Aktualisiert: 30.10.2020 - 17:01

Geister und Monster Halloween: Ursprung, Bedeutung und Bräuche des Gruselfests

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Halloween ist bei Kindern total beliebt! Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich?

Foto: iStockphoto.com/kajakiki

Halloween ist bei Kindern total beliebt! Doch woher kommt dieser Brauch eigentlich?

Haben Sie sich eigentlich mal gefragt, wieso sich Ihre Nachbarschaft in der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November in ein Gruselkabinett verwandelt? Wer denkt, dass Halloween nur eine Kommerz-Falle aus den USA ist, liegt weit daneben. Wir verraten Ihnen, was hinter dem Feiertag des Schreckens steckt.

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November sieht man jährlich kleine Hexen, Gespenster, Vampire und Monster von Tür zu Tür ziehen. Mit dem Schlachtruf "Süßes, sonst gibt's Saures" fordern Kinder von den Bewohnern Süßigkeiten, ansonsten haben sie mit einem Streich zu rechnen. Erwachsene schlürfen währenddessen auf Partys "Blut"-Cocktails, knabbern an Würstchen, die wie abgehackte Finger aussehen, oder schauen auf dem Sofa gruselige Horror-Filme. Es ist die Nacht des Schreckens und der Gespenster: Halloween. Wir erklären Ihnen, warum dieser Brauch gefeiert wird, wie er nach Deutschland gekommen ist und wieso man eigentlich Kürbislaternen schnitzt.

Halloween: Wieso wird die Nacht der Untoten gefeiert?

Der Ursprung des Feiertags liegt in Irland: In vorchristlicher Zeit haben die Kelten am 31. Oktober mit "Samhain" das Ende des Sommers und den Beginn der kalten Jahreszeit gefeiert. Man glaubte, dass sich an diesem Tag die Toten auf die Suche nach denjenigen machten, die nächstes Jahr sterben sollten. Zur Abschreckung der bösen Geister haben die Kelten deshalb furchterregende Kostüme angezogen und große Feuer angezündet. Kleine Gaben vor den Häusern sollten die Geister zusätzlich besänftigen – daher kommt der Brauch des Süßigkeiten-Sammelns.

Die Christen feierten am 31. Oktober hingegen den Reformationstag, welcher im 9. Jahrhundert als "All Hallows Eve" bezeichnet wurde – oder kurz: "Halloween". Evangelische Christen erinnern an diesem Tag daran, dass der Mönch und Theologe Martin Luther 1517 seine 95 Thesen zur Reform der Kirche in Wittenberg veröffentlicht hat.

Irische Einwanderer haben im 19. Jahrhundert dann den keltischen Brauch nach Amerika gebracht, wo Halloween noch heute ausgiebig gefeiert wird. Bald ist der Feiertag mit seinen Traditionen dann auch nach Deutschland rübergeschwappt.

"Jack o' Lanterns" schützen vor bösen Geistern

Eine dieser Traditionen ist unter anderem das Schnitzen von gruseligen Fratzen aus Kürbissen – sogenannte "Jack o' Lanterns". Dieser Brauch ist ebenfalls auf eine Legende aus Irland zurückzuführen:

Als ein Bösewicht namens Jack gestorben war, verwehrte ihm Gott aufgrund seiner Sünden den Zugang zum Himmel. Doch auch in der Hölle war Jack nicht mehr willkommen, denn er ist zu Lebzeiten einen Pakt mit dem Teufel eingegangen und hatte sich nicht an diesen gehalten. Und so musste Jack als einsamer Untoter durch die Dunkelheit wandeln. Der Teufel hatte ihm aus Mitleid ein Stück glühende Kohle als Licht- und Wärmequelle gegeben, das er in eine ausgehöhlte Rübe legte. Aus dieser Legende leiteten die Menschen den Glauben ab, dass ein brennendes Stück Kohle in einer Rübe die Macht habe, den Teufel und böse Geister fernzuhalten. Da in den USA der heimische Kürbis größer und leichter zu bearbeiten ist als Rüben, löste er diese ab.

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Wer Kürbisse lieber isst als schnitzt, sollte diese herzhafte Kürbissuppe mit Hackfleisch oder würzigen Ofenkürbis mit Feta & Chili probieren.

Mit unseren Halloween-Videos bereiten Sie sich ideal auf die Party zur Kürbissause vor, die Sie aber dieses Jahr bitte zu Hause und nur unter den geltenden Vorschriften feiern:

Halloween alles rund um das Gruselfest
Videos zu Halloween

Mehr zum gruseligen Feiertag finden Sie auf unserer Halloween -Themenseite.

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