Aktualisiert: 13.11.2020 - 18:02

Alles nur Aberglaube? Freitag, der 13.: Was es mit dem angeblichen Unglückstag auf sich hat

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Was ist dran, an den Aberglauben um Freitag, den 13.?

Foto: iStock/acilo

Was ist dran, an den Aberglauben um Freitag, den 13.?

Um den angeblichen Unglückstag Freitag, den 13. rankt sich so mancher Aberglaube. Woher kommt die Furcht vor diesem bestimmten Tag und ist vielleicht doch etwas dran, am Aberglauben?

Für manche ist es ein Tag, wie jeder andere auch. Für andere ist es ein Grund, das Haus nicht zu verlassen. Die Rede ist von Freitag, dem 13. Bei diesem Tag scheiden sich die Geister. Was ist dran am Aberglauben, dass an einem Freitag, den 13. mehr Unfälle passieren, als normalerweise? Und woher kommt stammt der Glaube, dass man an diesem Tag vom Pech nur so verfolgt sei? Wir klären auf!

Freitag, der 13. Bringt dieser Tag wirklich Unglück?

Zunächst einmal Entwarnung: Laut ADAC kommt es am Freitag, den 13. nicht zu mehr Unfällen als gewöhnlich. Jedoch sei der Freitag der unfallreichste Wochentag, da sich Ausflügler und Wochenendpendler zum normalen Straßenverkehr gesellen, so der ADAC. Unglück bringt Freitag, der 13. tatsächlich nur, wenn Sie absolut davon überzeugt sind, dass Ihnen an diesem Tag etwas schreckliches widerfahren wird. Stichwort: Selbsterfüllende Phrophezeihung. Darunter versteht man ein psychologisches Phänomen, das tatsächlich das Verhalten beeinflussen kann. Rechnen Sie fest mit einem bestimmten Verhalten oder Ergebnis, tragen Sie unter Umständen selbst zum Eintreffen eben jenes Verhaltens oder Ergebnis bei.

Um abergläubische Menschen dennoch nicht abzuschrecken, gibt es in vielen Hochhäusern keine 13. Etage. Auch Hotels verzichten oft auf die Zimmernummer 13. Die Lufthansa setzt ebenfalls darauf, die 13. Reihe auszulassen. Wollen Sie allerdings bei der Schnäppchenjagt ihr Glück versuchen, sollten Sie besser nicht allzu abergläubisch sein: Freitag, der 13. lohnt sich für flugreisende Sparfüchse, an diesem Tag sind die Tickets besonders günstig.

Abergläubische Menschen müssen mindestens ein Mal im Jahr in den sauren Apfel beißen, und sich ihrer Furcht stellen. Einen Freitag, den 13. gibt es in jedem Jahr. Maximal kann das Datum allerdings 3 Mal vorkommen.

Übrigens: Die krankhafte Angst vor Freitag, dem 13. nennt sich Paraskavedekatriaphobie. Diese Angst könnte weiterverbreitet sein, als man glauben mag. So kam es in den vergangenen Jahren an einem Freitag, den 13. zu fünfmal so vielen Krankschreibungen.

Woher kommt der Aberglaube?

"Das Duzend des Teufels" so wurde im Volksmund lang Zeit die Zahl 13 benannt. Als Nachfolger der Zahl 12, hat die 13 kein leichtes Spiel. So spielt das Zwölfersystem in vielen Kulturkreisen eine besondere Rolle. Das Jahr ist in 12 Monate unterteilt, jeder Tag zählt gleich zwei Mal 12 Stunden, wir zählen 12 Tierkreiszeichen sowie 12 römische Hauptgötter und Jesus versammelte stets seine 12 Apostel um sich. Die Zahl 13 fällt aus dem so harmonischen Duzend heraus, daher: "Das Duzend des Teufels".

Und wie ist es um den Freitag bestellt? Während heutzutage das heißersehnte Wochenende damit verbunden wird, war der Freitag im Christentum vornehmlich mit der Kreuzigung Jesu Christi verbunden. Seinen Tod betrauern die Gläubigen am Karfreitag. Als unheilvoller Schreckenstag ist Freitag, der 13. allerdings erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts gefürchtet.

1907 schrieb der US-Amerikaner Thomas William Lawson den Roman "Friday the 13th". Lawson selbst gelangte durch Börsenspekulationen zu immensen Reichtum und auch sein Werk handelt von einem Wall-Street-Makler. Dieser will allerdings eine Firma in den finanziellen Ruin stürzen und löst zu diesem Zweck einen Kursrutsch aus. An einem Freitag, den 13. Damit zieht er nicht nur die Firma, sondern auch sich selbst ins Verderben.

In Deutschland gewann das Datum Freitag, der 13. als Unglückstag mit der Veröffentlichung des Films "Freitag der 13." des Regisseurs Richard Oswald im Jahr 1916 an Bedeutung. Im Film wird eine Familie an diesem Tag von Tragödien heimgesucht und die Familienmitglieder verlieren unter rätselhaften Umständen ihr Leben. Auch die Komödie "Freitag der 13." des Regisseurs Erich Engels, tut nichts Gutes für die Reputation dieses angeblich so unheilvollen Datums.

So entstehen Bräuche: In unserem Video erklären wir Ihnen alles wissenswerte, zum Internationalen Frauentag:

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Freitag, der 13. in anderen Ländern

Nicht überall fürchten sich die Menschen vor dem angeblichen Unglückstag Freitag, den 13. In Spanien und Griechenland bleibt zwar die Angst vor der 13, jedoch nur, wenn das Datum auf einen Dienstag fällt. In Italien hingegen traut man Freitag, dem 17. nicht über den Weg. Und weil die Aussprache des Wortes Vier so ähnlich klingt, wie die des chinesischen Worts für Tod, gilt diese Zahl in China und Japan als Unglücksstifter.

In Japan und im jüdischen Glauben gilt die 13 dagegen als absolute Glückszahl. Weil sich der jüdische Kalender nach dem Mond orientiert und der Vollmond immer am 14. eines jeden Monats in Erscheinung tritt, wird es in der jüdischen Tradition als Glücksfall betrachtet,wenn der Vollmond auf einen Sabbat (Samstag) fällt. Demzufolge ist auch Freitag, der 13. ein wahrer Glücksbringer.

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Na, sind auch Sie abergläubisch? Meist ist es ein harmloser Spaß, doch Aberglaube hat auch ernsthafte, negative Konsequenzen. Darum gibt es so viele schwarze Katzen im Tierheim.

Nicht nur am Freitag, den 13. geht es etwas seltsam zu. Auch an Weihnachten gibt es jede Menge skurrile Bräuche. Hier stellen wir Ihnen die kuriosesten Weihnachtsbräuche der Welt vor.

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