Aktualisiert: 27.09.2020 - 09:52

Das Multitalent im Interview Matthias Schweighöfer: "Ich renne nicht mehr vor mir weg"

Von

"Musik erdet mich, mit ihr kann ich noch besser meine Gefühle teilen", sagt Matthias Schweighöfer.

Foto: imago images / POP-EYE

"Musik erdet mich, mit ihr kann ich noch besser meine Gefühle teilen", sagt Matthias Schweighöfer.

Sein zweites Album ist da! Mit BILD der FRAU Unterhaltungschefin Wibke Thiedemann sprach das Multitalent über die neuen Lieder, seine Liebe zu Freundin Ruby und Hollywood-Pläne...

Matthias Schweighöfer erblickte am 11. März 1981 in Anklam das Licht der Welt. Mit 16 hatte er sein Kinodebüt in "Raus aus der Haut". Der Durchbruch kam 2003 mit "Soloalbum". Es folgten viele weitere Filme, zum Beispiel: "Kammerflimmern" (2004), "Friendship" (2010), "Schlussmacher" (2013), "Der geilste Tag" (2016), "100 Dinge" (2018) sowie die Serie "You Are Wanted" (2017-2018). Aus der Beziehung mit Ani Schromm hat er zwei Kinder: Greta (11) und Valentin (6). Seit 2016 liebt er Kollegin Ruby O. Fee (24).

Im Interview mit BILD der FRAU verrät Matthias Schweighöfer mehr über seine Musik, seine Beziehung zu Ruby O. Fee und den Hollywoodfilm "Résistance", in dem er einen grausamen Gestapo-Chef spielt.

Matthias Schweighöfer über sein neues Album "Hobby"

BILD der FRAU: Lieber Matthias, im Song "Zeit" singen Sie: "Wir haben Zeit, beeil Dich nicht." Müssen Sie sich selbst oft daran erinnern?

Matthias Schweighöfer: Nicht mehr so oft. Ich habe meinen Lebensrhythmus verändert, mich viel mit der japanischen Lebensweise beschäftigt, vor allen Dingen mit der Teezeremonie. Mit Zuhören, Zugucken, Teetrinken, den Fokus auf den Moment richten. Ich renne auch weiterhin gern, aber nicht mehr, um vom eigenen Ich abzulenken.

Jetzt gibt es bei Ihnen also eine tägliche Teezeremonie?

Zumindest immer mal wieder. Und an den anderen Tagen setze ich mich einfach hin und atme eine halbe Stunde ganz bewusst durch.´

Auf der neuen CD machen Sie musikalisch aber auch eine Reise in Ihre Zukunft. Wie soll Ihr Leben in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren aussehen?

Ich sehe mich viel in Amerika, im Auto mit meinen Kindern einsame Highways entlangdüsen. Ich sehe mich auch ein bisschen in Japan. Aber vor allen Dingen sehe ich mich glücklich. Alles macht gerade richtig Spaß.

"Ich bin raus aus der Komfortzone – und das genieße ich total!"

Wie kommt das?

Ich bin raus aus der Komfortzone – und das genieße ich total! Ein Beispiel: Gestern wollten wir mit den Kindern in ein Biosphärenreservat, das war zu. Dann eben ins Museum. Aber da musste man die Karten vorbestellen. Früher wäre ich bedient gewesen, jetzt haben wir gelacht.

Zu Ihren Plänen: Amerika und Japan sind weit weg. Wird Ihnen Deutschland zu klein?

Ich will ja nicht für immer weg. Deutschland ist mein Zuhause, hier fühl ich mich sicher. Aber in Amerika ist die Energie für meinen Beruf so anders, große Träume sind dort immer willkommen.

Auch die Musik ist ja ein Schritt raus aus der Komfortzone: "Hobby" heißt das Album, in dem viel Liebe steckt. Wie definieren Sie Liebe für sich?

Liebe ist für mich geben, statt zu verlangen.

"Wir gehören verschiedenen Generationen an, da will sich niemand verbiegen."

Sie singen auch über Ihre neue Liebe Ruby, über große Unterschiede und den Wunsch nach gemeinsamen Kindern. Haben Sie Angst zu scheitern?

Nein. Beziehung heißt ja oft auch ganz viel Erwartung. Und die Frage: Könnte jemand anders diese Erwartungen erfüllen? Aber jetzt bin ich in meiner Beziehung zum ersten Mal an dem Punkt, an dem ich sage: Wir haben beide Erwartungen, aber die haben wir an uns selbst. Darum geht's auch beim Song "Ins Licht": dass wir beide unterschiedlich sind und sein dürfen – und trotzdem füreinander bestimmt. Wir verbringen auch gar nicht so viel Zeit miteinander. Wir gehören verschiedenen Generationen an, da will sich niemand verbiegen. Genauso, wie ich mal Zeit nur mit meinen Kindern verbringe, hat sie Zeit für sich oder mit ihren Freundinnen.

Ins Kino kommen Sie jetzt mit einem Hollywoodfilm: "Résistance" erzählt die Geschichte von Pantomime Marcel Marceau, der im Zweiten Weltkrieg jüdische Waisen vor den Nazis rettete. Sie aber spielen den grausamen Gestapo-Chef Klaus Barbie. Warum?

Weil die Geschichte so gut und bewegend ist. Und weil wir niemals vergessen dürfen, was damals passierte. Gerade jetzt: Rassismus ist nicht vorbei, und wir müssen alle dagegen ankämpfen. Und bevor alle sagen, die Deutschen sollten in Hollywood nicht immer nur die Nazis spielen: Ich habe dort auch einen Zombie-Film mit Zack Snyder gedreht, da bin ich ein sehr lustiger Deutscher.

_____________________________

Während in Matthias Schweighöfers Liebesleben alles rosig läuft, er und Ruby O. Fee wollen sogar heiraten, muss der musizierende Schauspieler eine Schlaftherapie absolvieren.

Noch mehr spannende Interviews mit Stars und Sternchen finden Sie auf unserer Themenseite Interviews.

Halloween alles rund um das Gruselfest

Halloween alles rund um das Gruselfest

Beschreibung anzeigen
Eine Marke der FUNKE Mediengruppe