Aktualisiert: 26.11.2020 - 06:59

Neue Regeln ab 1. Dezember Die neuen Corona-Regeln stehen fest!

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Angela Merkel hat sich mit den Ministerpräsidenten auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. Das erwartet uns im Dezember – und an Weihnachten und Silvester...

Foto: Alexandros Michailidis/shutterstock.com

Angela Merkel hat sich mit den Ministerpräsidenten auf neue Corona-Maßnahmen geeinigt. Das erwartet uns im Dezember – und an Weihnachten und Silvester...

Bund und Länder haben sich auf eine teilweise Verschärfung der Corona-Maßnahmen geeinigt. Dazu gehört eine Verringerung der Teilnehmerzahl bei privaten Zusammenkünften. Für Weihnachten und Silvester gelten gesonderte Regeln.

Am gestrigen Mittwoch haben Angela Merkel (66) und die Ministerpräsidenten neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen. Die Bundeskanzlerin betonte, es bedürfe "noch einmal einer Kraftanstrengung". Teilweise werden die bestehenden Maßnahmen ab 1. Dezember verschärft. An den Weihnachtsfeiertagen und auch an Silvester gelten Sonderregeln.

Geltende Corona-Maßnahmen werden in den Dezember hinein verlängert

Zunächst heißt es in dem Beschluss, dass die am 28. Oktober 2020 getroffenen Maßnahmen bundesweit bis zum 20. Dezember verlängert werden, da eine Trendumkehr bei den Infektionszahlen noch nicht erreicht wurde. Gastronomie, Freizeit- und Kultureinrichtungen bleiben deshalb weiterhin geschlossen. Die staatlichen Hilfen für Betriebe werden auch im Dezember fortgeführt.

Schulen und Kindergärten bleiben nach wie vor geöffnet. Die Bürger sind weiterhin dazu aufgerufen, alle nicht dringend notwendigen Kontakte zu vermeiden und möglichst zu Hause zu bleiben.

Das sind die Corona-Regeln für private Treffen

Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind laut Beschlusspapier auf den eigenen und einen weiteren Haushalt, jedoch in jedem Falle auf maximal fünf Personen zu beschränken. Kinder bis 14 Jahre sind davon ausgenommen.

Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen

Des Weiteren wird die Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen erweitert. Sie gilt an allen Orten mit Publikumsverkehr in Innenstädten, "an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten." Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist somit auch vor Einzelhandelsgeschäften und auf Parkplätzen künftig Pflicht.

Präsenzunterricht in Schulen wird beibehalten

Die Schulen setzen nach wie vor auf Pärsenzunterricht. In Corona-Hotspots mit mehr als 200 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen soll aber Hybrid- oder Wechselunterricht ab der 8. Klasse möglich sein. Diese Regel gilt allerdings nicht bundesweit, sondern obliegt den einzelnen Ländern.

In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gilt auf dem Schulgelände eine Maskenpflicht, wann immer der notwendige Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann. In weiterführenden Schulen gilt ab der 7. Klasse eine Maskenpflicht im Unterricht, wenn der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann.

Hochschulen und Universitäten hingegen sollen grundsätzlich auf digitale Lehre umstellen.

Von touristischen Reisen wird abgeraten

Auch die Übernachtungsangebote im Inland können weiter nur für notwendige und ausdrücklich nicht für touristische Zwecke zur Verfügung gestellt werden. Die Regierung rät insbesondere von touristischen Reisen ins Ausland ab, auch im Hinblick auf die Skisaison.

Personenbeschränkung für den Groß- und Einzelhandel

Für den Groß- und Einzelhandel gelten Personenbeschränkungen. In Einrichtungen mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern darf sich nur eine Person pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten. Ab einer Verkaufsfläche ab 801 Quadratmetern darf sich auf einer Fläche von 800 Quadratmetern höchstens eine Person pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten und auf der 800 Quadratmeter übersteigenden Fläche höchstens eine Person pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Quarantänezeit wird verkürzt

Durch die in größerer Zahl zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests haben sich Bund und Länder auf eine testgestützte Verkürzung der Quarantänezeit geeinigt. Eine kürzere Quarantänezeit entlaste die betroffenen Bürger und die Gesundheitsämter und mildere die wirtschaftlichen Folgen. Die Quarantäne-Zeit von Kontaktpersonen – unter der Bedingung eines negativen Testergebnisses (Antigen-Schnelltest) – wird deshalb von 14 auf zehn Tage verkürzt.

Sonderregelungen an Weihnachten und Silvester

An den Weihnachtsfeiertagen und auch an Silvester werden die Regeln zu den privaten Zusammenkünften gelockert. Dann sind Treffen mit maximal zehn Personen unabhängig von den beteiligten Haushalten erlaubt. Auch hier werden Kinder bis 14 Jahren nicht mit eingenommen.

Außerdem wurde beschlossen, dass kein allgemeines Feuerwerks- und Böllerverbot zum Jahreswechsel gelten soll. Es wird lediglich "empfohlen, auf Silvesterfeuerwerk zu verzichten." Die Verwendung von Pyrotechnik auf belebten Plätzen und Straßen wird jedoch untersagt, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.

Neuer Grenzwert für strengere Regeln

In Regionen mit einer Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche und nicht nachvollziehbarem Infektionsgeschehen sollen diese Maßnahmen noch einmal verschärft werden können.

Eine ausführliche Auflistung aller Maßnahmen finden Sie hier: "Wir brauchen noch einmal eine Kraftanstrengung"

Weitere Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite.

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