26.11.2020 - 08:51

Droht Chaos? Hamsterkauf-Alarm! Was die neuen Corona-Regeln für den Handel bedeuten

Shopping in Pandemie-Zeiten. Die neuen Corona-Regeln der Bundesregierung betreffen auch den Handel.

Foto: imago images/Rupert Oberhäuser

Shopping in Pandemie-Zeiten. Die neuen Corona-Regeln der Bundesregierung betreffen auch den Handel.

Die Bundesregierung hat neue Corona-Maßnahmen beschlossen, die im Dezember sowie während Weihnachten und Silvester gelten sollen. Diese betreffen auch den Handel…

Seit Mittwoch stehen die neuen Corona-Regeln fest, die im Dezember und über die Feiertage hinweg unseren Alltag prägen werden. Während Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie die Gastronomie weiterhin geschlossen bleiben müssen bzw. nur auf Minimalbetrieb laufen, darf der Groß- und Einzelhandel nach wie vor öffnen. Doch auch für diesen Bereich wurden neue Maßnahmen erlassen. Was die neuen Corona-Regeln für den Handel bedeuten…

Führen die neuen Corona-Regeln zu Chaos im Handel?

So mancher Groß- und Einzelhändler ist vermutlich heilfroh, überhaupt sein Geschäft öffnen zu können – anders als die Gastronomen, die ihre räumlichen Kapazitäten seit Monaten nicht mehr voll ausschöpfen und seit November sogar nur noch Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten dürfen. Doch auch für den Handel gelten jetzt neue Corona-Regeln.

Bei einer Verkaufsfläche von unter 800 Quadratmetern soll sich zukünftig nur noch eine Person pro 10 Quadratmeter in dem Geschäft aufhalten dürfen. Überschreitet die Verkaufsfläche die 800 Quadratmeter, ist auf der zusätzlichen Fläche sogar nur noch eine Person pro 20 Quadratmeter erlaubt. Auf diese Weise sollen Gedrängel und lange Schlangen vermieden werden. Vertreter des Handels fürchten jedoch, dass die neuen Maßnahmen gerade das Gegenteil erreichen.

Vertreter des Handels fürchten ernste Konsequenzen

Tatsächlich ist die Besprechung der Kanzlerin mit den Länderchefs für den Handel noch glimpflich ausgegangen. Zuvor war im Gespräch, nur noch einen Kunden pro 25 Quadratmeter Verkaufsfläche zuzulassen. Nichtsdestotrotz ist es eine Verschärfung gegenüber der November-Regelung, laut der 10 Quadratmeter pro Person auch in Geschäften mit einer großen Verkaufsfläche ausreichten. Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Handelsverbands, sieht keinen Grund für die je nach Verkaufsfläche unterschiedlichen Regelungen: "Die Hygienekonzepte im Einzelhandel haben sich sowohl in kleinen wie auch in den größeren Räumlichkeiten von Geschäften, Supermärkten, Kaufhäusern und Einkaufszentren bewährt."

Die Sorgen, die Vertreter des Handels vor der Besprechung geäußert hatten, haben deshalb trotz der Entschärfung der ursprünglich vorgesehenen Regelung nach wie vor Bestand: Der Handelsverband Deutschland rechnet mit Warteschlangen vor Supermärkten, Einkaufszentren und Geschäften, wodurch neue Infektionsherde geschaffen werden. Weiterhin könnten die Warteschlangen Kunden das Gefühl vermitteln, dass die Waren knapp werden: Hamsterkäufe von Lebensmitteln seien eine mögliche Konsequenz.

Ein weiteres Risiko der neuen Corona-Regeln für den Handel ist, dass Warteschlangen und Co viele Kunden dazu bewegen könnten, ihre Weihnachtseinkäufe ins Internet zu verlagern, da ihnen das stressfreier erscheint. Gerade für den Einzelhandel und die vielen Inhaber kleiner Geschäfte, die ohnehin ständig darum kämpfen, neben großen Ketten und Online-Giganten wie Amazon nicht unterzugehen, wäre das ein schwerer Schlag.

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Hier haben wir auch noch einmal die neuen Corona-Regeln der Bundesregierung für Sie zusammengefasst. Außerdem erfahren Sie bei uns, was Corona-Antigen-Schnelltests eigentlich bringen…

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