23.11.2020 - 08:45

Verlängerung und Vertiefung Söder und Scholz befürworten Lockdown-Verlängerung

Neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder sprach sich auch Vizekanzler Olaf Scholz für eine Verlängerung des Lockdowns aus.

Foto: imago images/Christian Thiel

Neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder sprach sich auch Vizekanzler Olaf Scholz für eine Verlängerung des Lockdowns aus.

Ganz Deutschland wartet angespannt darauf, ob der Lockdown Light verlängert wird. Zumindest für diese beiden Politiker ist die Sache klar…

Diese Woche wird entschieden, ob der momentan in Deutschland herrschende Teil-Lockdown verlängert wird: Am 25. November will sich Kanzlerin Angela Merkel mit den Länderchefs darüber beraten, ob die strengen Corona-Regeln weiterhin gelten – und vielleicht sogar noch strenger werden. Im Moment sieht es ganz so aus – denn die Corona-Zahlen in Deutschland sind noch weit von der angestrebten 7-Tage-Inzidenz von 50 (50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen) entfernt. Momentan liegt der Inzidenzwert bei 141. Auch Vizekanzler Olaf Scholz und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder befürworten eine Verlängerung des Teil-Lockdowns.

Markus Söder und Olaf Scholz stimmen für Lockdown-Verlängerung

Bereits mehrere Politiker haben sich für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns oder sogar für eine Verschärfung der Corona-Regeln ausgesprochen, darunter auch der Ministerpräsident Bayerns Markus Söder (CSU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD).

Bayern war bereits im Frühjahr mit strengen Corona-Maßnahmen vorangeprescht, unter anderem waren dort deutschlandweit die ersten Ausgangsbeschränkungen erlassen worden. Nicht weiter verwunderlich also, dass sich Markus Söder in einem Interview mit der Bild am Sonntag für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns aussprach: "Um ein schönes Weihnachten verbringen zu können, müssen wir den Lockdown verlängern und sicher auch vertiefen." Das bedeute eine Verlängerung des Lockdowns um mindestens 2 bis 3 Wochen – oder bis der angestrebte Inzidenzwert von 50 wieder erreicht wäre.

"Weihnachten ist das wichtigste Fest des Jahres"

Weihnachten bezeichnete Markus Söder als "das wichtigste Fest des Jahres". Mit einem längeren Lockdown vor Weihnachten solle sichergestellt werden, dass es an den Festtagen selber keine komplette Ausgangsbeschränkung gebe. Das Ziel sei, "dass wir in Deutschland die Feiertage mit der Familie verbringen können".

Wenn Weihnachten "freier" sei, hieße das allerdings auch, dass Silvester "wieder konsequenter" gehandhabt werden müsse. Das bedeute: "Silvester daheim im kleineren Kreis ist natürlich möglich." Menschenansammlungen auf großen Plätzen können jedoch zu Superspreading-Events werden, deshalb sei an diesen Orten ein Böller- und Alkoholverbot wünschenswert.

Diese Hoffnung bringt der Impfstoff

Markus Söder äußerte sich in dem Interview auch dazu, welche Veränderungen der Impfstoff mit sich bringen würde, in den momentan so große Hoffnungen gesetzt werden. Zwar stellte er "Einschränkungen bis zur Auslieferung des Impfstoffs" in Aussicht – schließlich wird es dauern, bis in genügend Impfdosen zur Verfügung stehen, weshalb erst einmal nur bestimmte Gruppen geimpft werden. Er sagte allerdings auch, dass sich ab dem Zeitpunkt der Auslieferung "vieles normalisieren" könne. Zwar müssten wir weiterhin mit dem Virus leben, wären aber durch den Schutz von Risikopatienten "deutlich freier".

Olaf Scholz: Gastronomen müssen planen können

Auch SPD-Kanzlerkandidat und Finanzminister Olaf Scholz äußerte sich im Bild-Talk "Die richtigen Fragen" dazu, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergehen soll. Für ihn ist klar: "Es wird eine Verlängerung geben." Das bedeutet: Der November-Lockdown wird – mindestens! – zum Dezember-Lockdown. Wie lang genau der Lockdown dauern soll, werde am Mittwoch entschieden.

Ebenfalls am Mittwoch solle entschieden werden, wie es mit der momentan auf Minimalbetrieb laufenden Gastronomie weitergehe. Gastronomen müssten Planungssicherheit haben, gestand Olaf Scholz ein. Auch bezüglich des Weihnachtsfest suche man momentan nach einer Lösung, die Weihnachten mit der Familie ermögliche, dabei aber "nicht zu groß" sei.

Zu guter Letzt äußerte sich auch Olaf Scholz zu den Impfungen: Er stellte in Aussicht, dass bereits im Dezember mit den Impfungen in der Bevölkerung begonnen werden könne.

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