09.11.2020 - 09:26

Gefroren und importiert Corona-Ausbruch in China: Ist eine deutsche Schweinshaxe der Grund?

In China hat sich das alltägliche und wirtschaftliche Leben weitgehend normalisiert. Dieses Bild zeigt Besucher der 3. Internationalen Importmesse Chinas (CIIE) in Shanghai am 5. November. In der ostchinesischen Stadt Tianjin hingegen wurde wegen Corona der Kriegsmodus ausgerufen. Der Grund dafür soll eine deutsche Schweinshaxe sein.

Foto: imago images/VCG

In China hat sich das alltägliche und wirtschaftliche Leben weitgehend normalisiert. Dieses Bild zeigt Besucher der 3. Internationalen Importmesse Chinas (CIIE) in Shanghai am 5. November. In der ostchinesischen Stadt Tianjin hingegen wurde wegen Corona der Kriegsmodus ausgerufen. Der Grund dafür soll eine deutsche Schweinshaxe sein.

Laut der chinesischen Regierung gibt es in dem Land seit Monaten kaum noch Infektionen mit dem Coronavirus. Für einen neuen Ausbruch soll eine deutsche Schweinshaxe verantwortlich sein.

Nachdem China Anfang 2020 das erste Land gewesen war, in dem das Coronavirus großflächig wütete, ist die Situation dort laut der chinesischen Regierung mittlerweile unter Kontrolle. Seit Monaten soll es kaum noch Neuinfektionen geben. Nun gibt es allerdings einen neuen Fall: Wie chinesische Medien berichteten, hat sich in der ostchinesischen Stadt Tianjin ein Arbeiter mit dem Virus infiziert. Der Auslöser des neuen Corona-Ausbruchs in China soll eine deutsche Schweinshaxe sein.

Deutsche Schweinshaxe sorgt für Corona-Trubel in China

Laut Informationen der chinesischen Regierung haben sich das alltägliche Leben und die Wirtschaft in China größtenteils wieder normalisiert. Kleinere lokale Ausbrüche sorgen allerdings immer wieder für Aufruhr und ziehen Schutzmaßnahmen nach sich – auch jetzt ist das wieder der Fall:

In Tianjin hat sich ein Arbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Die Infektion soll in einem Kühlhaus erfolgt sein, der Auslöser laut Regierung eine gefrorene Schweinshaxe aus Bremen, die nach Tianjin importiert worden war und weiter nach Dezhou transportiert werden sollte. Anscheinend wurden Spuren des Virus an der Verpackung der Schweinshaxe festgestellt.

Laut Angaben der englischsprachigen chinesischen Zeitung "Global Times" wird der infizierte Arbeiter in einem Krankenhaus behandelt. Weiterhin wurden acht Personen aus dem Umfeld des Arbeiters unter Quarantäne gestellt. Bisher wurde keiner von ihnen positiv getestet. 59 weitere Personen wurden ebenfalls getestet und befinden sich unter Beobachtung. Außerdem wurde in Tianjin der "Kriegsmodus" ausgerufen.

China ordnet Desinfektion importierter Lebensmittel an

Bereits früher hatte China importierte Lebensmittel für neue Corona-Ausbrüche verantwortlich gemacht. Im Juni sollen Spuren des Virus an Schneidebrettern für importierten Lachs festgestellt worden sein, im August an Chickenwings aus Brasilien. Laut "Global Times" sollen importierte, gefrorene Lebensmittel aufgrund der jüngsten Ereignisse in Zukunft gründlich desinfiziert werden, bevor sie in den Verkauf gehen.

Weitere Neuigkeiten und Informationen über das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Zum Thema Corona und Lebensmittel empfehlen wir Ihnen diesen Artikel: Kann man sich über bestelltes Essen mit Corona infizieren? Eine andere Frage, die im Moment viele beschäftigt, ist diese: 6 Tage "Lockdown Light": Das bringen die Auflagen wirklich!

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