05.11.2020 - 19:41

Optischer Makel Wie gefährlich ist ein Riss in der Wand?

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Ein Riss in der Wand sieht nicht schön aus. Doch ist er auch harmlos?

Foto: iStock.com/Photographer, Vectors

Ein Riss in der Wand sieht nicht schön aus. Doch ist er auch harmlos?

Haben Sie in Ihrer Wohnung auch schon einen Riss in der Wand entdeckt? Welche harmlos sind – und welche wiederum Gefahren bergen, lesen Sie hier.

Sicher haben Sie sich auch schon einmal erschreckt: ein Riss in der Wand! Dünne, oftmals zackig verlaufende Einrisse im Wohnraum sind nicht nur unästhetisch, sondern können manchmal auch tückisch sein.

Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um Risse in der Wand und welche Gefahren dahinter lauern. Außerdem klären wir auf, ob man kritische Stellen auch mit dem bloßen Auge selber erkennen kann.

Riss in der Wand: Wie gefährlich ist das eigentlich?

Für viele Fälle gilt erst einmal Entwarnung. Denn tatsächlich handelt es sich meistens um dünne Haarrisse, die nicht problematisch sind für die Statik des Gebäudes. Sie können zwar optisch stören, bergen aber keine Gefahren. Grund für diese Art von Riss ist, dass sich etwas im Bauwerk bewegt. Und das ist in der Regel völlig normal. (Übrigens:Risse im Waschbecken? So entfernen Sie sie.)

Doch manchmal steckt mehr hinter dem Riss in der Wand. Im schlimmsten Fall kann es auch ein Setz- bzw. Spannungsriss sein. Diese kommen häufig in Neubauten vor. "myHOMEBOOK.de" zitiert dazu Steffen Cordes, Experte vom TÜV Rheinland: "Setz- oder Spannungsrisse können treppenförmig im Mauerwerk in den Fugen auftreten, wenn sich ein Gebäude noch setzt."

Haar- und Putzrisse sind in der Regel harmlos

Auch Putzrisse kommen vor. "Der Klassiker sind Putzrisse, beispielsweise zwischen Betondecke und Putz- oder Trockenbauwand, die durch Wärmeentwicklung oder Restfeuchte im Bau entstehen können. Die sind in der Regel harmlos und können nachbearbeitet werden", sagt Cordes. Hier hilft eine Sanierung des Hauses.

Wände zu streichen ist während der Pandemie eine gute Idee: 5 Einrichtungstipps während der Corona-Quarantäne. Und hier sagen wir Ihnen, wie Sie die richtige Farbe für jedes Zimmer finden.

Wichtig ist es, in solchen Fällen auf jeden Fall nach der Ursache des Risses zu suchen. Allerdings sollte dazu am besten der Rat eines Sachverständiger eingeholt werden. Denn leider kann man mit bloßem Auge als Laie eben nicht erkennen, ob es sich um einen harmlosen Haarriss oder um einen bedrohlicheren Setzriss handelt – oder ob im schlimmsten Fall sogar Baumangel vorliegt.

Dokumentieren Sie Risse schriftlich und mit Fotos!

Die Alarmglocken sollten schrillen, wenn Risse weiter wachsen. Das heißt nicht automatisch, dass ein Gebäude einzustürzen droht. Dennoch muss hier der Experte ein Auge drauf werfen. Kritisch wird es, wenn der Riss in der Wand länger wird und sich zudem verformt und breiter wird. Dann sollte man wirklich die Flucht ergreifen und das Haus schnell verlassen. Solche Fälle sind hierzulande allerdings die Seltenheit.

Doch wie genau sollten Sie bei vorgehen, sobald ein Riss entdeckt wird? Dokumentieren ist hier sehr wichtig. Vor allem bei Einzug in ein Haus oder eine Wohnung sollte bei der Übergabe alles schriftlich oder mit Fotos festgehalten werden, um nachträglich Mängel zu belegen. Bemerken Sie, dass sich die Risse in Form und Größe verändern, sollte umgehend der Vermieter informiert werden.

Weitere spannende Artikel rund um Ihre eigenen vier Wände finden Sie auch auf unserer Themenseite Haushaltstipps.

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