06.11.2020 - 07:28

Nutzungspflicht Corona-Warn-App: Werden wir bald gezwungen, sie zu installieren?

Wird die Corona-Warn-App bald zu jedermanns Begleiter? Könnte sein, wenn sie zur Pflicht wird. Doch was machen dann Menschen ohne Smartphone?

Foto: imago images / MiS

Wird die Corona-Warn-App bald zu jedermanns Begleiter? Könnte sein, wenn sie zur Pflicht wird. Doch was machen dann Menschen ohne Smartphone?

Bald kann sich vielleicht keiner mehr der Verwendung der Corona-Warn-App entziehen, denn sie könnte für alle zur Pflicht werden. Die Details zu diesem Vorschlag!

21,1 Millionen Downloads sind bei der Corona-App zu verzeichnen (Stand 05.11.). Da geht noch mehr, findet auch der Bremer CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp und plädiert dafür, per Gesetz alle Bürger zur Nutzung der Corona-App zu verpflichten, wie heise online berichtete. Und was soll passieren, wenn man kein für diese Software taugliches Smartphone hat?

So funktioniert die Corona-App
So funktioniert die Corona-App

Corona-Warn-App: Wird sie für alle zur Pflicht?

Thomas Röwekamp ist nicht der einzige, der den Bürgern die Corona-Warn-App aufzwingen möchte. Auch ntv und RTL befürworten diese Idee. Der Chef vom Dienst in der ntv Wirtschaftsredaktion Andreas Laukat erklärte in diesem Zusammenhang, wolle man "mit einem tödlichen Virus frei leben", müsste man "Unfreiheit hinnehmen".

So sollen Menschen ohne Smartphone die Corona-App nutzen können

Bei diesem Vorschlag, die Nutzung der Corona-Warn-App für alle zum Muss zu erklären, kommt wohl sogleich bei jedem die Frage auf, wie denn Menschen ohne Handy bzw. ohne ein für diese App geeignetes Mobiltelefon diese neue Anordnung umsetzen würden? In solchen Fällen würde die Bundesregierung Steuergelder in die Hand nehmen und eine Ersatz-Hardware zur Verfügung stellen. Schlüsselanhänger oder Armbänder würde es dann anstelle der App auf dem Smartphone geben.

Neue Funktionen für die Corona-Warn-App in Sicht

Wird die Verpflichtung der Corona-Warn-App Realität, würden sich vielleicht zwangsläufig mehr Menschen mit der Pandemie-Eindämmungs-Software anfreunden, die bis jetzt aufgrund von Fehlerhaftigkeit nicht das beste Image hatte. Auch anstehende Updates, die aber noch nicht offiziell bestätigt sind, könnten dazu beitragen.

Ab Ende dieses Monats soll laut den Projektplänen von Telekom und SAP die App eine Erinnerungsfunktion haben, die darauf aufmerksam macht, dass das positive Coronatestergebnis in der App weiterzugeben ist. Für nächsten Monat ist geplant, Statistiken zur Nutzung der App, zu Fallzahlen und Inzidenzwerten an die Nutzer zu übergeben. Im Februar 2021 soll die Namenshinterlegung in Gaststätten per QR-Code laufen und ein Kontakttagebuch geführt werden können.

Dass die Corona-Warn-App bislang einen schlechten Ruf hatte, lag unter anderem auch an ihrer Fehlerhaftigkeit. Denn bei der Corona-Warn-App traten diese Probleme am häufigsten auf. Mit solch andauernden Ausfällen kann das Coronavirus natürlich nicht bekämpft werden. Hoffen wir, dass die neuen Funktionen weniger Probleme bereiten werden.

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