Aktualisiert: 09.10.2020 - 19:44

Flug ins Weltall, Diamant? Das sind die weltweit verrücktesten Bestattungs-Arten

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Bestattungen sind eigentlich immer traurig – aber manchmal auch ein wenig verrückt: Wir zeigen Ihnen ausgefallene Beisetzungen.

Foto: iStock.com/brazzo

Bestattungen sind eigentlich immer traurig – aber manchmal auch ein wenig verrückt: Wir zeigen Ihnen ausgefallene Beisetzungen.

Traditionelle Bestattungen sind Erd- oder Urnenbeisetzungen. Weltweit gibt es allerdings richtig verrückte Arten, sich nach dem Tod von lieben Menschen zu verabschieden.

Der Tod gehört zum Leben dazu. Und bei jedem stellt sich eines Tages zwangsläufig die Frage nach der richtigen Beisetzung. Man hat vor allem die Wahl zwischen Urnen- oder Erdbestattung mit Holzsarg als traditionelle Arten, sich aus dem Leben zu verabschieden.

Doch auch das Geschäft mit dem Tod hat sich weiterentwickelt. Weltweit gibt es zahlreiche Möglichkeiten einer ausgefallenen – wenn nicht sogar verrückten – Bestattung. Ganz so, wie es sich der Verstorbene für sich gewünscht hat.

Verrückte Bestattungen: Die ausgefallensten Beisetzungen

Es gibt tatsächlich Menschen, die so kreativ in ihrem Leben gewesen sind, dass sie sich eine besondere Beerdigung wünschen. Eine mutmaßlich "langweilige" Standard-Beisetzung kommt für sie nicht in Frage.

Nach dem Tod kann man jemanden zum Beispiel wortwörtlich "zum Mond schießen". Per Kapsel geht es entweder zum Mond oder direkt in den Weltraum. Außerdem kann man wählen, ob es ein Flug mit Rückkehr zur Erde ist oder ob die sterblichen Überreste für immer in den endlosen Weiten des Alls bleiben.

Allerdings ist diese Weltraum-Bestattung nicht ganz billig: Je nach Wunsch muss man dafür mindestens 2500 Dollar zahlen. Vor allem US-Unternehmen bieten das ungewöhnliche Prozedere an. Eine Beisetzung der besonderen Art soll es auch für Jean Pütz geben – er wünscht sich einen QR-Code auf seinem Grabstein.

Fan-Liebe bis in den Tod

Für Fußballfans gibt es obendrein noch ganz andere Möglichkeiten. Bei einigen Vereinen finden Beerdigungen mit Urnen hinter der Torlinie statt. Topklubs wie Ajax Amsterdam, Manchester United oder der FC Barcelona bieten sogar Fanbestattungen an. Und sogar deutsche Kultvereine sind vor vielen Jahren mitgezogen und haben eigene Fan-Friedhöfe, zum Beispiel Schalke 04 oder Zweitligist Hamburger SV. Für Hinterbliebene ist der Tod von lieben Menschen oft mit großen Schwierigkeiten verbunden. Oft wissen sie nicht, was sie tun sollen, wenn der Partner stirbt.

Wer das notwendige Kleingeld hat, kann die verstorbene Person sogar als Schmuckstück verewigen. Ja, richtig gehört! Es gibt Unternehmen, die eine sogenannte Diamant-Bestattung anbieten. Dafür wird aus der Asche des Verstorbenen ein Diamant gepresst. Der Stein kann anschließend in ein Schmuckstück wie zum Beispiel Kette, Armband oder Ring eingearbeitet werden. Für die Diamant-Bestattung wird je nach Größe des Steins mindestens ein fünfstelliger Betrag fällig.

Individuelle Särge in Ghana

Eine besonders individuelle Tradition der Bestattung gibt es in Ghana. Dort werden Särge als Unikate angefertigt von Dingen, die einen besonderen Teil im Leben des Verstorbenen verkörperten.

Mögliche Sargmotive spiegeln Leidenschaften wider, zum Beispiel eine Frucht, eine Bierflasche oder ein Auto. Rund 400 Euro kostet so ein Sarg – das entspricht in etwa dem durchschnittlichen Jahreseinkommen im westafrikanischen Staat.

Brutale Bestattungen in Tibet

Weltweit sind verschiedene Beisetzungs-Arten sogar noch skurriler – und brutaler! In Tibet gibt es zum Beispiel die "buddhistische Himmelsbestattung". Leichen werden hier vom Bestatter zerteilt und Aasgeiern zum Fraß vorgeworfen. Nach buddistischer Lehre trennt sich die Seele nach dem Tod vom Körper des Verstorbenen schon Tage vor der Bestattung und tritt ins nächste Leben über – daher der gewöhnungsbedürftige Umgang mit den sterblichen Überresten.

In China wiederum wurden Tote vor langer Zeit gar nicht erst begraben. In der Provinz Sichuan befestigte das Volk der Bo die Särge mit den Verstorbenen mit Seilen an Felswänden.

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Es gibt übrigens neue Forschungsergebnisse, was passiert, wenn wir sterben. Und wann genau ist man eigentlich "tot"?.

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