Aktualisiert: 29.09.2020 - 12:44

ver.di macht Ernst Achtung, Streik! Hier fahren diese Woche keine Busse und Bahnen

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Auch diese Woche streiken in einigen Bundesländern die Busse und Bahnen, zum Beispiel die BVG in Berlin.

Foto: imago images/Stefan Zeitz

Auch diese Woche streiken in einigen Bundesländern die Busse und Bahnen, zum Beispiel die BVG in Berlin.

Diese Woche kommt es zu weiteren Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr. Der Grund dafür sind Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft ver.di und den Arbeitgeberverbänden.

Bereits letzte Woche kam es in beinahe allen Bundesländern Deutschlands zu Streiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Diese Woche werden die Warnstreiks in einigen Bundesländern fortgesetzt, d. h. viele Busse und Bahnen fahren nicht. Wir verraten Ihnen, in welchen Bundesländern Sie sich an welchen Tagen auf Streiks einstellen und sich gegebenenfalls um eine alternative Transportmöglichkeit kümmern sollten.

Hier streiken Busse und Bahnen

  • Am Mittwoch, den 7. Oktober, kommt es zu Streiks im ÖPNV in Bremen und Niedersachsen. Genauer gesagt betreffen die Warnstreiks Hannover, Bremen, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen und Goslar. Die Beschäftigten sind dazu aufgerufen, ihre Arbeit von Dienstbeginn bis Dienstschluss niederzulegen.
  • Am Donnerstag, den 8. Oktober, wird in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg gestreikt. In Nordrhein-Westfalen sind alle Betriebe zum Streik von Schichtbeginn bis Schichtende aufgerufen, die unter den Tarifvertrag des Nahverkehrs fallen. In Baden-Württemberg betrifft der ganztägige Streik Stuttgart und Heilbronn.
  • Am Freitag, den 9. Oktober, betreffen die Warnstreiks Bayern, Berlin und Brandenburg. In München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Landshut, Bamberg, Schweinfurt sowie Fürth wird voraussichtlich bis mittags gestreikt, in München betrifft der Streik außerdem nur die Buslinien. In Berlin sind sowohl U-Bahnen als auch Straßenbahnen und Busse betroffen, der Streik dauert von 3 Uhr morgens bis 3 Uhr am nächsten Tag. In Brandenburg sind die Betriebe ViP Verkehrsbetriebe Potsdam GmbH, Regiobus Potsdam Mittelmark GmbH, Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH und die Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel GmbH betroffen, der Streik dauert von Betriebsbeginn bis voraussichtlich 12 Uhr mittags.

Deshalb ruft ver.di zu Warnstreiks auf

Die Gewerkschaft ver.di möchte erreichen, dass ein bundesweiter Tarifvertrag für alle 87.000 Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs eingeführt wird. Durch einen solchen soll eine bessere Nachwuchsförderung sowie eine Entlastung der Beschäftigten erreicht werden. Laut ver.di zählen FahrerInnen von Bussen und Bahnen zu den Berufsgruppen mit den meisten krankheitsbedingten Fehltagen pro Jahr, sie müssen regelmäßig Überstunden leisten und sind Stress und Druck in besonderem Maße ausgesetzt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) lehnt einen bundesweiten Tarifvertrag bisher allerdings ab.

Bereits letzte Woche Einschränkungen durch ÖPNV-Streik

Bereits am 29. September kam es zu Warnstreiks im ÖPNV. Betroffen waren alle Bundesländer – außer dem Saarland. In folgenden Städten kam es zu Streiks oder wurde zu Streiks aufgerufen:

  • Hessen: Frankfurt am Main, Wiesbaden, Kassel
  • Bayern: Coburg, Würzburg, Aschaffenburg, München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Landshut, Fürth, Coburg, Bamberg, Aschaffenburg, Schweinfurt
  • Baden-Württemberg: Stuttgart, Karlsruhe, Baden-Baden, Freiburg, Konstanz, Esslingen, Heilbronn, Mannheim, Heidelberg, Ludwigshafen
  • Rheinland-Pfalz: Mainz, Kaiserslautern, Pirmasens, Trier
  • Sachsen: Dresden, Leipzig, Chemnitz, Zwickau, Plauen
  • Sachsen-Anhalt: Magdeburg, Halle, Dessau
  • Thüringen: Erfurt, Jena, Gera
  • Brandenburg: ViP Verkehrsbetriebe Potsdam, Regionale Verkehrsgesellschaft Dahme-Spreewald, Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming mbH (VTF), Busverkehr Oder-Spree, Barnimer Busgesellschaft, Cottbusverkehr, Havelbus Verkehrsgesellschaft, regiobus Potsdam Mittelmark, Stadtverkehrsgesellschaft Frankfurt (Oder), Verkehrsbetriebe Brandenburg an der Havel, DB Regio Nord Ost
  • Berlin
  • Mecklenburg-Vorpommern: Rostock, Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG)
  • Niedersachsen: Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Göttingen, Goslar, Osnabrück
  • Nordrhein-Westfalen: alle Betriebe, die unter den Tarifvertrag des Nahverkehrs in NRW fallen
  • Schleswig-Holstein: Kiel, Flensburg, Lübeck
  • Bremen
  • Hamburg

Nicht alles steht still

In vielen Städten steht nicht der gesamte ÖPNV still. Oft werden nur einzelne Verkehrsunternehmen bestreikt, andere aber nicht. Das hat zur Folge, dass beispielsweise in Berlin weder Busse noch U-Bahnen verkehren, S-Bahnen aber regulär fahren. Auch die Dauer des Streiks variiert je nach Bundesland und Stadt. Um den Überblick zu behalten und möglichst stressfrei durch den Tag zu kommen, informieren Sie sich am besten auf der Website Ihrer Stadt oder der städtischen Nahverkehrsunternehmen.

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