Aktualisiert: 08.10.2020 - 22:03

Dank des Wünschewagens Ein Hundertjähriger darf noch einmal seine alte Heimat sehen

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Der Wünschewagen erfüllt Menschen ihre letzten Wünsche. (Symbolbild)

Foto: iStock.com/Willowpix

Der Wünschewagen erfüllt Menschen ihre letzten Wünsche. (Symbolbild)

Herrmann Günther ist 100 Jahre alt und wünscht sich nichts sehnlicher, als noch einmal seine Heimat in Oberschlesien mit eigenen Augen sehen zu dürfen.

Seit 6 Jahren gibt es den Wünschewagen. Ein ehrenamtliches Projekt des Arbeiter-Samariter-Bundes, welches schwerstkranken Menschen einen besonderen Herzenswunsch erfüllt. Einer dieser Menschen ist der 100 Jahre alte Herrmann Günther. Vor seinem Tod möchte er noch einmal seine Heimat in Polen sehen dürfen. Als der Wünschewagen ihm diesen sehnlichen Wunsch erfüllt, könnte die Freude kaum größer sein.

Mit dem Wünschewagen letzte Wünsche wagen – Hundertjähriger fährt in die alte Heimat

Über 2000 Wünsche erfüllte der Wünschewagen schon. Das Projekt wird rein von Spenden finanziert und steht unter dem schönen Motto: "Der Wünschewagen – letzte Wünsche wagen".

Herrmann Günther ist sage und schreibe 100 Jahre alt und wohnt in Zeil am Main. Der alte Herr wünscht sich, noch einmal seine alte Heimat in Polen besuchen zu dürfen. Es sei sein Traum, die Umgebung noch einmal mit eigenen Augen zu sehen. Den Wunsch erfüllen wollte ihm sein Enkel, Mirko Zimmermann. Er füllte online ein Formular aus und setzte so den Startschuss für die Reise nach Polen. Als die Nachricht kam, der Wunsch seines Großvaters würde erfüllt werden, war der Enkel hin und weg: "Das war Freude pur", sagte er gegenüber Focus Online.

Den Beteiligten liegt das Projekt sehr am Herzen. Natürlich ist es nicht immer einfach, der Tod ist allgegenwärtig, haben die Freiwilligen doch ständig mit Menschen zutun, die sich auf eine letzte Reise begeben. Doch die Freude in den Gesichtern der Wünschenden zu sehen, macht klar, dass sich das Projekt trotz allem lohnt. "Ich mache es, weil ich den Menschen etwas zurückgeben will", erklärt Rudolf Mocu, ein ehrenamtlicher Helfer des Wünschewagens.

Der 100-Jährige, der mit dem Wünschewagen nach Polen fuhr

Die Fahrt, zu der sich Herrmann Günther mit dem Team des Wünschewagens aufmacht, ist eine ganz besondere. Gemeinsam mit seinen Angehörigen will der 100 Jahre alte Mann Abschied von seiner Heimat nehmen. Mit dabei sind auch medizinisch ausgebildete Personen, die im Notfall erste Hilfe leisten könnten. Nach mehreren Stunden Fahrt ist das Ziel endlich erreicht. Herrmann Günther ist sichtlich überwältigt von dem Anblick, der sich ihm bietet.

Der alte Herr blüht förmlich auf, als er seine alte Heimat noch einmal sieht. An seiner Freude nehmen die Freiwilligen und seine Familie teil. Ein gelungener Ausflug für alle Beteiligten!

Bei dieser Herzzerreißenden Geschichte verdrücken wir glatt ein paar Tränchen. Ebenfalls rührend ist, was sich dieser Vater für seinen krebskranken Sohn einfallen lässt.

Zum Glück gibt es Projekte wie den Wünschewagen. Es braucht einfach Menschen, die sich etwas Besonderes einfallen lassen. Für diese großartige Idee erhält eine 16-Jährige nun den Verdienstorden.

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