Aktualisiert: 16.07.2021 - 13:43

Plötzlich ist alles dunkel Gewappnet für den Stromausfall? Das sollten Sie tun und vorrätig haben!

Von Franziska Wohlfarth

Großflächige Stromausfälle sind in Deutschland eher selten, können aber zum Beispiel durch Überschwemmungen passieren.

Foto: iStockphoto.com/Antonio Guillem

Großflächige Stromausfälle sind in Deutschland eher selten, können aber zum Beispiel durch Überschwemmungen passieren.

Langanhaltende Stromausfälle sind in Deutschland äußerst selten. Naturkatastrophen wie Überschwemmungen können aber schnell dafür sorgen, dass plötzlich der Strom ausfällt. Wir verraten Ihnen, was Sie vor und während eines Stromausfalls beachten sollten.

In unserem Alltag läuft fast alles mit Strom. Was also, wenn dieser plötzlich weg ist? Bei Extremwetterlagen, einer Netzüberlastung oder Beschädigung der Stromkabel, kann es zu lang- oder kurzweiligen Stromausfällen kommen. Damit Sie diesem nicht hilflos ausgeliefert sind, verraten wir Ihnen, wie Sie sich am besten auf einen Stromausfall vorbereiten können.

Stromausfall: Was tun, wenn nichts mehr geht?

Die wichtigste Regel bei einem Stromausfall lautet: Ruhe bewahren! Stromausfälle sind in Deutschland sehr selten – und wenn sie passieren, dann fallen sie in der Regel relativ kurz aus. Bei einem Jahresverbrauch von über 556 Milliarden Kilowattstunden Strom zählt Deutschland weltweit zu den Spitzenreitern in Sachen Netzzuverlässigkeit.

Ganz auszuschließen sind Stromausfälle jedoch natürlich nie. In Regionen mit vielen Überlandleitungen kann es immer mal wieder durch Witterungseinflüsse zu vereinzelten Störungen kommen. Es kann also in jedem Fall nicht schaden, sich auf einen Stromausfall vorzubereiten. Auf Folgendes sollten Sie also achten:

1. Kommunikation

Sprechen Sie zunächst mit Ihren Nachbarn, um sich darüber zu informieren, ob nur der eigene Haushalt betroffen ist, der Straßenzug oder das gesamte Wohnviertel.

Um zu überprüfen, ob der Stromausfall nur bei Ihnen im Haus ist oder flächenddeckend in der Umgebung, genügt auch ein Blick auf das Smartphone. Werden noch weitere WLAN-Netze angezeigt, kann es sich um einen Fehler in deinem Haus handeln. Wenn kein WLAN mehr verfügbar ist, handelt es sich wohl um einen größeren Stromausfall.

Es ist außerdem sinnvoll die Notfallnummer Ihres Stromversorgers im Handy abzuspeichern, um diesen über die Störung informieren zu können.

Sie sollten sich jedoch nicht zu sehr auf Ihr Handy verlassen: Wichtige Telefonnummern sollten Sie sich zusätzlich schriftlich notieren. Denn ist der Handyakku einmal leer, hat man auch keinen Zugriff mehr auf Kontakte und Telefonnummern. Daher ist auch eine aufgeladene Powerbank sinnvoll.

Bei einem großflächigen Stromausfall, empfiehlt es sich ein batteriebetriebenes Radio zur Hand zu haben, um Informationen von offiziellen Stellen erhalten zu können.

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2. Wärme und Licht

Das wohl wichtigste Utensil ist wahrscheinlich die Taschenlampe. Es empfiehlt sich also mindestens eine davon im Haus oder Auto griffbereit zu haben, um auch während eines Stromausfalls den Weg im Dunkeln zu finden.

Ebenso wichtig ist ein Vorrat an Batterien und Akkus, denn auch die beste Taschenlampe braucht irgendeine Art von Energieantrieb.

Für eine allgemeine Grundhelligkeit kann man auch mit Kerzen oder Petroliumleuchten sorgen. Achten Sie hierbei auf eine feuerfeste Unterlage und stabile Kerzenständer.

Kerzen und Petroliumleuchten müssen natürlich auch irgendwie angezündet werden: Halten Sie Feuerzeuge oder Zündhölzer in Ihrem Haushalt daher griffbereit.

Besonders im Winter sind außerdem warme Kleidung und dicke Decken wichtig. Denn nicht nur wer mit Strom heizt, hat ein Problem bei einem Stromausfall.

3. Lebensmittelversorgung

Da der Inhalt von Kühl- und Gefrierschränken besonders anfällig für die Folgen eines Stromausfalls sind, sollten Sie diesen überprüfen. Je nach Energie-Effizienzklasse verfügen diese über eine eingebaute Kältedämmung, die beim Ausfall der Energieversorgung den Temperaturanstieg im Inneren verlangsamt. Ein kurzweiliger Netzausfall verursacht in der Regel also keine größeren Schäden.

Was sollte ich für Notsituationen wirklich im Haus haben?

Für den Fall eines länger anhaltenden Stromausfalls, empfiehlt sich ein ausreichend großen Vorrat an haltbaren Lebensmitteln sowie Hygiene- und Gebrauchsgegenständen, ebenso genügend Bargeld. Je nach Lebenssituation sollten auch genug Babynahrung, dringend benötigte Medikamente sowie Futter für die Haustiere sicher gelagert sein.

Es schadet auch nicht ein paar Flaschen Trinkwasser zur Hand zu haben, da in manchen Gebieten auch die Wasserversorgung vom Stromnetz abhängt. Trinkwasser kann dann möglicherweise nicht mehr in höhere Stockwerke gepumpt werden.

Von Hamstereinkäufen wird jedoch abgeraten: Wie bereits erwähnt sind langanhaltende Stromausfälle in Deutschland sehr selten. Das versichert auch Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Berlin. "Statistisch gesehen ist bei uns jeder Stromkunde jährlich nur 14 Minuten vom Stromnetz getrennt."

Das Wichtigste auf einen Blick

Überprüfen Sie anhand der Checkliste, welche Gegenstände Sie im Falle eines Stromausfalls griffbereit haben sollen:

  • Streichhölzer / Feuerzeug
  • Kerzen / Teelichter
  • Taschenlampe / Campinglampe
  • Gaskartusche
  • Campingkocher
  • Holz, Briketts oder Kohle
  • Rauchmelder
  • Feuerlöscher und Löschdecke
  • Behälter für Löschwasser
  • Schlauch oder Wassereimer
  • Müllbeutel
  • Reservebatterien (in verschiedenen Standardsgrößen)
  • Verbandskasten inklusive Wärmedecke
  • Aufgeladene Powerbank
  • Batteriebetriebenes Radio
  • Lebensmittelvorrat für 7-14 Tage

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