Aktualisiert: 28.10.2020 - 11:25

Für den Schutz der Risikogruppen Halloween 2020: Dürfen Kinder dieses Jahr überhaupt sammeln gehen? Familienministerin ist dagegen

Der Halloweenbrauch, bei dem Kinder an fremden Haustüren klingeln und nach Süßigkeiten fragen, sollte dieses Jahr besser nicht stattfinden, um Corona-Infektionen zu vermeiden.

Foto: iStock.com/AleksandarNakic

Der Halloweenbrauch, bei dem Kinder an fremden Haustüren klingeln und nach Süßigkeiten fragen, sollte dieses Jahr besser nicht stattfinden, um Corona-Infektionen zu vermeiden.

Mit Gruselkostüm und einem furchteinflössend geschminktem Gesicht durch die Nachbarschaft zu ziehen, ist das Highlight eines jeden Halloweenfestes. Doch im Corona-Jahr 2020 wird von diesem Brauch abgeraten!

Am 31. Oktober wird sich schaurig verkleidet, der Beutel für die Süßigkeiten geschnappt und los geht’s um die Häuser, um die Nachbarn zu erschrecken und von ihnen ein paar Leckereien zu bekommen. Auf diesen Halloween-Spaß freuen sich die Kinder schon eine ganze Weile und sicher basteln viele zusammen mit ihren Eltern bereits an tollen Kostümen. Doch dieses Jahr soll der Halloweenbrauch ausfallen – zum Schutz vor Corona, wird gefordert!

Halloween alles rund um das Gruselfest
Halloween alles rund um das Gruselfest

Für Süßigkeiten an Türen klingeln: Halloweenbrauch soll dieses Jahr nicht stattfinden

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ist dagegen, dass die Kinder an Halloween auf der Jagd nach Süßen von Tür zu Tür ziehen. "Auch wenn das für Kinder und Jugendliche sehr traurig ist, aber Halloween, so wie sie es kennen, das geht in diesem Jahr nicht", so die SPD-Politikerin zur Zeitung "Welt". Der Grund sei das zu hohe Anckungsrisiko.

"Ich bin sicher: Wenn wir das den Kindern gut erklären, dann werden sie es auch verstehen.", fügt die Politikerin hinzu. Die Alternative ist ein Fest daheim: "Zu Hause, in einem kleinen Kreis, kann das Verkleiden und Naschen auch Spaß machen."

Wie die Deutsche Presse-Agentur und RTL bereits vor zwei Tagen berichteten, fordert das NRW-Gesundheitsministerium dazu auf, den Halloweenbrauch, bei dem von Tür zu Tür gezogen wird, um Naschereien zu bekommen, im Jahr 2020 ausfallen zu lassen. Grund dafür sei die Corona-Pandemie und die erhöhte Gefahr, dass vor allem Risikogruppen erkranken.

Wird diese Tradition zu Halloween durchgeführt, sieht das Ministerium zwei große Probleme. Zum einen könnten die 1,5 Meter Mindestabstand nicht gewahrt werden, wenn die Kinder plus Anhang "Süßes oder Saures" schreien und dabei einer/m Haus- oder Wohnungsbesitzer/in gegenüberstehen. Zum anderen möchten manche Menschen in Corona-Zeiten sicherlich keinen unerwünschten Besuch bekommen und verbitten sich das unerlaubte Betreten ihres Grundstückes.

An Halloween zuhause bleiben, um sich und andere zu schützen

Zwar ist es derzeit erlaubt, in kleinen Gruppen von fünf Personen in Risikogegenden bzw. zehn Personen in Nicht-Risikogebieten vor die Tür zu gehen, dennoch hält das Ministerium es nicht für ratsam, diesen Halloweenbrauch auch unbedingt dieses Jahr fortführen zu müssen. Wird das Halloweenfest in kleinstem Rahmen in die eigenen vier Wände verlegt, schützt man sich und andere vor dem Coronavirus – vor allem Risikogruppen, kann trotzdem Spaß haben und hält sich an die Empfehlung, so wenig Kontakte wir möglich zu haben.

Halloween können Sie sich auch daheim schön machen. Besonders schaurig wird es mit den besten Gruselfilmen aller Zeiten, die die Redaktion empfiehlt.

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