Aktualisiert: 29.09.2020 - 20:44

Nicht ausweichen, nicht anfassen Wildunfall: So reagieren Autofahrer richtig!

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Ach du Schreck! Der Alptraum jedes Autofahrers ist, wenn plötzlich ein Tier auf der Straße steht. Ausweichen, bremsen? Wir sagen Ihnen, was Sie bei einem Wildunfall tun müssen!

Foto: iStock / U. J. Alexander

Ach du Schreck! Der Alptraum jedes Autofahrers ist, wenn plötzlich ein Tier auf der Straße steht. Ausweichen, bremsen? Wir sagen Ihnen, was Sie bei einem Wildunfall tun müssen!

Ein Wild vor Ihrem Auto? Das dürfen Sie auf keinen Fall tun und damit machen Sie sich sogar strafbar. Wir klären auf, wie Sie sich im Fall eines Wildunfalls verhalten sollten.

Der Herbst ist da und mit ihm kommen auf die Autofahrer wieder schlechtere Sichtverhältnisse, frühere Dunkelheit und nasse Straßen zu. Damit steigt auch die Gefahr für Wildunfälle. Das müssen Sie tun, wenn es passiert und so können Sie das Risiko für einen Wildunfall mindern.

Wildunfall: Das ist jetzt Ihre Pflicht, sonst drohen Bußgelder!

Größere Vorsicht und besondere Aufmerksamkeit bei entsprechenden Warnschildern sind laut Automobilclub Europa (ACE) besonders wichtig.

Da Wildtiere im Herbst nicht mehr genügend Futter finden, müssen Sie weiter laufen und auch Straßen überqueren, um neue Futterquelle zu erschließen. Die ungünstigeren Wetterbedingungen im Herbst und die verstärkte Bewegung der Tiere verstärken also die Wildunfall-Gefahr.

Die Empfehlungen des ACE bei Wildwechsel

Experten empfehlen folgende Vorgehensweise bei einem Wildwechsel bzw. einem Wildunfall:

  • Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit, wenn sie sich einem Waldgebiet oder Feld- und Wiesenrändern nähern. Bleiben Sie besonders aufmerksam und behalten Sie den Straßenrand im Blick.
  • Sollten Sie am Straßenrand oder sogar direkt auf der Straße Wild entdecken: Blenden Sie das Fernlicht ab und hupen Sie! Der Grund: Fernlicht zieht die Tiere in ihren Bann, und sie bleiben stehen statt zu flüchten, Hupen bewirkt das Gegenteil.
  • Vermeiden Sie aber in jedem Fall ein riskantes Ausweichmanöver, um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden, da der Zusammenprall mit anderen Autos oder Bäumen folgenschwerere Konsequenzen haben kann.
  • Wenn die Kollision nicht mehr vermeidbar ist: Bremsen Sie so stark wie möglich und halten sie dabei das Steuer fest in der Hand.

Wildunfall: Was tun nach einem Zusammenprall?

Wenn das Unglück trotz aller Vorsicht passiert ist, müssen Sie folgendes tun:

  • Schalten Sie das Warnblinklicht ein, ziehen Sie die Warnweste an und sichern Sie die Unfallstelle mit einem Warndreieck.
  • Rufen Sie die Polizei sowie die Forstdienststelle an. WICHTIG: Einige KfZ-Versicherungen verlangen zur Schadenregulierung eine so genannte Wildunfallbescheinigung. Diese erhalten Sie durch die Polizei bei der Unfallaufnahme.
  • Fassen Sie das verletzte Tier nicht an: Experten waren davor, denn diese könnten durch heftige Bewegungen aus Todesangst oder Schmerz Menschen verletzen oder sogar Krankheiten übertragen. Ein weiterer wichtiger Grund: Wenn das Tier nur leicht verletzt ist, könnte es durch die menschliche Berührung nicht mehr von seiner Herde akzeptiert und ausgestoßen werden.
  • Außerdem ist es streng untersagt, Tiere mitzunehmen, selbst aus bestgemeintem Grund, um sie zum Tierarzt zu fahren. Denn das kann schnell den Straftatbestand der Wilderei erfüllen, und dieser bedeutet im schlimmsten Fall eine Haftstrafe.
  • Fotografieren Sie den Unfallort sowie den Schaden am Auto für die Versicherung.

Das zahlt die Versicherung

Wenn durch den Wildunfall Schäden an Ihrem Fahrzeug festgestellt werden, z. B. durch Haarwild wie Wildschwein, Fuchs, Reh, Hirsch oder Hase, zahlt die Teil- oder Vollkaskoversicherung. Automobilclub-Mitglieder sollten sich informieren, ob zusätzliche Beihilfen zu Reparaturkosten zum Beispiel durch Federwild möglich sind.

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