Aktualisiert: 23.11.2020 - 10:12

Mit nur 37 Jahren Der Gründer der "Ice Bucket Challenge" ist gestorben

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Patrick Quinn war einer der Gründer der "Ice Bucket Challenge", die auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam machen sollte. Am Sonntag ist er im Alter von 37 Jahren gestorben.

Foto: Debby Wong/Shutterstock.com

Patrick Quinn war einer der Gründer der "Ice Bucket Challenge", die auf die Nervenkrankheit ALS aufmerksam machen sollte. Am Sonntag ist er im Alter von 37 Jahren gestorben.

Erinnern Sie sich noch an die "Ice Bucket Challenge", an der 2014 zahlreiche Prominente teilnahmen? Der Initiator der Aktion, Patrick Quinn, ist am letzten Sonntag gestorben.

Das Jahr 2014 scheint unendlich weit entfernt. Einer der Internet-Hits in diesem Jahr: die "Ice Bucket Challenge"! Internet-Nutzer, darunter auch viele Promis wie beispielsweise Charlie Sheen, Eminem oder Sabrina Mockenhaupt, machten durch die Challenge in den sozialen Medien auf die Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) aufmerksam und sammelten Spenden für die Erforschung und Bekämpfung der Krankheit.

Am Sonntag ist Patrick Quinn, einer der Mitbegründer der "Ice Bucket Challenge" im Alter von nur 37 Jahren gestorben. Bei ihm war 2013 ALS diagnostiziert worden.

Patrick Quinn gestorben – er war Mitbegründer der "Ice Bucket Challenge"

Patrick Quinn, der in Yonkers, New York, lebte, war 30 Jahre alt, als bei ihm im März 2013 ALS diagnostiziert wurde. Laut der ALS Association hat er nach seiner Diagnose eine Gruppe von Unterstützern, "Quinn for the Win", gegründet, um Mittel für den Kampf gegen ALS zu sammeln und auf die Krankheit aufmerksam zu machen.

Der Tod von Patrick Quinn wurde auf der Facebook-Seite von "Quinn for the Win" bekanntgegeben. Näheres zu den Umständen seines Todes ist noch nicht bekannt.

Auch die ALS Association hatte ein Statement zu Patrick Quinns Tod veröffentlicht. Darin heißt es: "Pat kämpfte tapfer gegen ALS und inspirierte alle um ihn herum. Diejenigen von uns, die ihn kannten, sind am Boden zerstört, aber dankbar für alles, was er getan hat, um den Kampf gegen ALS voranzutreiben."

Was war noch gleich die "Ice Bucket Challenge"?

Die "Ice Bucket Challenge" wurde 2014 zu einem Internetphänomen. Mehr als 17 Millionen Menschen nahmen laut CNN daran teil, indem sie sich Eiswasser aus Kübeln über den Kopf kippten, um auf die Krankheit ALS aufmerksam zu machen. Mehr als 200 Millionen US-Dollar wurden dadurch weltweit an die ALS Association gespendet. Die Organisation erklärte damals, dies sei "wahrscheinlich die größte Spende abseits einer Katastrophe oder eines Notfalls".

Warum ausgerechnet Eiswasser? Der Gedanke dahinter war, dass die Teilnehmer der Challenge einmal für wenige Sekunden das Gefühl der Lähmung spüren, unter der an ALS Erkrankte leiden. Viele prominente Personen, beispielsweise Barack Obama oder Charlie Sheen, lehnten es allerdings auch ab, sich einen Eimer Wasser über den Kopf zu schütten, sie beschränkten sich darauf, zu spenden.

ALS: So äußert sich die Erkrankung

Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine nicht heilbare degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems. Erkrankte leiden zuerst unter spastischen Lähmungen und dann unter Muskelschwäche und Muskelschwund, der immer weiter voranschreitet. Sie sind dadurch im täglichen Leben stark eingeschränkt. Ein prominenter ALS-Patient war beispielsweise der Astrophysiker Stephen Hawking.

Im Dezember 2019 war Pete Frates mit 34 Jahren gestorben, auch er machte die "Ice Bucket Challenge" berühmt. Der ehemalige US-College-Baseballspieler war einer der ersten überhaupt, der 2014 auf die später virale "ALS Ice Bucket Challenge" reagierte und für Reichweite sorgte. Der Sportler war 2012 erkrankt.

Mehr über ALS und die Symptome der Krankheit finden Sie hier.

Auch von diesen prominenten Personen mussten wir uns 2020 bereits verabschieden:

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