Aktualisiert: 27.10.2020 - 15:01

Kurzarbeit, Krankenkasse, Kindergeld Wo Sie wegen Corona mit Änderungen rechnen sollten

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Aufgepasst: Bei Kurzarbeit, Krankenkassenbeiträgen und Kindergeld könnte sich wegen Corona einiges ändern...

Foto: iStock.com/Marcus Millo

Aufgepasst: Bei Kurzarbeit, Krankenkassenbeiträgen und Kindergeld könnte sich wegen Corona einiges ändern...

Das Coronavirus schränkt die Menschen rund um den Globus nicht nur in ihrer Freizeit ein – es bringt auch Änderungen bei Einnahmen und Ausgaben mit sich. Was das in Bezug auf Kurzarbeit, Krankenkasse und Kindergeld heißen könnte.

Das ganze Leben steht Kopf: Wegen des Coronavirus ist so gut wie nichts mehr so, wie es einmal war. Auch was Einschränkungen, Kosten und Beiträge angeht. Lesen Sie, welche Änderungen bei Kurzarbeit, Krankenkasse und Kindergeld auf Sie zukommen könnten.

Änderungen wegen Corona bei der Krankenkasse: Müssen wir höhere Beiträge zahlen?

Schon im Mai war die Rede davon, dass die Krankenkassenbeiträge wegen Corona steigen könnten – damals äußerte sich Gesundheitsökonom Prof. Wolfgang Greiner gegenüber "Bild": "Wenn die Wirtschaft schrumpft, schrumpfen auch die privaten Einkommen und damit die Einnahmen der Kassen. Wir werden über höhere Beiträge sprechen müssen, wenn die Krise vorbei ist. Da sprechen wir von deutlich über 16 Prozent statt der bisherigen durchschnittlich 15,7 Prozent."

Stefan Reker von Verband der Privaten Krankenversicherungen sagt jetzt im Interview mit dem MDR: Wer in der gesetzlichen Krankenversicherung sei, müsse sich im kommenden Jahr auf eine Anhebung des Satzes um mindestens 0,2 Prozentpunkte einrichten. Er rechnet auch damit, dass etwa die Hälfte aller privat Versicherten ebenfalls mit Erhöhungen rechnen müssen. Schuld daran seien neben Corona auch die aktuelle Niedrigzins-Politik und kaum Anpassungen in den vergangenen Jahren aufgrund der Gesundheitsreformen.

Düstere Aussichten: "Mittelfristig droht eine Verdopplung des Zusatzbeitrags", prognostiziert Kassen-Experte Günter Neubauer, Direktor des Instituts für Gesundheitsökonomik, im Interview mit "Bild".

Kurzarbeiter im Einsatz bei den Gesundheitsämtern?

Könnten Kurzarbeiter eingesetzt werden, um den vollkommen überlasteten Gesundheitsämtern unter die Arme zu greifen? Zehntausende Mitarbeiter sollen dort fehlen, um Infektionen nachverfolgen zu können. Wie "Bild" berichtet, denken die Bundesländer wohl darüber nach – die Chefs der Staatskanzleien sollen bei einer Videokonferenz am Freitag darüber gesprochen haben.

Auch SoldatInnen der Bundeswehr unterstützen die Gesundheitsämter bereits bei der Nachverfolgung von Infektionsketten. So sagt die Stuttgarter Sozialbürgermeisterin Alexandra Sußmann der Stuttgarter zeitung, sie sei sehr dankbar, dass die Bundeswehr sehr schnell dem Antrag der Stadt gefolgt sei. Der Bedarf ist also hoch – rein rechtlich dürfen Kurzarbeiter derzeit auch bis zur vollen Höhe ihres Nettoeinkommens hinzuverdienen.

Jedenfall wird das Kurzarbeitergeld wegen der anhaltenden Krise verlängert.

Wird das Kindergeld länger ausgezahlt?

Der Universitätsbetrieb ist seit dem Frühjahr erheblich gestört: Aufgrund der Pandemie fallen unzählige Vorlesungen flach, Präsenzveranstaltungen sind nur eingeschränkt möglich. Das hat bereits zu einer Anhebung der Regelstudienzeiten in vielen Bundesländern gesorgt. Es fehlt eine entsprechende Verlängerung der Kindergeldzahlung für Studierende – denn die längere Studiendauer müssen sich Familien schließlich auch leisten können.

Ginge es nach SPD-Rechtsexperten Florian Post, würde das auch umgehend umgesetzt werden: "Es ist empörend genug, wie schlecht die Hochschulen durch die Corona-Krise stolpern und wie wenig Präsenzunterricht auch jetzt im Wintersemester stattfindet", sagt er "Bild" gegenüber. Studenten und deren Familien sollten finanziell geschützt werden, findet er. Bislang wird Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr gezahlt. Das solle seiner Meinung nach "um mindestens zwei Semester verlängert werden".

Fakt ist: Laut einem Gesetzesentwurf soll es ab 2021 mehr Kindergeld für Familien geben. Lesen Sie mal, wieviel. Und haben Sie schon die zweite Rate des Corona-Kinderbonus ausgezahlt bekommen?

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