Aktualisiert: 30.11.2020 - 17:55

Kaffeekult in Corona-Zeiten Richtig guter Kaffee – Geht das auch zu Hause?

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Außergewöhnlicher Kaffeegenuss in Barista-Qualität: Mit dem richtigen Kaffeevollautomaten ist das auch zu Hause ganz einfach.

Foto: iStock.com/Halfpoint

Außergewöhnlicher Kaffeegenuss in Barista-Qualität: Mit dem richtigen Kaffeevollautomaten ist das auch zu Hause ganz einfach.

Wo gibt es noch Kaffee in Barista-Qualität?! Die Verzweiflung der Kaffee-Kenner ist groß, denn die Cafés müssen auch weiterhin geschlossen bleiben. Ob man das Heißgetränk mit Koffeinkick auch zu Hause wie vom Profi herstellen kann? Wir zeigen Ihnen, wie!

Seit langer Zeit bleiben Cafés und Restaurants geschlossen. Für den ein oder anderen ein großes Problem – wo bekommt man nun das begehrte Heißgetränk mit dem extra Koffeinschub her? Zu Hause schmeckt der Kaffee meist fad und die Milch will einfach nicht schaumig werden. Wir haben die Lösung: Mit dem richtigen Kaffeevollautomaten gelingt Ihnen Kaffee in Barista-Qualität mit nur wenigen Handgriffen.

Kein Besuch im Café – Kaffeevollautomat als Alternative?

Espresso, Latte Macchiato, Cappuccino: 162 Liter trinkt jede Person in Deutschland jährlich von dem beliebten Heißgetränk. Wer hätte es geglaubt, wir Deutschen trinken unser Koffeingetränk sogar lieber als Bier. Dabei wird ein Viertel des jährlichen Kaffeekonsums außer Haus, z.B. in einem Café, getrunken. Kein Wunder, zu Hause schmeckt die Köstlichkeit nur halb so gut – dachten Sie. Wie Sie nun auch in der eigenen Küche einen Kaffee wie vom Profi zaubern, zeigen wir Ihnen hier:

Alles beginnt bei der Bohne

Wer gerne Kaffee trinkt, sollte auf jeden Fall darauf achten, hochwertige Kaffeebohnen zu kaufen. Der sogenannte Premium-Kaffee zeichnet sich durch einzigartige Bohnen und eine schonende Röstung aus. Auf diese Weise entwickelt der Kaffee sein vollmundiges Aroma. Doch leider haben wir bei der Überprüfung der Kaffeebohnen ein Problem: Dass wir nach Südamerika reisen und uns überzeugen, welche Bohnen in unsere Verpackung kommen, ist unrealistisch. Woran Sie die Qualität der Bohnen dennoch erkennen, sehen Sie hier:

  • Gute Kaffeebohnen haben eine einheitliche Größe. Diese ermöglicht die gleichmäßige Röstung der Bohnen, wodurch das Aroma optimal entfaltet wird.
  • Die Bohnen sollten weder zerfressen noch modrig schwarz aussehen. Das sind klare Anzeichen für Insekten- oder Schimmelbefall.
  • Das Röstdatum gibt Aufschluss über den optimalen Zeitpunkt des Kaffeegenusses. Drei Wochen nach der Röstung entfaltet der Kaffee sein volles Aroma und verliert es nach circa drei Monaten wieder. In diesem Zeitraum sollte der Kaffee verbraucht werden. Industriekaffee gibt meist keinen Aufschluss über das Röstdatum, sondern nur ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Dieses ist nicht mit dem Röstdatum gleichzusetzen.
  • Der Röstegrad (z.B. mittlere Röstung, helle Röstung oder dunkle Röstung) sollte ebenfalls nicht auf der Verpackung fehlen.
  • Die Verpackung guter Kaffeebohnen sollte ein Aromaventil besitzen. Dieses sorgt dafür, dass CO2, welches während des Röstvorgangs entsteht, ausgasen kann, ohne dass Sauerstoff eindringt.
  • Wenn Sie den Namen der Kaffeefarm oder des Produzenten auf der Verpackung finden, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um gute Kaffeebohnen handelt. Transparenz ist ein gutes Qualitätsmerkmal.
  • Anhand des Geschmacksprofils finden Sie heraus, ob die Kaffeesorte zu ihren Ansprüchen passt. Schließlich sind Geschmäcker verschieden.

Eine Riesenauswahl an Premium-Kaffee für Ihren Kaffeevollautomaten finden Sie auf Tchibo.

Ein Kaffeevollautomat – der Barista für zu Hause

Die besinnliche Weihnachtszeit rückt in großen Schritten näher und vielleicht suchen Sie ja noch das passende Geschenk für die Familie. Ein Kaffeevollautomat zaubert in wenigen Schritten den perfekten Kaffeegenuss – egal ob Espresso, Latte Macchiato oder Cappuccino.

Der Vollautomat deckt eine breite Vielfalt an Kaffeespezialitäten ab und hält so für jedes Familienmitglied das Passende bereit. Der größte Unterschied zu einer Filtermaschine ist das intensive Aroma, dass durch einen höheren Wasserdruck und die frische Zubereitung entsteht. Durch ein integriertes Mahlwerk werden die Bohnen erst bei Ihnen zu Hause gemahlen und entfalten so ihren vollen Geschmack. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Bedienung: Per Knopfdruck oder Touchscreen können Sie das Heißgetränk ohne besondere Vorkenntnisse zubereiteten. Der Vorgang dauert nur wenige Sekunden und Sie können den Kaffee direkt genießen.

