Aktualisiert: 27.01.2021 - 08:19

Willkommen Champ & Major! "First Dogs": Endlich wieder Hunde im Weißen Haus

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Einer von Joe Bidens Schäferhunden ist ein ausgebildeter Rettungshund. (Beispielbild)

Foto: iStock/Bigandt_Photography

Einer von Joe Bidens Schäferhunden ist ein ausgebildeter Rettungshund. (Beispielbild)

Seit einer Woche ist der neue US-Präsident Joe Biden nun schon im Amt! Mit ihm ins Weiße Haus zogen außerdem seine zwei Schäferhunde Champ & Major! Endlich gibt es wieder goldige Vierbeiner im Amtssitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Während der vierjährigen Amtszeit von Donald Trump gab es im Weißen Haus keine Hunde. Joe Bidens Wahlsieg der demokratischen Partei ist für viele ein Grund zur Freude, der durch die Tatsache, dass endlich wieder "First Dogs" ins Weiße Haus einziehen, noch größeren Jubel auslöst. Schon seit 2008 ist Champ ein Mitglied der Biden-Familie. Gemeinsam mit seiner Frau Jill adoptierte Joe Biden 2018 Major aus dem Tierheim.

"First Dogs" im Weißen Haus: Champ & Major reihen sich in die Tradition ein

Während seiner Amtszeit duldete Donald Trump keine Hunde im Weißen Haus. Seine Abneigung machte Trump auch mit dem Statement: "Wie würde das aussehen, wenn ich mit einem Hund über den Rasen des Weißen Hauses spazieren würde", deutlich. Wie zuträglich das dem Sympathie-Faktor des Ex-Präsidenten ist, lassen wir an dieser Stelle mal unkommentiert. Immerhin: Sein Kontrahent Biden nutzte die Aussage Trumps für einen Wahlwerbespot. Der Appell: "Hunde zurück ins Weiße Haus".

Die lange Tradition der "First Dogs"

Mit seiner Entscheidung, keine Hunde im Weißen Haus zu halten, bricht Donald Trump mit einer Tradition, die seit über einem Jahrhundert besteht. Bo und Sunny hießen die bisher letzten Hunde im Weißen Haus, sie gehörten dem 44. US-Präsidenten Barack Obama und seiner Familie. Bo kam schon 2009, als Geschenk an die Töchter Malia und Sasha, zur Familie. 2013 folgte Sunny, ebenfalls ein portugiesischer Wasserhund. Die beiden eroberten die Herzen der Familie und der Mitarbeiter des Präsidenten im Sturm.

Auch George W. Bush entpuppte sich als echter Hundenarr. Mit der Liebe für seinen Scottish Terrier Barney blieb er im Weißen Haus allerdings allein. Der Hund galt als bissig und war dementsprechend nicht unbedingt beliebt beim Personal und Journalisten.

Bei Bill Clinton durfte nicht nur Kater Socks einziehen, auch der schokobraune Labrador Buddy lebte mit der Familie im Weißen Haus.

Gemunkelt wird allerdings, dass Socks und Buddy sich ganz und gar nicht verstanden. Der Name Buddy ist übrigens eine Homage an den verstorbenen Großonkel des 42. US-Präsidenten.

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Auch bei George H. W. Bush senior und seiner Frau Barbara machte ein Hund die Familie komplett. Die Spanieldame Millie brachte im Weißen Haus sogar ihre Welpen zur Welt.

Ein Welpe Namens Spotty ging an George W. Bush, die Hündin war die Vorgängerin von Terrier Barney.

Nancy und Ronald Reagan besaßen einen goldigen King-Charles Spaniel mit dem Namen Rex. Davor gab es einen Bouvier namens Lucky, der sich allerdings als zu wild für das Weiße Haus erwies und auf die Farm der Reagans in Kalifornien umziehen musste.

Exotische Haustiere der US-Präsidenten

Hunde, Katzen und Kaninchen waren nicht die einzigen Tiere, die Theodor Roosevelt im Weißen Haus hielt. Der 26. Präsident der USA besaß quasi einen ganzen Zoo. Dazu gehörten auch eine Schlange, Eulen, ein Dachs und eine Hyäne. Letztere war ein Geschenk von Menelik II. Der äthiopische Herrscher ließ die Roosevelt die Hyäne zum Wahlsieg zukommen. Bei ihrem neuen Besitzer lernte "Bill" einige Tricks, bevor sie ihr neues zuhause in einem Zoo fand.

Mit sonderbaren Geschenken machte auch Präsident Calvin Coolige seine Erfahrungen. 1927 zog mit "Billy" das erste Zwergflusspferd ins Weiße Haus ein. Bei der Bevölkerung erfreute sich das Tier enormer Beliebtheit. Billy war eine Mutter für sage und schreibe 23 kleine Flusspferde. Doch bei diesem Geschenk blieb es nicht für den 30. Präsident der Vereinigten Staaten. Aus Südafrika erhielt er zwei Löwenbabies, denen er die Namen "Tax Reduction" und "Budget Bureau" gab.

Alligatoren im Weißen Haus? Absolut! Tatsächlich hielten gleich zwei Präsidenten die Reptilien als Haustiere. John Quincy Adams soll es geliebt haben, seine Gäste mit dem Alligator zu schockieren. Mit Herber Hoover und seiner Familie zogen auch die beiden Alligatoren seines Sohns Allan ins Weiße Haus ein.

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