Aktualisiert: 03.10.2020 - 21:08

Der Schauspieler im Interview Edin Hasanovic: Romantik? Schnall dich besser an!

Von

Volle Pulle Romantik: Edin Hasanovic würde seine Zukünftige auf Händen tragen.

Foto: imago images / Photopress Müller

Volle Pulle Romantik: Edin Hasanovic würde seine Zukünftige auf Händen tragen.

Der 28-Jährige ist längst kein Geheimtipp mehr – sondern einer der deutschen Superstars in Kino und TV. Oft gibt er da böse und finstere Gesellen. Und ist privat doch so anders!

Edin Hasanovic wurde am 2. April 1992 in Zvornik (Republik Bosnien und Herzegowina) geboren, mit seiner Mutter kam er als Säugling nach Berlin – der Stadt ist er treu geblieben. Hier lebt er auch heute noch mit Hund "Kuno", einem Old English Bulldog. Seine Karriere begann 2003 mit dem Kinderfilm "Wer küsst schon einen Leguan". Seine erste Kinohauptrolle ergatterte er 2012 in "Schuld sind immer die Anderen". Es folgten weitere Filme (u.a.): "Das Sacher" (2016),"Nur Gott kann mich richten"(2017),"Brüder"(2017), die Netflix-Serie "Skylines"(2019).

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Edin Hasanovic mehr über seinen neuen Film, seine romantische Ader und seinen Hund "Kunu".

Edin Hasanovic über seinen neuen Film "Hello Again"

BILD der FRAU: Was wäre wenn – um diese Frage dreht sich alles in deinem neuen Film "Hello Again". Machst du solche Denkspiele auch privat?

Edin Hasanovic: Die kenn ich schon, aber die spiel ich nicht. Ich will im Hier und Jetzt leben. Dieses "Was wäre, wenn " schadet dabei nur, weil wir uns selten etwas Positives für die Zukunft vorstellen, sondern meist nur die schlimmsten Sachen. Also lebe ich im Hier und Heute. Jeder neue Tag sind neue 100 Prozent Leben.

In "Hello Again" bist du Student Anton. Der lebt mit bester Freundin und bestem Freund in einer WG, deren Motto lautet: Freundschaft ist Gold, Beziehung ist Blech. Unterschreibst du das?

Beides ist Gold. Freundschaft ist wirklich so was Wichtiges! Aber das merkt man oft erst, wenn es einem richtig schlecht geht. Und Beziehung? Das ist Liebe. Und Liebe ist doch irgendwie das größte Gut, das wir haben – und manchmal sicherlich auch das Schrecklichste. Man muss halt für sich herausfinden, ob man ein Beziehungstyp ist.

Bist du ein Beziehungs-Mensch?

Ich glaube, ich kann mich schnell akklimatisieren. Ich komme gut mit mir allein klar, genieße aber auch die Zeit, in der ich nicht allein bin.

"Wenn's mit der Liebe nicht klappt, dann ist auch die Freundschaft ruiniert"

Hast du schon mal in einer WG gelebt?

Nein, das ist nichts für mich. Wenn mal ein Kumpel bei mir übernachtet, okay. Aber wenn ich mit jemandem zusammenleben würde... Ich würde kaum zur Ruhe kommen, ständig den Kontakt und die Verantwortung bei anderen suchen: "Warum herrscht hier so ein Chaos?!" Wenn ich alleine lebe, weiß ich: Weil ICH nicht geputzt habe (lacht). Ich glaube, ich wäre für drei Tage ein cooler Mitbewohner und dann würden die anderen sagen: "Junge, zieh weiter".

Kann aus Freundschaft auch Liebe werden?

Ich rate streng davon ab, denn wenn's dann doch nicht klappt mit der Liebe, ist auch die Freundschaft ruiniert.

Als Anton übernimmst du eine überraschend romantische Rolle. Ein Imagewechsel?

Gar nicht. Die Leute sehen mich oft Gangster und andere krasse Typen spielen und können sich vielleicht gar nicht vorstellen, dass ich ein Romantiker bin. Dazu kann ich nur Folgendes sagen: Wenn wir zwei mal heiraten, eines Tages, dann lernst du meine romantische Seite kennen. Dann kannst du dich mal richtig anschnallen, weil ich so irre romantisch bin (lacht).

Ich freu mich – wobei: Ich glaube, ich bin ein bisschen zu alt für dich.

Du darfst nur nicht größer sein, älter darfst du sein (lacht).

"Ich wollte schon immer einen Hund haben"

Du hast aber jetzt auch eine echte neue Liebe in deinem Leben

Ja, einen jungen sehr behaarten Mann, der auf Kommando bellen kann.

Wir sprechen von deinem neuen Hund "Kuno". Darf der mit ins Bett?

Nein, aber auf die Couch, wenn ich ihm das erlaube. Ich trainiere jeden Tag Stunden mit ihm – und ich glaube, man spürt, dass wir eine gute Bindung haben. Ich beschäftige mich ja schon mein Leben lang mit Hunden, auch wenn ich nie einen Hund hatte.

Wie kam es dazu, dass jetzt "Kuno" bei dir ist?

Ich wollte schon immer Polizist oder Schauspieler werden, und ich wollte schon immer einen Hund haben. Es ist nur dem Verantwortungsbewusstsein meiner Mutter zu verdanken, dass ich bis dato keinen hatte. Ende März war es aber einfach richtig, weil ich plötzlich hundert Prozent Zeit für "Kuno" hatte.

Wie hat Corona dein Leben sonst noch verändert?

Ich habe mir Leinwand, Pinsel und Farben gekauft und angefangen, kitschige Bilder zu malen. Mit den "The Joy of Painting"-Videos von Bob Ross als Anleitung. Das und "Kuno" haben mein Leben komplett auf den Kopf gestellt.

_____________________________

Auf unserer Themenseite Interviews lesen Sie noch mehr interessante Gespräche mit Stars und Sternchen. So erzählt Matthias Schweighöfer: "Ich renne nicht mehr vor mir weg". Mit Johannes B. Kerner sprechen wir über seinen Job in Zeiten von Corona.

Tolle Empfehlungen zur Adventszeit

Tolle Empfehlungen zur Adventszeit

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe