22.09.2020 - 21:26

Goldene Jahre Wann kann ich in Rente gehen?

Ein entspanntes Dasein als Rentner, davon träumen viele. Wir verraten Ihnen, wann Sie in Rente gehen können.

Foto: iStock.com/monkeybusinessimages

Ein entspanntes Dasein als Rentner, davon träumen viele. Wir verraten Ihnen, wann Sie in Rente gehen können.

Nach ein paar Jahrzehnten im Berufsleben stellen sich wohl die meisten die Frage: Wann kann ich in Rente gehen? Wir verraten Ihnen, wie lange der wohlverdiente Ruhestand auf sich warten lässt.

Selbst, wenn einem der Job Spaß macht: Nach einer gewissen Zeit reicht es dann auch. Wenn man das Alter in den Knochen spürt, sich weniger leistungsfähig fühlt und es vielleicht auch noch Enkel gibt, die bespaßt werden wollen, ist es Zeit, sich zu fragen: Wann kann ich in Rente gehen? Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihren Ruhestand planen.

Wer bekommt überhaupt eine Rente?

Vom Dasein als entspannter Rentner träumen viele – doch um eine Rente zu erhalten, muss man erst einmal etwas leisten. Denn nicht jeder ist rentenberechtigt. Eine Rente vom deutschen Staat erhält nur, wer mindestens fünf Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt hat. Um einzuzahlen, muss man einer rentenversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen, Minijobber ohne Eigenbetrag zahlen zum Beispiel nicht. Auch Beamte oder Soldaten zahlen nicht in die Rentenkasse ein, genau wie Selbstständige oder Berufstätige mit einem eigenen Versorgungswerk, beispielsweise Ärzte.

Renteneintritt hängt vom Geburtsjahr ab

Wann genau man in Rente gehen darf, hängt vom Geburtsjahr ab. Wer vor 1947 geboren ist, hat Glück: Er darf mit 65 Jahren in Rente gehen. Für alle, die nach 1964 geboren sind, gilt 67 als die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt. Doch wie verhält es sich mit dem Renteneintritt, wenn man zwischen 1947 und 1964 geboren wurde?

In diesem Fall gibt es eine gestaffelte Regelung. Für jedes Jahr, das Sie nach 1947 geboren wurden, geht die Regelaltersgrenze um einen Monat nach oben. Das bedeutet, dass Sie, falls Sie 1947 geboren wurden, mit 65 Jahren und 1 Monat in Rente gehen können. Wurden Sie 1948 geboren, sind es 65 Jahre und 2 Monate. Das geht so bis Jahrgang 1959. Ab 2024 wird die Altersgrenze dann beginnend mit dem Geburtsjahr 1959 in 2-Monats-Schritten angehoben. Das bedeutet, dass Sie, wenn Sie 1959 geboren wurden, mit 66 Jahren und 2 Monaten in Rente gehen können, wenn Sie 1960 geboren wurden, mit 66 Jahren und 4 Monaten, und so weiter.

Regelalter ist nicht gleich Eintrittsalter

Natürlich müssen Sie nicht notwendigerweise darauf warten, dass Sie das Regelalter erreichen, damit Sie in Rente gehen können. Sie können jederzeit in Rente gehen – in diesem Fall erhalten Sie aber nicht den vollen Rentenbetrag. Für jeden Monat, den Sie vor dem Erreichen des Regelalters in Rente gehen, werden Ihnen 0,3 Prozent Ihrer Rente abgezogen. Möchten Sie ein Jahr früher in Rente gehen, erhalten Sie somit jeden Monat 3,6 Prozent weniger Rente.

Später in Rente gehen – auch das gibt es

Während viele damit liebäugeln, früher in Rente zu gehen, gibt es auch Menschen, die gerne länger arbeiten würden. Die Gründe dafür sind vielfältig: Vielleicht üben sie ihren Beruf mit besonderer Leidenschaft aus oder sie fühlen sich einfach immer noch fit und leistungsfähig. Was einen späteren Renteneintritt ebenfalls attraktiv macht: Genau, wie Sie beim früheren Eintritt Abschläge in Kauf nehmen müssen, profitieren Sie beim späteren Eintritt von Zuschlägen. Für jeden Monat, den Sie länger arbeiten, erhalten Sie 0,5 Prozent mehr Rente. Bei einem zusätzlichen Arbeitsjahr sind das immerhin 6 Prozent.

Andere Rentenarten

Natürlich gibt es nicht nur die normale Altersrente. Viele Menschen beziehen auch andere Formen der Altersrente, beispielsweise die Altersrente für besonders langjährig Versicherte, die Altersrente für schwerbehinderte Menschen und die Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute. Auch bei diesen Renten wurde die Altersgrenze in den letzten Jahren schrittweise angehoben. Sie liegt jetzt bei der Altersgrenze für besonders langjährig Versicherte und der Altersrente für schwerbehinderte Menschen bei 65 Jahren, Bergleute können mit 62 Jahren in Rente gehen.

Gehen wir bald vielleicht sogar noch später in Rente? Arbeitgeber schlagen die Rente mit 70 vor. Ebenfalls interessant: So wirkt sich die Corona-Krise auf unsere Rente aus. Außerdem sollten Sie sich erkundigen, ob Sie 2020 erstmals Steuern auf Ihre Rente zahlen.

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