Aktualisiert: 12.11.2020 - 17:15

Initiative wurde jetzt geehrt Zu alt? Von wegen: Diese Omas gehen demonstrieren!

Auch gegen Coronaleugner gehen "Omas gegen Rechts" auf die Straße. Die Initiative wurde für ihr Engagement im Kampf gegen Extremismus jeder Art, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus ausgezeichnet.

Foto: imago images / Michael Schick

Auch gegen Coronaleugner gehen "Omas gegen Rechts" auf die Straße. Die Initiative wurde für ihr Engagement im Kampf gegen Extremismus jeder Art, Frauenfeindlichkeit und Antisemitismus ausgezeichnet.

"Omas gegen Rechts" ist eine Initiative, die sich ein- und mitmischen will. Die gefährlichen Gruppierungen und Tendenzen Einhalt gebieten will. Dafür geht die Gruppe auf die Straße. Für ihr Engagement wurde sie jetzt sogar ausgezeichnet.

Wer sagt, dass ältere Leute für ihre Überzeugung nicht mehr auf die Straße gehen? Wo steht, dass politischer Diskurs Männern vorbehalten ist? Die Initiative "Omas gegen Rechts" zeigt, dass es auch anders geht: Die AktivistInnen demonstrieren immer wieder für Demokratie und Menschenrechte. Für so viel Engagement gab's jetzt eine Auszeichnung!

Ausgezeichnet, die Initiative "Omas gegen Rechts"

Fremdenfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Extremismus in jedweder Form ist den "Omas gegen Rechts" ein Dorn im Auge. Sie stehen für Toleranz und Menschenwürde ein – wo immer es ihnen ein Anliegen ist, sind sie auf der Straße zu sehen, um mit Schildern in der Hand gegen Unrecht zu demonstrieren.

So waren die AktivistInnen gerade in Wien "gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus & Dschihadismus" zu sehen, wie sie auf Instagram schreiben.

Mit einer 30-tägigen Mahnwache haben sie neulich ein Zeichen für die Menschen in Not auf Lesbos gesetzt. Auch bei "Fridays for Future" sind sie regelmäßig zu sehen, und im Juli haben sie mit ihrem Widerstand in Form von Demonstrationen mit dafür gesorgt, dass der antifaschistische Mahnstein vor dem Hitlerhaus in Braunau stehen bleibt. Wie schön, dass diese Initiative für ihr tolles Engagement geehrt wurde!

"Omas gegen Rechts" erhalten Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat der Initiative "Omas gegen Rechts" jetzt den Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage 2020 verliehen.

Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte die Initiative in seiner Laudatio: "Die 'Omas gegen Rechts' bringen ihre Lebenserfahrung und ihre Zeit ein, um sich für unsere Demokratie zu engagieren. Sie setzen laut und deutlich ein Zeichen gegen den wachsenden Antisemitismus und Rassismus sowie gegen Frauenfeindlichkeit." Anfeindungen gäbe es immer wieder – doch davon würden sich die AktivistInnen nicht abhalten lassen: "Ihr Engagement ist vorbildlich und sollte in unserem Land stärker gewürdigt werden als bislang."

Bei "Omas gegen Rechts" sind alle willkommen

Haben Sie Lust, bei den "Omas gegen Rechts" mitzumischen? Prima! Und keine Sorge, es gibt weder alters- noch geschlechtsspezifische Vorschriften, auch wenn der Name es vermuten ließe: Bei der "zivilgesellschaftlichen überparteilichen Initiative, die sich in den politischen Diskurs einmischen will" – so heißt es auf der Webseite – ist jede und jeder willkommen: "auch Opas, Kinder, Enkelkinder, Freund*innen".

Und warum dann der Fokus auf die Oma? Auch das wird auf der Webseite erklärt: "Die ältere Frau als öffentliche politische Kraft ist nicht in unserem kollektiven Bewusstsein gespeichert. Deshalb müssen Frauen öffentlich auftreten, nicht als Einzelperson und Ausnahme, nicht als Star, sondern als Gruppe, die auffällt."

Wir gratulieren "Omas gegen Rechts" zu der Auszeichnung und wünschen ihnen regen Zulauf!

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