Aktualisiert: 14.10.2020 - 22:08

Strafe der Götter? Nach 15 Jahren Pech: Kanadierin gibt gestohlene Pompeji-Artefakte zurück

Im Jahr 79 nach Christus zerstörte ein Vulkanausbruch die antike Stadt Pompeji und forderte zahlreiche Opfer. Einer Kanadierin bescherten gestohlene Artefakte aus Pompeji jetzt 15 Jahre Pech...

Foto: iStock.com/sestovic

Im Jahr 79 nach Christus zerstörte ein Vulkanausbruch die antike Stadt Pompeji und forderte zahlreiche Opfer. Einer Kanadierin bescherten gestohlene Artefakte aus Pompeji jetzt 15 Jahre Pech...

Vor 15 Jahren nahm eine Reisende aus Kanada während eines Italien-Urlaubs unerlaubt antike Artefakte aus Pompeji an sich. Doch die Souvenirs bescherten ihr kein Glück…

So manches nützliches Wissen haben wir aus Gruselfilmen doch mitgenommen – unter anderem das: Entferne niemals, niemals! ein antikes Relikt von seinem angestammten Platz – denn ein solcher Diebstahl wird von den Verstorbenen überhaupt nicht gern gesehen und es ist zu befürchten, dass sie einen danach unbarmherzig heimsuchen werden...

Nun, an Nicole aus Kanada ist diese Weisheit aus der Horror-Welt offensichtlich vorbeigegangen: Wie das Magazin VICE berichtete, nahm sie bei einem Italienurlaub im Jahr 2005 unerlaubt Überbleibsel der im Jahr 79 nach Christus von einem Vulkanausbruch zerstörten Stadt Pompeji mit nach Hause. Jetzt gab die Kanadierin die gestohlenen Pompeji-Artefakte wieder zurück. Der Grund: 15 Jahre lang hatte sie das Pech verfolgt…

15 Jahre Pech, weil sie Artefakte aus Pompeji mit nach Kanada nahm

Bei ihrer Souvenir-Jagd vor 15 Jahren war Nicole alles andere als bescheiden vorgegangen: Zwei antike weiße Mosaik-Kacheln, ein Stück einer Keramik-Wand und Bruchstücke einer Amphore hatte die heute 36-Jährige damals an sich genommen. "Ich war jung und dumm. Ich wollte ein Stück Geschichte haben, das sonst niemand haben konnte", erzählte sie VICE. Ein Verlangen, das Nicole teuer bezahlen musste…

Gleich zwei Mal kämpfte sie in der Vergangenheit gegen Brustkrebs, eine doppelte Mastektomie war die unausweichliche Konsequenz. Auch die finanzielle Situation ihrer Familie ließ zu wünschen übrig. Doch die Kanadierin fand eine Erklärung für das Pech, das sie so zielsicher zu verfolgen schien: Es musste die Rache für den Diebstahl sein, den sie vor so langer Zeit begangen hatte!

Entschuldigung soll den Fluch beenden

Zusammen mit einem Entschuldigungsbrief sendete Nicole die gestohlenen Artefakte an einen Reisevermittler in Pompeji. Sie hofft, durch diese Geste ihr Pech beenden, die Götter besänftigen und ihre Nachkommen vor einem ähnlichen Schicksal wie dem ihren bewahren zu können: "Wir sind gute Menschen und ich möchte diesen Fluch nicht an meine Kinder weitergeben", schrieb sie. "Bitte vergebt mir, was ich vor Jahren getan habe, ich habe meine Lektion gelernt. Ich bitte die Götter um Vergebung!"

Eindringliche Worte – und Nicole möchte es nicht bei einer schriftlichen Entschuldigung belassen: Im Moment plant sie eine Reise nach Italien, um sich auch persönlich entschuldigen zu können.

Sie ist nicht die Einzige…

Nun könnte man natürlich sagen, dass es reiner Zufall ist, dass ausgerechnet jemand, der vor vielen Jahren antike Artefakte an sich genommen hat, so viel Pech im Leben erleiden musste. Tatsächlich ist Nicoles Schicksal jedoch kein Einzelfall: Wie der Archäologiepark Pompeji dem Nachrichtensender CTV News erzählte, kommt es sehr häufig vor, dass Personen unrechtmäßig erworbene Souvenirs wieder nach Pompeji zurücksenden – oft zusammen mit Entschuldigungsbriefen, in denen sie berichten, dass das Diebesgut Pech brächte – genau wie Nicole. Über 100 Briefe aus aller Welt liegen der Einrichtung mittlerweile vor.

Ob Nicoles Schicksal also tatsächlich die Strafe der Götter war…? In jedem Fall ist ihre Geschichte eine, bei der man sich unwillkürlich fragt, ob man mit seiner rationalen Weltsicht bisher tatsächlich immer richtig lag – oder ob es auf dieser Erde nicht doch Dinge gibt, bei denen übernatürliche Mächte ihre Finger im Spiel haben.

Weniger übernatürlich als die Geschichte von Nicole, aber mindestens genauso unheimlich: ein Kettenbrief: "Grusel-Goofy" treibt Kinder in den Selbstmord.

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