Der passende Kaffeevollautomat für ihre Ansprüche

Stiftung Warentest hat in ihrer Studie 11 Kaffeevollautomaten genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nicht nur auf den Kaffee kommt es an, auch die Bedienung, Reinigung und der Preis spielen eine entscheidende Rolle für den Nutzer.

Der Testsieger unter den Kaffeevollautomaten ist der Jura E6. Er bereitet sehr aromatischen Espresso zu, dessen Stärke sich je nach den Kaffeewünschen variieren lässt. Die Maschine ist direkt startklar und verfügt über eine einfache Menüführung. Zusätzlich können verschiedene Nutzerprofile eingestellt und acht verschiedene Direkttasten mit Getränkewünschen belegt werden, sodass die Zubereitung des beliebten Heißgetränkes am Morgen noch schneller geht. Ein weiterer Vorteil ist der integrierte Milchaufschäumer, der sehr feinporigen Milchschaum zubereitet. Der Automat verfügt über ein automatisches Reinigungsprogramm, das im Test sehr hygienisch Kaffeereste im Inneren der Maschine entfernt. Mit diesem Gerät kann jeder zu Hause zum Barista werden. Erhältlich ist der Jura E6 bei OTTO ab 700€.

Guten Kaffee zu einem fairen Preis bereitet der Philips EP3246/70 zu. Im Test konnte dieser als Preis-Leistungs-Sieger überzeugen. Der zubereitete Espresso ist sehr intensiv und das Gerät verfügt über einen kleinen Milchaufschäumer. Sechs Heißgetränke können per Direktwahl ausgewählt werden. Die Bedienung scheint auf den ersten Blick etwas kompliziert, wird jedoch durch eine kurze Anleitung ergänzt. Besonderes Extra: Der Automat verfügt über ein Zusatzfach für Kaffeepulver, falls man mal keine ganzen Bohnen zu Hause hat. Erhältlich ist der Philips EP3246/70 bei OTTO ab 535€.

Wer guten Kaffee zu einem niedrigen Preis haben will und dafür auf einen Milchaufschäumer verzichten kann, für den ist der Esperto Caffè von Tchibo eine gute Alternative. Für 262 € bekommen Sie eine breite Vielfalt an erstklassiges Kaffeespezialitäten in Barista-Qualität, lediglich die Bedienung scheint auf den ersten Blick kompliziert. Positiv heben die Tester die Erweiterungsmöglichkeit des Bohnenfachs und die kompakte Größe hervor. Ein Milchaufschäumer kann separat erworben werden.

Vorsicht beim Entkalken

Das Entkalken des Kaffeevollautomaten ist wichtig, damit die Maschine lange hält. Wie oft das nötig ist, zeigt Ihr Gerät meist selbst an. Doch die Studie von Stiftung Warentest ergab, dass die Reinigungsmittel Schadstoffe aus den Maschinen lösen können, die später im Kaffee landen. Die Testergebnisse sind eindeutig: Bei den Kaffeevollautomaten von Melitta, Nivona und vor allem Krups ließen sich kritische Mengen an Nickel nachweisen, bei dem Gerät von Siemens war die Menge an Aluminium bedenklich hoch. Nickel kann allergische Reaktionen auslösen. In Deutschland sind etwa 15 bis 20 Prozent der Frauen und 4 bis 5 Prozent der Männer gegen Nickel allergisch. Die Aufnahme von hohen Mengen an Aluminium ist ebenfalls bedenklich für den menschlichen Körper. Bei dem Test wurden nur einzelne Kaffeevollautomaten der Marken auf diese Schadstoffe getestet, sodass keine allgemeine Aussage getroffen werden kann.

Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart rät deshalb jedem Besitzer eines Kaffeevollautomaten dazu, nach dem Entkalken die Maschine mehrmals durchzuspülen. So werden die Schadstoffe weggespült und Sie können Ihren Kaffee wieder bedenkenlos genießen. Außerdem sollten Sie darauf achten, nur den Entkalker zu verwenden, der vom Hersteller Ihrer Maschine empfohlen wird. So steht dem unverfälschten Kaffeegenuss nichts mehr im Weg!

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Falls Sie den Kaffee nun schon riechen können, haben wir für Sie die passende Rezepte: Wie wäre es mit einem Dalgona-Kaffee oder leckeren Latte-Macchiato-Törtchen ? Die Rezepte halten wir für Sie bereit.

Hier erfahren Sie warum sie den Kaffeesatz niemals wegwerfen sollten! So können Sie den Kaffeesatz als Hausmittel für Beauty, Garten und Haushalt verwenden.

Wir haben für Sie auch noch weitere Alternativen für die Kaffeezubereitung: Eine Kaffeemaschine mit Pads oder Kapseln ermöglicht ebenfalls die einfache und schnelle Zubereitung des Wachmachers. Jedoch ist diese Methode ein wahrer Klima-Killer, da bei der Zubereitung viel Müll entsteht. Kaffee kochen ohne Maschine ist deutlich umweltschonender, dauert dafür aber deutlich länger. Wofür entschieden Sie sich?

Weitere spannende Test-Ergebnisse finden Sie auf unserer Themenseite Stiftung Warentest.

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