Aktualisiert: 12.10.2020 - 20:14

Auch hier gelten Regeln Alkohol am Lenker: So viel Promille dürfen Sie auf dem Fahrrad haben!

Nach ein paar Drinks mit dem Fahrrad nach Hause? Für viele ganz normal. Aber Vorsicht: Auch auf dem Fahrrad gelten Promille-Grenzen...

Foto: iStock.com/FredFroese

Nach ein paar Drinks mit dem Fahrrad nach Hause? Für viele ganz normal. Aber Vorsicht: Auch auf dem Fahrrad gelten Promille-Grenzen...

Wer plant, am Abend in gemütlicher Runde ein paar Bier zu trinken, verzichtet aufs Auto und nimmt stattdessen oft vorausschauend das Fahrrad mit. Doch ist das wirklich eine gute Idee?

Betrunken Auto zu fahren ist kein Kavaliersdelikt – egal, ob es ein Feldweg in ländlicher Umgebung ist, egal, ob es nur ein paar Kilometer bis nach Hause sind und egal, ob man "ganz langsam" fährt. Immer wieder führt Alkohol am Steuer zu schlimmen Unfällen und reißt oft auch Unbeteiligte mit in den Tod. Um trotz Alkoholkonsum schnell, billig und unkompliziert nach Hause zu kommen, wählen viele das Fahrrad als Alternative. Dabei ist auch das kein Freifahrtschein zum unmäßigen Alkoholkonsum: Wissen Sie, wie viel Promille auf dem Fahrrad erlaubt sind?

Führerscheinverlust! Diese Promille-Grenzen gelten auf dem Fahrrad

Wer die Probezeit hinter sich hat bzw. älter als 21 Jahre ist, für den gilt beim Autofahren eine Grenze von 0,5 Promille. Was vielen nicht bewusst ist: Schon ab 0,3 Promille drohen Sanktionen, vorausgesetzt, der Fahrer gefährdet den Verkehr oder fährt auffällig.

Bei Fahrradfahrern liegt die Grenze deutlich höher: Bis zu 1,6 Promille dürfen Sie auf dem Fahrrad haben! Die höhere Promilletoleranz für Fahrradfahrer liegt darin begründet, dass dieser bei Kontrollverlust weniger gefährlich für die anderen Verkehrsteilnehmer ist als ein Autofahrer. Wer allerdings 1,6 Promille oder sogar mehr hat und beim betrunkenen Fahrradfahren erwischt wird, dem drohen ernsthafte Konsequenzen: Neben 3 Punkten in Flensburg winken eine Geldstrafe und sogar eine MPU, also eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung. Bei dieser wird die Fahreignung beurteilt, im schlimmsten Fall droht der Führerscheinentzug. Wer Pech hat, verspielt beim betrunkenen Fahrradfahren also sogar seine Fahrerlaubnis fürs Auto…

Eine andere Regel hingegen ist gleich wie beim Autofahren: Bereits ab einem Wert von 0,3 kann bei auffälligem Fahrverhalten oder beim Verursachen eines Unfalls eine Strafanzeige erhoben werden.

Andere Zweiräder, andere Regeln

Es gibt also unterschiedliche Promille-Grenzen für Fahrrad und Auto. Doch wie verhält es sich eigentlich mit Gefährten, die Grenzfälle darstellen? Anders gesagt: Wenn Sie gerne mit Ihrem E-Bike vom Kneipenabend nach Hause radeln möchten, dürfen Sie in diesem Fall bis zu 0,5 oder bis zu 1,6 Promille haben?

Das kommt das darauf an, welche Geschwindigkeit Sie mit Ihrem E-Bike erreichen. Bis zu einer Maximalgeschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde gilt ein E-Bike als Fahrrad. Erreicht es hingegen bis zu 45 Kilometer pro Stunde, gelten die gleichen Regeln wie für Autos. Das Gleiche gilt übrigens für E-Scooter: Auch diese werden wie Autos behandelt, das bedeutet: Es gilt eine Grenze von 0,5 Promille.

Es gibt viele gute Gründe, auf Alkohol zu verzichten: Wussten Sie, dass Alkoholverzicht den Körper repariert – und das schon nach 5 Tagen? Nicht nur Alkohol am Steuer ist gefährlich, sondern auch ebenfalls wichtig zu wissen: So reagieren Sie als Autofahrer richtig bei einem Wildunfall!

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