25.11.2020 - 08:16

Setzt er sich durch? Noch schärfer, noch strenger – diese Corona-Regeln wünscht sich Markus Söder

Markus Söder wünscht sich eine Verschärfung der Corona-Regeln an Weihnachten und Silvester.

Foto: imago images/Sven Simon

Markus Söder wünscht sich eine Verschärfung der Corona-Regeln an Weihnachten und Silvester.

Einheitliche Corona-Regeln für ganz Deutschland, auch über Weihnachten: Darauf hoffen wir. Doch ob das wirklich eintreten wird…?

Die Chefs der Bundesländer haben sich bereits darauf verständigt, welche Corona-Regeln an den Fest- und Feiertagen "zwischen den Jahren" gelten sollen. Diese Regeln sollen heute mit Bundeskanzlerin Angela Merkel besprochen und von ihr ergänzt werden. Oder verschärft – zumindest, wenn es nach Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geht. Ihm sind die Maßnahmen, auf die man sich bislang verständigt hat, noch nicht streng genug. Diese strengen Corona-Regeln wünscht sich Markus Söder für Weihnachten und Silvester!

Diese Corona-Regeln will Markus Söder durchsetzen

Im Moment sieht eine Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten vor, dass die Corona-Regeln vom 23. Dezember bis zum 1. Januar gelockert werden sollen. Während dieses Zeitraums soll es einem Haushalt erlaubt sein, sich mit bis zu 10 anderen Menschen aus anderen Haushalten zu treffen. Kinder bis zum Alter von 14 Jahren sollen davon ausgenommen sein. Mit dieser Regel soll gewährleistet werden, dass Familien an Weihnachten zusammenkommen können.

So weit – so gut. Die Unantastbarkeit des Weihnachtsfestes scheint auch für Markus Söder festzustehen – anders sieht es jedoch bei Silvester aus. Wie der Spiegel berichtete, sieht er dieses weniger als traditionelles Familienfest, sondern vielmehr als ein Zusammenkommen mit Freunden. Hier sei die Zahlenbegrenzung auf 10 Personen noch einmal zu diskutieren. Markus Söder hofft deshalb, dass die Corona-Regeln bei der Besprechung mit der Kanzlerin an diesem Mittwoch noch einmal verschärft werden.

Auch diese Politiker kritisieren die Corona-Regeln

Dass dem bayerischen Ministerpräsidenten die geplanten Corona-Regeln nicht weit genug gehen, ist keine große Überraschung. Bayern war bereits zu Beginn der Pandemie mit strengen Regeln vorangeprescht. Doch auch andere Politiker zeigen sich mit den angestrebten Maßnahmen nicht zufrieden. So hält beispielsweise Winfried Kretschmann (Grüne), der Regierungschef Baden-Württembergs, den Zeitraum, in dem die Lockerungen greifen sollen, ebenfalls für zu lang. Auch Daniel Günther (CDU), der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, kann sich mit den Feiertagsregeln nicht anfreunden. In Schleswig-Holstein sollen deshalb auch während der Feiertage die üblichen Kontaktbeschränkungen gelten.

Markus Söder erfuhr für seine Äußerungen jedoch auch Kritik: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich wies darauf hin, wie wichtig bundesweit einheitliche Regeln seien: "Ich glaube, Herr Söder wäre gut beraten, nicht jeden Tag mit einem neuen Vorschlag durch die Welt zu kommen, weil die Hälfte von dem wird am Ende ja dann doch nicht verwirklicht."

Bereits vorher hatten sich Bayern-Chef Markus Söder und Vizekanzler Olaf Scholz für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns ausgesprochen. Welche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester im Moment gelten und welche Ausnahmen es geben soll, können Sie hier nachlesen.

Mehr Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Hier erfahren Sie unter anderem, welche Nebenwirkungen der neue Corona-Impfstoff von Biontech mit sich bringt.

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