20.11.2020 - 10:58

Café erntet Shitstorm Masken-Mann! Warum dieser Schoko-Nikolaus für Empörung sorgt

Ja, so geht's auch. Doch ein Café-Betreiber aus Unterfranken hatte eine bessere Idee: Er stattete seine Schoko-Nikolause kurzerhand mit einer Maske aus Ruby-Schokolade aus. Das schmeckte nicht jedem...

Foto: imago images/Eibner

Ja, so geht's auch. Doch ein Café-Betreiber aus Unterfranken hatte eine bessere Idee: Er stattete seine Schoko-Nikolause kurzerhand mit einer Maske aus Ruby-Schokolade aus. Das schmeckte nicht jedem...

Mit einem kleinen Detail erinnerte ein Café-Betreiber humorvoll an die aktuelle Situation. Zahlreiche Facebook-Nutzer fanden das gar nicht lustig.

Traditionen sind etwas Schönes: Jedes Jahr zur Weihnachtszeit finden wir Geborgenheit in den immer gleichen Abläufen, ob das nun das Schmücken des Weihnachtsbaumes, das Backen der Plätzchen oder das Schwelgen in weihnachtlichen Leckereien ist. Gerade in Pandemie-Zeiten haben derartige Rituale auch etwas Tröstliches. Doch genau so ist es erlaubt, altbewährten Traditionen eine aktuelle Note zu verleihen – das dachte sich auch ein Café-Betreiber aus Unterfranken, der, inspiriert von den Corona-Sicherheitsmaßnahmen, seine handgemachten Schoko-Nikolause kurzerhand mit einer Maske versah. Mit der Flut an Anfeindungen, die seine Aktion auslöste, hatte er vermutlich nicht gerechnet…

Schoko-Nikolause mit Masken lösten Entrüstung aus

Auf Facebook teilte Herbert Häcker, Inhaber des Café Heintz in Bad Königshofen, Fotos seiner selbst hergestellten, von Hand gegossenen Schoko-Nikolause. Liebevoll hatte er sie mit einer weihnachtlichen roten Mund-Nasen-Bedeckung aus "edler Ruby Schokolade mit einem Kakaoanteil von 47 Prozent und einer leckeren fruchtig säuerlichen Note" verziert – an sich ein humorvoller Seitenhieb auf die aktuelle Pandemie-Situation und ein gut gemeinter Hinweis darauf, dass wir uns derzeit alle einschränken müssen.

Das sahen jedoch nicht alle Facebook-Nutzer so. Schnell versammelten sich in der Kommentarspalte jene, die die Masken-Nikolause alles andere als witzig fanden. Während ein User fragte, warum "wir ständig mit der jetzigen Situation konfrontiert werden müssen?" und ein anderer die Aktion schlicht als "geschmacklos" bezeichnete, fuhren andere schwerere verbale Geschütze auf: "Man könnte meinen, ihr wollt in 3 Jahren immer noch mit dem Maulkorb rumlaufen. Sowas kauf ich bestimmt nicht. Wie man versuchen will, den Kinds zu zeigen, wie normal es ist, so ein Ding im Gesicht zu haben!!!", beschwerte sich ein User, während ein anderer süffisant kommentierte: "Und dann wundern, wenn lokale Geschäfte pleitegehen…"

Café-Betreiber nimmt Shitstorm mit Humor

Doch neben diesem Shitstorm erhielt Herbert Häcker auch Rückendeckung von Unterstützern der Idee. Viele lobten die Aktion und machten sich über die "Schwurbis", "Schwurbelantis" und "Querfurzer" lustig, wie sie die Kritiker in Anspielung auf deren vermeintlichen Verschwörungstheorie-Irrglauben bezeichneten.

Auch der Café-Inhaber selbst ließ es sich nicht nehmen, seinen Senf zu den empörten Kommentaren zu geben: "Oh in was für eine Gruppe sind wir denn da gerade geraten. Beruhigt euch! Tragt ihr etwa keine Masken?", kommentierte er unter anderem – garniert mit lachenden Smileys. Außerdem mahnte er humorvoll dazu, sich an geltende Höflichkeitsnormen zu halten: "Danke für die Meinungsfreiheit. Aber bitte nicht persönlich werden, liebe Freunde."

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Apropos Masken…

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