Aktualisiert: 27.10.2020 - 14:25

NRW-Gesundheitsministerium warnt Merkels "Lockdown light": Strategiepapier warnt vor Kollaps und empfiehlt diese krassen Maßnahmen

Wird Angela Merkel über Deutschland den "Lockdown light" verhängen?

Foto: imago images / Jens Schicke

Wird Angela Merkel über Deutschland den "Lockdown light" verhängen?

Morgen Mittag schlägt wieder die Stunde der Wahrheit. Merkel und die 16 Ministerpräsidenten entscheiden, wie es im Fall Corona in Deutschland weitergeht und welche weiteren Schutzmaßnahmen eingeführt werden. Jetzt ist schon etwas bekannt.

In den vergangenen Monaten trafen uns immer wieder neue Corona-Bestimmungen. Vor allem am Anfang der Krise kam es zu zahlreichen Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Nachdem sich viele Beschränkungen dann im Sommer gelockert haben, nehmen sie nun wieder zu. Erst zu Beginn der Herbstferien der Erlass des Beherbergungsverbots und Co – und nun müssen wir noch einmal sehr stark sein. Denn Merkel könnte über Deutschland den "Lockdown light" verhängen, wie Bild berichtete. Außerdem liegt ein Stategie-Papier aus NRW vor, wie rtl.de berichtete. Das sind die aktuellen Infos.

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"Lockdown light" – bereitet Merkel diese Corona-Maßnahme gerade vor?

Eigentlich sollte der Corona-Gipfel per Video von Merkel und allen Länderchefs erst am Freitag stattfinden. Angesichts der verschlimmerten Corona-Lage in Deutschland hat Merkel dieses Treffen aber auf Morgen vorverlegt. Dann wird ab 13 Uhr entscheiden, mit welcher Lockdown-Art wir in nächster Zeit zurechtkommen müssen. Der von Merkel geplante Lockdown light könnte folgende Maßnahmen umfassen.

Die Gastronomie und Veranstaltungsbranche wird es vermutlich am härtesten treffen. Restaurants und Bars könnten komplett dicht gemacht werden und auch von Veranstaltungen wäre in nächster Zeit nichts mehr zu sehen. Geschäfte hingegen sollen mit Einschränkungen weiterhin offen bleiben. Ebenso Schulen und Kitas, wenn sie sich nicht gerade in einem Gebiet befinden, in dem die Corona-Zahlen am Explodieren sind.

Strategie-Papier aus NRW mit diesen drastischen Maßnahmen

Werden Sie wieder dichtgemacht die Fitnessstudios, Sportclubs und Kletterhallen, werden die Weihnachtsmärkte dieses Jahr ganz ausfallen? Diese Pläne will Nordrhein-Westfalen in die Corona-Beratungen der Bundesländer mit Kanzlerin Merkel am Mittwoch nehmen. Soviel verrät das aktuelle Strategiepapier aus dem NRW-Gesundheitsministerium, das RTL und ntv vorliegt.

Gesundheitssystem vor dem Kollaps?

Ist das ein Modell für ganz Deutschland? Das NRW-Gesundheitsministerium warnt in dem Papier: "Bei derzeitigem Verlauf der Pandemie stehen nach jetzigem Berechnungsstand zum Jahreswechsel weniger Beatmungsbetten zur Verfügung als benötigt werden." Steht unser Gesundheitssystem vor dem Kollaps, wenn die Zahlen exponentiell weiter steigen? Die Worte lassen aufhorchen.

Außerdem schlägt das Gesundheitsministerium vor, ähnlich wie im Frühjahr, die Fläche pro Kunde in einem Laden auf 10 Quadratmeter zu erhöhen. Das bedeutet, dass sich weniger Kunden zur gleichen Zeit in einem Laden aufhalten dürfen.

Kontaktbeschränkungen sollen kommen

Auch die privaten Kontakte müssten laut Strategiepapier weiter reduziert werden. Dafür sollen Zusammenkünfte mit mehr als zehn Personen im privaten Raum und mit mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum untersagt werden, wenn der Anstieg der Infektionszahlen nicht spätestens binnen zehn Tagen zum Stillstand kommt. Was bekanntlich nicht passiert ist.

Weiterer Plan: Eine Quarantäne solle auch für Menschen gelten, die mit direkten Kontaktpersonen von Infizierten zusammenleben. Und die Quarantäne erst beendet werden können, wenn ein Corona-Test negativ ist.

Mit Beschlüssen wird gerechnet

Dass Beschlüsse aus diesem Treffen Merkels mit den Ministerpräsidenten hervorgehen werden, sei sehr wahrscheinlich, wie Regierungssprecher Steffen Seibert am gestrigen Tag verkündete. Weiter sprach er davon, dass es das Ziel sei, einen gemeinsamen Weg in Deutschland gegen die steigenden Corona-Infektionszahlen zu finden: "Unser Augenmerk muss darauf liegen, was können Bund, Länder gemeinsam tun, um möglichst schnell diesen Trend zu brechen."

Zum Coronavirus, das uns derzeit einfach keine Pause gönnt und uns zu immer mehr Schutzmaßnahmen zwingt, lesen Sie noch mehr auf unserer Themenseite.

Das Gruselfest steht vor der Tür. Aber das kann natürlich in 2020 auch nicht stattfinden. An Türen klingeln und Süßigkeiten sammeln – der beliebte Halloweenbrauch soll dieses Jahr ausfallen!

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