Aktualisiert: 16.11.2020 - 18:47

Anders interagieren Kommunikationsprobleme wegen Maske? SO verständigen Sie sich richtig

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Mit den Augen zu lächeln ist besonders wichtig, wenn Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Foto: iStock/Aja Koska

Mit den Augen zu lächeln ist besonders wichtig, wenn Sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Die Corona-Pandemie hat unser aller Leben ganz schön auf den Kopf gestellt. Soziale Kontakte werden beschränkt und dank der Mund-Nase-Bedeckung verändert sich auch die Kommunikation gewaltig.

Gedämpfte Stimmen und dann sieht man wegen des Mund-Nasen-Schutzes auch noch nicht, was das sprechende Gegenüber für einen Gesichtsausdruck macht. Ohne Zweifel: Die Maske kann für Kommunikationsprobleme sorgen und es kann zu Missverständnissen kommen. Doch es gibt Hilfe, um besser zu interagieren, Emotionen gezielt rüberzubringen und die non-verbale Kommunikation zu verbessern.

Kommunikationsprobleme wegen Maske? Diese Tipps helfen

An der Käsetheke, der Kasse oder am Schalter – im Moment haben wir das Gefühl, dass wir uns ganz schön oft wiederholen müssen. Das könnte an unseren Alltagsmasken liegen. Zwar tragen wir die Mund-Nase-Bedeckung, um uns und unsere Mitmenschen vor potenziellen Viren zu schützen, das Stück Stoff in unserem Gesicht macht allerdings auch die Verständigung schwieriger.

Bei der Sprache ist besonders darauf zu achten, langsam zu sprechen und kürzere Sätze zu verwenden. Erinnern Sie sich auch daran, mehr Augenmerk auf die Betonung zu legen und nutzen Sie non-verbale Mittel wie Mimik und Gestik.

Emotionen ausdrücken trotz Maske: So geht's

Mit der Mimik ist es natürlich nicht ganz so leicht, wenn das Gegenüber nur die Augen des Sprechenden sieht, nicht aber den Mund und die Nase – dabei übermitteln auch die beiden Gesichtsmerkmale viele Informationen, gerade in der europäischen Kultur. Wir verraten Ihnen, wie Sie bestimmte Emotionen trotzdem zum Ausdruck bringen können.

Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie bestimmte Emotionen trotzdem übermitteln können:

  • Sprache anpassen: Durch den Mundschutz ist man ohnehin schon eher schwer zu verstehen – entsprechend sollte man auch die Sprache anpassen. Sprechen Sie sehr deutlich und formulieren im Idealfall kurze Sätze. Achten Sie mehr auf die Betonung, um die gewünschten Inhalte richtig herüberzubringen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, mit Adjektiven zu arbeiten, um Ihre Befindlichkeiten besser zum Ausdruck zu bringen.
  • Mit den Augen arbeiten: Zugegeben – viel zu Lachen gibt es gerade ja nicht. Aber wenn doch, dann sollte das auch unbedingt gezeigt werden! Strahlen Sie also, wenn Ihnen nach Lachen ist, ordentlich mit den Augen. Macht zwar auf Dauer Lachfalten, aber kneifen Sie Ihre Augen zusammen, kräuseln Sie Ihre Nase sichtbar und heben Sie die Augenbrauen freundlich nach oben. Die Augenpartie kann auchhelfen, wenn Sie im Supermarkt auf jemanden treffen, den Sie kennen. Ziehen Sie doch mal die Augenbrauen nach oben! So vermitteln Sie der getroffenen Person, dass Sie sie wahrgenommen – und auch erkannt haben.
  • Körpersprache: Nicht nur die Augen können viele Inhalte transportieren – auch der Kopf, die Hände und der ganze Körper! Wer gut gelaunt ist, steht etwa aufrechter. Wer niedergeschlagen ist, kann das durch eine eher geduckte Haltung zusätzlich zum Ausdruck bringen. Sind Sie Ihrem Gesprächspartner offen gegenüber eingestellt, so breiten Sie die Arme aus oder öffnen Sie die Brust. Wer etwas Distanz wahren will, kann hingegen die Arme verschränken. Bejahen und verneinen geht klassisch mit nicken und Kopfschütteln – Unwissenheit zum Ausdruck bringen geht via Schulterzucken.

Zu guter Letzt: Wenn Sie sich auf der anderen Seite nicht ganz sicher sind, was Ihr Gegenüber nun eigentlich meinte: Fragen Sie nach! Die Zeiten sind nun einmal besondere – und Nachfragen kann Missverständnisse verhindern.

Sie können sich nur schwer vorstellen, wie Sie mit Maske auf andere wirken Probieren Sie's auf! Yvonne de Bark (Schauspielerin und Trainerin für Körpersprache) hat da einen Tipp für Sie parat: Üben Sie mit dem Spiegel! Grimassenschneiden kennen wir alle noch aus der Kindheit und tatsächlich ist die Übung vor dem Spiegel das beste Mittel, um zu testen, wie ihre Körpersprache auf andere wirkt. Mit nur einem kleinen bisschen Anstrengung ist eine so schwierige Hürde, wie die, der richtigen Kommunikation, im Nu genommen.

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Nicht nur mit Ihrer Mimik senden Sie anderen Signale. Das verrät ihre Sitzposition über Ihren Charakter. Alle weiteren Nachrichten und Ratgeber rund um das alles beherrschende Coronavirus lesen Sie auch auf der Themenseite.

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