13.11.2020 - 08:43

Infektionsrisiko minimieren In Nordrhein-Westfalen gibt es Corona-Weihnachtsferien

Wie Yvonne Gebauer, Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen, bekannt gab, werden in dem Bundesland wegen Corona die Weihnachtsferien verlängert.

Foto: imago images/Political-Moments

Wie Yvonne Gebauer, Bildungsministerin in Nordrhein-Westfalen, bekannt gab, werden in dem Bundesland wegen Corona die Weihnachtsferien verlängert.

Um das Infektionsrisiko an Weihnachten zu minimieren, zieht Nordrhein-Westfalen die Weihnachtsferien vor.

Nach den zahlreichen Herausforderungen, vor die die Pandemie Kinder und Jugendliche dieses Jahr gestellt hat, dürfen sich Schüler in Nordrhein-Westfalen wegen Corona zumindest über verlängerte Weihnachtsferien freuen. Diese sollen anstatt wie sonst am 23. Dezember dieses Jahr bereits am 18. Dezember beginnen. Nachdem Ministerpräsident Armin Laschet das Thema bereits am Dienstag angesprochen hatte, zog Schulministerin Yvonne Gebauer am Mittwoch nach und verkündete die längeren Corona-Weihnachtsferien offiziell.

Diesen Sinn haben die Corona-Weihnachtsferien in Nordrhein-Westfalen

Dadurch, dass die Schüler in Nordrhein-Westfalen am 21. und 22. Dezember freibekommen, liegen 5 volle Tage zwischen dem letzten Schultag und dem Weihnachtsfest und den daran anschließenden Weihnachtsfeiertagen. Den Schülern soll so ermöglicht werden, eine Art "Vorquarantäne" vor den Familientreffen einzuhalten, wie sie auch der Virologe Dr. Christian Drosten empfiehlt. Der Gedanke dahinter ist, dass Schüler, die sich mit dem Virus infiziert haben, innerhalb dieser fünf Tage vermutlich Symptome entwickeln würden, so dass die Wahrscheinlichkeit, das Virus vor Symptombeginn unwissentlich an Familienmitglieder weiterzugeben, geringer ist.

Wie der Spiegel berichtete, will Yvonne Gebauer in den kommenden Tagen mit den Lehrer-, Eltern- und Schülerverbänden klären, wie man den Ausfall der beiden Schultage im kommenden Jahr kompensieren könne. Außerdem wolle man eine Notbetreuung für den 21. und 22. Dezember organisieren.

Das sagen die anderen Bundesländer zu den Corona-Weihnachtsferien

Gesundheitsminister Jens Spahn hatte sich am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" positiv gegenüber dem Ansatz Nordrhein-Westfalens geäußert und ihn als "Teil der Debatte" bezeichnet. Die anderen Bundesländer hingegen stehen dem Vorschlag bislang eher negativ gegenüber. Wie die Tagesschau berichtete, argumentiert beispielsweise die niedersächsische Landesregierung damit, dass die fünf Tage immer noch weniger als die Inkubationszeit von Covid-19 seien und bezeichnet den Vorstoß als "Botschaft von Scheinsicherheit". Für einige Bundesländer erübrigt sich die Diskussion des Vorschlags ohnehin, da die Ferien dort bereits regulär am 21. Dezember beginnen und somit ebenfalls fünf Tage zwischen dem letzten Schultag und Weihnachten liegen.

Am Montag beraten sich Angela Merkel und die Ministerpräsidenten darüber, wie es mit dem Lockdown und den Corona-Maßnahmen in Deutschland weitergeht. Es ist gut möglich, dass es im Rahmen dieser Besprechung noch einmal zu Kursänderungen kommen wird.

Auch bei längeren Weihnachtsferien muss gewährleistet sein, dass diese keine Probleme für arbeitende Eltern mit sich bringen: Längere Corona-Schulferien? Arbeitende Eltern vs. Kinderbetreuung. Natürlich ist selbst bei verlängerten Ferien große Vorsicht geboten: Hat mein Kind Corona? Dieses Symptom zeigt's Ihnen!

Mehr Neuigkeiten und Informationen zum Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Lesen Sie hier zum Beispiel noch einmal nach, warum Virologe Christian Drosten eine "Vorquarantäne" bei Familienfeiern empfiehlt.

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