nur sagen: Irrtum! Auch, wenn sich die Schwere der einzelnen Verstöße von jenen, die auf so eine Diskussion Lust haben, sicherlich gegeneinander abwägen ließe, so steht eines fest: Auch Corona-Regeln sind Regeln. Und ein Verstoß gegen die Corona-Regeln kann ziemlich teuer werden...

Teure Corona-Regeln: Das blüht beim Verstoß gegen die Maskenpflicht

Die Bestrafung von Verstößen gegen die Corona-Regeln ist Ländersache. Die verschiedenen Bundesländer haben einen Bußgeldkatalog festgelegt, der online eingesehen werden kann. Dabei zeichnet sich schnell ab: Wer Verstöße gegen die Maßnahmen als harmlos erachtet, ändert seine Meinung sicher, sobald er tatsächlich zur Kasse gebeten wird.

So werden in Berlin beispielsweise bei einer fehlenden Mund-Nasen-Bedeckung 50 bis 500 Euro fällig, laut dem bayerischen Bußgeldkatalog sind es 250 Euro, in Niedersachsen immerhin 100 bis 150 Euro. Wer mehrmals ohne Maske erwischt wird, zahlt häufig auch mehr.

So teuer werden Corona-Partys

Das Bußgeld, das beim Verstoß gegen die Maskenpflicht fällig wird, mutet beinahe nichtig an im Vergleich zu der Strafe, die bei einem anderen Delikt fällig wird: dem Verstoß gegen die Kontaktbeschränkungen. Wer in Bayern eine illegale Corona-Party feiert, kann als Veranstalter laut Bußgeldkatalog bis zu 5.000 Euro blechen. Und auch, wer "nur" Gast ist, kommt nicht ohne Konsequenzen davon: Teilnehmer zahlen immerhin bis zu 500 Euro.

Aus vielen Bußgeldkatalogen anderer Bundesländer wird nicht ganz ersichtlich, ob jemand, der einige Freunde aus verschiedenen Haushalten zu sich einlädt, als offizieller Veranstalter oder nur als Teilnehmer gilt. Je nachdem, wie das bewertet wird, variiert auch das Bußgeld: Jemand, der sich unerlaubterweise mit einer Handvoll Freunden trifft, wird trotz Regelverstoß immer noch andersbewertet als ein Gastronom, der mehrere Dutzend Leute in seinem Lokal feiern lässt.

Ganz klar geregelt ist die Sache jedoch zum Beispiel im Bußgeldkatalogs Baden-Württembergs: Wer hier "an einer Ansammlung oder privaten Veranstaltung mit mehr als den zulässigen Teilnehmenden" teilnimmt, zahlt zwischen 100 und 1.000 Euro, der Veranstalter der privaten Feier muss zwischen 250 und 10.000 Euro blechen.

Diese Bußgelder drohen in Corona-Hotspots

Wem diese Strafen hoch erscheinen, der sollte sich jetzt lieber gut festhalten: Noch happiger können die Bußgelder in den Corona-Hotspots ausfallen. Die höchste 7-Tage-Inzidenz Deutschlands hat momentan der Landkreis Hildburgshausen in Thüringen. Dort trat am 25. November eine Allgemeinverfügung in Kraft, die strenge Corona-Regeln vorsieht. Verstöße gegen diese Verfügung können mit bis zu 25.000 Euro geahndet werden!

Ganz schön heftig – und vor Strafen dieser Größenordnung sind Sie auch in anderen Bundesländern nicht sicher. So weist beispielsweise Berlin darauf hin, dass bei wiederholten Vergehen gegen die Infektionsschutzordnung ebenfalls bis zu 25.000 Euro fällig werden können. Wer also schon nicht aus Rücksicht gegenüber seinen Mitmenschen die Corona-Regeln befolgt, den bewegt hoffentlich zumindest die Sorge um den eigenen Geldbeutel dazu…

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Und so berichtete BILD der FRAU am 26.11.2020 darüber:

An die neuen Corona-Regeln, die gestern von Bund und Ländern beschlossen wurden und ab 1. Dezember gelten, sollten Sie sich zum einen natürlich halten, um die Ausbreitung der Corona-Infektionen weiter zu verhindern, zum anderen aber auch, weil Sie sicher nicht kurz vor Weihnachten noch einen Haufen Geld als Buße zahlen wollen. Doch in welchen Fällen des Verstoßes drohen eigentlich Strafen?

Bußen bei Verstößen gegen die neuen Corona-Regeln: Wann Sie blechen müssen!

Ordnungsamt und Polizei werden im Dezember unterwegs sein, um die Einhaltung der neuen Corona-Verschärfungen zu kontrollieren. In welchen Bereichen Sie besonders aufpassen müssen, nicht gegen die Regeln zu verstoßen, und was in solchen Fällen droht, hat die Bild-Zeitung bekanntgegeben.

Maskenpflicht: Sie sind zwar mittlerweile schon gewöhnt, die Maske im Supermarkt aufzusetzen, doch nun müssen Sie den Mund-Nasen-Schutz auch schon vor dem Einkaufsladen auf dem Parkplatz oder beim Warten in Schlangen tragen. Ungewohnt! Und wer das einmal vergisst, kann als Strafe das Portemonnaie öffnen. Wie hoch das Bußgeld dann ist, entscheidet das jeweilige Bundesland selbst.

Partys: Eigentlich dürfte einem bei diesen Verschärfungen der Corona-Maßnahmen eh nicht zum Feiern zumute sein. Wer aber doch die Korken knallen lässt, dem könnte die Feierei drinnen wie draußen teuer zu stehen kommen. Ein Beispiel, was Sie erwartet: Als Veranstalter könnten es 5000 Euro Buße sein, als Partygast 500 Euro – so war es jedenfalls bei einer Corona-Party in Bayern.

Reisen: Irgendwo anders zu übernachten als Tourist ist nicht erlaubt. Manchmal ist sogar das Einreisen in ein anderes Bundesland schon nicht mehr in Ordnung. Wird man erwischt, kommt die Zahlungsaufforderung ganz sicher.

Mehr Informationen und Neuigkeiten zum Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Hier haben wir auch die neuen Corona-Regeln der Bundesregierung noch einmal für Sie zusammengefasst. Außerdem erfahren Sie bei uns, was die neuen Corona-Regeln für den Handel bedeuten und welche nicht ganz so neuen Corona-Regeln jetzt an Schulen herrschen. Ebenfalls beschäftigen wir uns mit der Frage: Sorgen die neuen Corona-Regeln für ein Bahn-Chaos an Weihnachten?

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