Aktualisiert: 05.11.2020 - 20:57

Notschlachtung Coronavirus mutiert: Tötung von bis zu 17 Millionen Nerzen in Dänemark erforderlich

Gezüchteten Nerzen steht in Dänemark der Tod bevor, um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen.

Foto: iStock.com/Georgy_Golovin

Gezüchteten Nerzen steht in Dänemark der Tod bevor, um die Corona-Pandemie weiter einzudämmen.

Nerze, die für die Pelzproduktion gezüchtet werden, müssen nun sterben, um der Corona-Pandemie Herr werden zu können. Zu den Details der großen Notschlachtaktion Dänemarks!

Um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, müssen auch mutierte Formen des Virus im Blick behalten werden. Das tut derzeit Dänemarks Regierung und handelt, wie ntv und Presse-Agenturen wie DPA und AFP berichteten. Weil bei vielen Nerzen eine mutierte Form des Coronavirus nachgewiesen wurde, müssen ihre Artgenossen nun ihr Leben lassen.

Wegen Corona: Bis zu 17 Millionen Nerze werden in Dänemark notgeschlachtet

Der größte Exporteur von Nerzfellen weltweit ist Dänemark. Daher gibt es dort auch mehr als 1000 Farmen. Doch nun wurde in 207 Zuchtbetrieben bei den Nerzen eine mutierte Form des Coronavirus entdeckt. Sogar eine Ansteckung von Menschen habe es hierdurch schon gegeben. Daher die Konsequenz: Alle Nerze – das sind 15 bis 17 Millionen Tiere bei unseren Nachbarn im Norden – müssen notgeschlachtet werden. 67 Farmen haben dieses aufwändige Unterfangen bei so vielen Nerzen schon hinter sich.

"Es ist notwendig, alle Nerze zu keulen"

Mit der Notschlachtung, die so schnell wie möglich erfolgen wird, soll verhindert werden, dass sich noch mehr Menschen anstecken und die mutierte Form sich in der Welt verbreitet. Außerdem soll vorgesorgt werden, dass künftige Impfungen durch die mutierte Coronavirus-Form nicht ihre Wirksamkeit verlieren. "Es ist notwendig, alle Nerze zu keulen", erklärte daher Regierungschefin Mette Frederiksen.

Entschädigung für Nerzzüchter in Sicht

12 am mutierten Coronavirus erkrankte Personen gibt es bereits in Jütland. Zudem wurde erkannt, dass die neue Coronaform nicht mit gleicher Wirkung auf Antikörper reagiert wie die bereits länger bekannte Form. Gesundheitsminister Magnus Heunicke wies daher auf eine spezielle Bedrohung hin – weshalb die Nerze sterben müssen. Für die Nerzzüchter wird es wenigstens eine Entschädigung geben, wie Lebensmittelminister Mogens Jensen bekanntgab.

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Um die ersehnte Corona-Impfung nicht zu gefährden, müssen die Nerze in Dänemark getötet werden. Aber wie wird eigentlich die Corona-Impfung ablaufen? Was plant Deutschland?

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