Aktualisiert: 17.10.2020 - 21:48

Der Sänger im Interview "Scorpions"-Sänger Klaus Meine: Wir singen für Hoffnung und gegen Hass

Seit 1969 ist Klaus Meine der Frotmann der "Scorpions".

Foto: imago images / INA Photo Agency

Seit 1969 ist Klaus Meine der Frotmann der "Scorpions".

Er ist der Frontmann von Deutschlands bekanntester Rockband. Jetzt hat er einen Danke-schön-Song für die Corona-Helden komponiert...

Klaus Meine erblickte am 25. Mai 1948 in Hannover das Licht der Welt. Seit 1969 ist Meine der Sänger der Rockband "Scorpions". Ihr erfolgreichster Song ist der Hit "Wind of Change" aus dem Jahr 1991. In ihrer Musikgeschichte kann die Band auf über 110 Mio. verkaufte Alben und Konzerte auf allen Kontinenten zurückblicken. Mit seiner Ehefrau Gabi lebt Klaus Meine in Hannover. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn, Christian (35), der in Berlin lebt und bei einer Plattenfirma arbeitet.

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Klaus Meine mehr über seinen Alltag in Zeiten von Corona, ganz ohne Touren und Konzerte und wie er es seit über 40 Jahren schafft, eine glückliche Ehe zu führen.

Klaus Meine über den neuen Song der "Scorpions", die Corona-Krise und die Ehe mit seiner Gabi

BILD der FRAU: Lieber Herr Meine, die "Scorpions" haben eine neue Hymne: "Sign of Hope"(Zeichen der Hoffnung). Wie kam es dazu?

Klaus Meine: Als wir Anfang März von unserer Südostasien-Tour zurückkehrten, habe ich diesen Song innerhalb weniger Stunden aus tiefstem Herzen geschrieben. Er soll ein kleines Hoffnungszeichen sein. Dieses Lied ist ein Dankeschön an alle Ärzte, Krankenschwestern, an Kassiererinnen und Lkw-Fahrer, einfach an alle.

Sie haben ja schon einige Krisen durchlebt. Haben Sie daraus auch was gelernt?

So eine Krise wie diese haben wir alle noch nie erlebt. In meinen wildesten Träumen hätte ich mir niemals ausmalen können, dass so eine mörderische Seuche ausbricht, die die ganze Welt in den Stillstand zwingt. Trotzdem kann ich mit Musik auch ein Stück weit Ängste verdrängen. In guten wie in schlechten Zeiten ist Musik immer ein wichtiger Begleiter.

"Für mich ist die Corona-Krise auch eine Form der Entschleunigung"

Statt durch die Welt zu touren, sind Sie jetzt auch seit Monaten daheim. Wie bekommt Ihnen das ruhige Leben?

Sehr gut. Für mich ist die Corona-Krise auch eine Form der Entschleunigung. Ich habe sehr viel mehr Zeit als jemals zuvor mit meiner Frau und meiner Familie. Das genieße ich sehr.

Wie gehen Sie mit der sozialen Distanz um?

Ich finde es zurzeit gerade durchweg emotionaler als vor Corona. Fast jeder fragt, ob alles okay ist, ob man gesund ist. In den letzten Jahren gab es doch auch sehr viel Hass und Misstrauen, gerade in den sozialen Netzwerken. Ich hoffe, dass die Menschen auch weiterhin realisieren, dass wir einander brauchen. Dafür steht auch unser neuer Song.

"Ich habe die große Liebe meines Lebens zur richten Zeit kennengelernt"

Wie sieht es denn eigentlich zurzeit daheim bei den Meines aus? Wie reagiert Ihre Frau Gabi, wenn Sie plötzlich so viel Zeit zu Hause verbringen?

Wir kriegen das richtig gut hin. Ich bin jetzt mit Gabi seit 43 Jahren sehr glücklich verheiratet. Wir genießen einfach, dass wir uns haben.

Haben Sie ein Rezept, wie man so viele Jahre zusammen glücklich bleibt?

Ich habe einfach sehr viel Glück gehabt, dass ich die große Liebe meines Lebens zur richtigen Zeit kennengelernt habe. Wir trafen uns, lange bevor ich erfolgreich wurde. Gabi und ich – wir sind ein starkes Team.

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