Aktualisiert: 12.10.2020 - 19:43

Miese Masche Vorsicht, Betrug! Zoll warnt vor falschen E-Mails

Wer eine E-Mail vom Zoll bekommt, ist häufig überrumpelt und unsicher. Betrüger haben so ein leichtes Spiel.

Foto: iStock.com/skynesher

Wer eine E-Mail vom Zoll bekommt, ist häufig überrumpelt und unsicher. Betrüger haben so ein leichtes Spiel.

Der Zoll fordert Sie in einer E-Mail dazu auf, eine Zahlung zu leisten? Vorsicht: Dabei handelt es sich um eine Betrugsmasche!

Vermutlich hat beinahe jeder, der ein E-Mail-Konto hat, schon einmal derartige E-Mails bekommen: Angebliche Nachrichten von Online-Shops, Banken oder Zahlungsdienstleistern wie PayPal, in denen Sie dazu aufgefordert werden, Zahlungen zu leisten oder sensible Daten zu verifizieren. Wer sich sicher durch die Online-Welt bewegt, weiß: Dabei handelt es sich in 9 von 10 Fällen um Betrugsversuche, auf die gerade weniger technisch versierte, gutgläubige oder unaufmerksame Personen leicht hereinfallen können. Auch der Zoll warnt jetzt wieder vor Betrugs-E-Mails.

E-Mails vom Zoll? Höchstwahrscheinlich Betrug!

Wie der Zoll Ende September auf seiner Website bekanntgab, sind Falsch-E-Mails im Umlauf. Die E-Mail-Adresse des Absenders impliziert, dass diese von der Zollbehörde stammen. Der Empfänger wird dazu aufgefordert, ausstehende Zahlungen zu leisten. Laut Zollbehörde lauten die Daten der E-Mails meist wie folgt:

  • Absender: noreply@zoll.de
  • Betreff: "Benachrichtigungen: Zoll-Kundendienst"
  • Paketverfolgungsnummer: RS29840L19906971

Gefordert wird die Zahlung von Zollgebühren oder Steuern durch anonyme Prepaid-Zahlungsdienstleister.

Zoll nutzt niemals Prepaid-Zahlungsdienstleister

Laut Zoll werden die Betrugsversuche mittlerweile auch mit anderen Angaben unternommen. Es spielt allerdings keine Rolle, was für ein Betreff angegeben wird oder wer der Absender der E-Mail ist: "Der Zoll fordert niemals die Zahlung von Einfuhrabgaben über Prepaid-Zahlungsdienstleister an!", so Ruth Haliti, Sprecherin des Zollkriminalamts.

Auf seiner Website hat der Zoll weitere praktische Tipps zusammengestellt, wie Sie betrügerische E-Mails erkennen können. Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass der Zoll ausschließlich Konten bei der Deutschen Bundesbank unterhält. Weiterhin werden Steuerbescheide und Zahlungsaufforderungen grundsätzlich nicht per E-Mail verschickt, es sei denn, Sie haben ausdrücklich Derartiges vereinbart. Der Zoll bittet darum, Betrugs-E-Mails an die Kontaktstelle der Zentralen Auskunft weiterzuleiten.

Auf Betrug hereinfallen – einfacher als gedacht

Natürlich sollte man wissen, was man online bestellt und gegebenenfalls noch nicht bezahlt hat. Gerade, wer öfter mal etwas aus dem Ausland bestellt, weiß jedoch: Es kann durchaus vorkommen, dass man mal den Überblick verliert. Eine vorgebliche Nachricht des Zolls kann einen dann so erschrecken, dass man die übliche Vorsicht in den Wind schlägt und den Betrag einfach überweist.

Weiterhin setzen die E-Mail-Betrüger bei ihren Vorstößen neben fehlender Online-Kompetenz und Überforderung insbesondere auf die Angst der Leute. Oft fordern sie nicht nur Geld, sondern drohen gleichzeitig auch mit Konsequenzen für den Fall, dass die Zahlung nicht erfolgt, beispielsweise mit Inhaftierung oder Strafverfahren.

Mehr Informationen rund um Rechtsangelegenheiten finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht. Informieren Sie sich zum Beispiel auch über PayPal-Betrug auf eBay Kleinanzeigen: Dieses Wissen schützt Sie davor! Eine erfreuliche Nachricht gibt es immerhin auch: Die Bundesnetzagentur meldet 2020 weniger Telefonabzocke!

Halloween alles rund um das Gruselfest

Halloween alles rund um das Gruselfest

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe