13.11.2020 - 16:02

Neue Regeln für Briefe und Päckchen Corona-Fristen beachten: So kommt die Weihnachtspost pünktlich an!

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Damit die Verwandten ihr Päckchen auch wirklich zum Fest bekommen, gibt es im Coronajahr einiges zu beachten.

Foto: iStock.com / Popartic

Damit die Verwandten ihr Päckchen auch wirklich zum Fest bekommen, gibt es im Coronajahr einiges zu beachten.

Die Familie kann nicht zusammen feiern und der Gruß soll Oma und Tante noch rechtzeitig zum Fest erreichen? Dann sollten Sie diese Informationen kennen...

Gerade in diesem Jahr können wir aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht mit allen Liebsten unter dem Weihnachtsbaum sitzen. Da ist es doch besonders schön, wenn Verwandte und Freunde einen lieben Weihnachtsgruß per Post in Händen halten können. Die Corona-Pandemie allein hat den Paketzustellern bereits schon großen Kraftaufwand abverlangt, da die Menschen seltener im Geschäft kauften und sich mehr liefern ließen. Vor Weihnachten wird sich die Situation durch das Versandgeschäft vor den Tagen nun noch weiter verschärfen. Was kann ich tun, damit mein Päckchen am Fest der Liebe dennoch pünktlich bei Großeltern und Freunden eintrifft?

Corona-Fristen: So kommt die Weihnachtspost pünktlich an

Worauf müssen Sie sich in diesem Jahr angesichts der ohnehin ausgelasteten Zusteller und Poststellen einstellen? Welche Fristen müssen Sie im Coronajahr beachten, damit die Weihnachtspost die Adressaten auch pünktlich erreicht?

Deutsche Post erwartet Paketflut

"Wir erwarten vor Weihnachten elf Millionen Pakete pro Tag", so beschreibt Hans-Christian Mennenga von der Deutsche Post DHL Group t-online.de und dpa das Problem, in der Tat eine Rekordzahl, und bestätigt: "Wir fahren unter Volllast".

Auch die Konkurrenz geht von einem neuen Versandrekord aus. So kalkuliert der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), Vertreter für DPD, GLS, GO!, Hermes und UPS, bis zum Fest eine Verdoppelung der Paketsendungen im Vergleich zu 2019. Hermes allein rechnet mit 120 Millionen Sendungen aus im letzten Quartal, das sind rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Unternehmen hätten sich schon darauf eingestellt, haben zusätzliche Fahrzeuge angeschafft und mehr Arbeitskräfte eingeplant. Damit einhalbwegs reibungsloser Ablauf des Weihnachtsversandgeschäftes aber sichergestellt wird, sind auch die Verbraucher gefragt.

Experten empfehlen, nicht immer die große Postfiliale zu nutzen, sondern sein Päckchen auch in einem kleineren Paketshop oder in Packstationen abzugeben.

Nicht nur der Versender, auch der Empfänger kann einiges tun: So könnten diese ihre Sendungen an Nachbarn, Paketshops und Paketstationen umleiten oder aber eine Ablagegenehmigung für einen Wunschort wie Garage oder Garten erteilen. Das erhöhe die Erstzustellquote und verbessere die logistische Effizienz.

Weihnachtspost versenden: Lieber früh dran sein

Wenn die Lieblingskekse und der selbstgestrickte Schal dieses Jahr pünktlich ankommen sollen, empfiehlt sich noch früher dran zu sein als sonst, da die Regellaufzeiten von ein bis zwei Werktagen vor Weihnachten wahrscheinlich nicht einzuhalten sind.

Deshalb wurden die Einlieferungsschlusszeiten bei DHL für dieses Jahr auch vorverlegt. Nun gelten in Filialen und Packstationen diese Bestimmungen.

  • Päckchen/Pakete im Inland müssen bis 19. Dezember, 12 Uhr, Postkarten und Briefe bis zum 22. Dezember abgegeben werden.
  • Pakete/Päckchen in die Nachbarländer haben eine Abgabefrist bis zum 14. Dezember.
  • Sendungen in sonstige europäische Länder sollten bis zum 10. Dezember aufgegeben werden.
  • Für Sendungen außerhalb Europas gilt eine Frist bis zum 30. November, für Briefe und Postkarten bis zum 7. Dezember.
  • Hermes nimmt internationale Sendungen, die rechtzeitig zum 24.12. ankommen sollen, bis zum 15. Dezember an, DPD bis zum 22. Dezember.

Wenn's später wird, bleibt der Expressversand

Wer den zugegebenermaßen sehr teuren Expressversand in Anspruch nehmen muss, kann sein Päckchen u.U. noch am 23. Dezember versenden.

Auf Nummer sicher geht aber, wer die Pakete bis Mitte Dezember auf den Weg bringt.

Diese Verpackungen sind ungünstig

Natürlich möchte derjenige der das Paket versendet, dass es möglichst unbeschadet beim Empfänger ankommt. Dafür empfiehlt sich, es möglichst undramatisch zu verpacken. Verzichten Sie also auf Schleifen und Bänder um das Paket, da diese auf den Förderbändern der Verteilerzentren hängen bleiben könnten.

Gut erhaltene Kartons können wiederverwendet werden, sollten aber unbedingt von alten Aufklebern wie Retouren befreit werden, damit es beim Auslesen der Adresse nicht zu Missverständnissen kommt, das Paket retourniert wird oder im Paketzentrum verbleibt, weil die Adresse unleserlich ist oder mehrere Informationen aufgeklebt sind.

Bei der Wahl der Kartongröße ist Folgendes zu beachten: Wählen Sie einen ausreichend großen Karton, um das Geschenk vernünftig auspolstern zu können. ABER: Er sollte auch nicht zu groß sein, damit die Sendung nicht zu viel Spiel im Innern hat, also nicht hin- und herrutschen kann sowie keine Hohlräume entstehen, die eingedrückt werden könnten.

Wussten Sie eigentlich, dass Sie fürs Frankieren nicht ewig in der Schlange stehen müssen? Denn SO malen Sie sich Ihre Briefmarke einfach selbst.

Interessant: Corona-Briefmarke aus Klopapier für den guten Zweck.

Auch in diese schwierigen Jahr gab es einige Neues bei der Post. So haben im 1. Halbjahr 2020 die Post- und Paketbeschwerden zugenommen. Sicher lag das auch an der enormen Mehrbelastung der Beschäftigten in Pandemiezeiten, da nun vieles bestellt und nicht mehr im Handel vor Ort erworben wurde. Dafür gab es dann auch mehr Lohn und einen Corona-Bonus für Postboten.

Wegen Corona: Paketzusteller nimmt Dackel mit auf seine Route.

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