Aktualisiert: 23.09.2020 - 19:07

Beschluss der Bundesregierung Auf Nimmerwiedersehen Einweg-Plastikbesteck und Co: Das Plastikverbot kommt!

Einweg-Besteck aus Kunststoff wird es im nächsten Sommer nicht mehr geben. Das Plastikverbot ist im Kommen!

Foto: iStock.com/Nikolay Ponomarenko

Einweg-Besteck aus Kunststoff wird es im nächsten Sommer nicht mehr geben. Das Plastikverbot ist im Kommen!

Ohne Zwang schaffen wir es wahrscheinlich nicht, die unnötigen Einweg-Plastikgegenstände auszumerzen. Es muss wohl per Gesetz geschehen und das ist schon auf dem Weg…

Ob es gefällt oder nicht: Grillpartys werden nächstes Jahr im Hochsommer ohne Einweg-Plastikbesteck stattfinden und auch den fruchtigen Sommer-Cocktail 2021 werden wir nicht aus einem Wegwerf-Strohhalm schlürfen. Denn ab dem 3. Juli wird Einwegplastik der Vergangenheit angehören. Der Deutsche Bundestag hat dazu ein Gesetzespaket beschlossen. Zu den Details des Plastikverbots!

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Einwegprodukte aus Kunststoff ade: Plastikverbot in Sicht

Der Deutsche Bundestag ist einer Entscheidung der EU nachgekommen und hat nun zum 3. Juli 2021 hin das Plastikverbot beschlossen, wie Zeit online und die Deutsche Presse-Agentur verkündeten. Ab diesem Zeitpunkt werden keine Wegwerfartikel aus Plastik, für die es bereits gute Alternativen gibt, mehr verkauft. Dazu zählen beispielsweise Wattestäbchen, Strohhalme und Besteck sowie Teller aus ebendiesem Material.

Neue "Obhutspflicht" und "Transparenzpflicht"

Das ist eine der Maßnahmen, um Deutschland umweltfreundlicher werden zu lassen. Eine weitere liegt in der neuen "Obhutspflicht". Bei dieser müssen Händler dafür sorgen, dass ihre Neuware für den Gebrauch tauglich bleibt und nicht im Müll landet. So können Retouren nicht mehr einfach vernichtet werden. Sollte dagegen verstoßen werden, drohen Sanktionen. Wie diese aussehen, muss erst noch beschlossen werden. Die "Transparenzpflicht" schreibt außerdem vor, dass Händler und Hersteller offenlegen müssen, was mit ihren Waren gemacht wird, wenn Kunden sie zurückgeben. Das sind schon gute Ansätze, um unser Land nachhaltiger werden zu lassen. Nun muss nur noch der Bundesrat seine Zustimmung geben.

Umstellung auf Mehrwegartikel gewünscht – sonst Kosten!

Wer weiterhin als Hersteller oder Verkäufer unbedingt Einwegprodukte nutzen will, muss im Zuge des neuen Gesetzes damit rechnen, dass er an den Entsorgungskosten für diese beteiligt wird. Statt Geld zu zahlen – in welcher Höhe ist noch nicht festgelegt – damit Einwegbecher und Co. beseitigt werden können, hätten die Unternehmen die alternative Möglichkeit, einfach auf Mehrwegprodukte umzusteigen.

Die nachhaltigere Variante bekommt den Vortritt

Werden künftig Aufträge vergeben, sind Bund, seien Behörden und Unternehmen dazu angehalten, nachhaltige Varianten weniger nachhalten vorzuziehen, sollte hier kein enormer Preisanstieg mit einhergehen. So könnte es zu einer Ausweitung des Absatzmarktes für umweltfreundlichere Produkte kommen.

Pläne für die Entsorgung von Elektroschrott

Wenn Sie bisher immer Probleme hatten, Ihren Elektromüll loszuwerden, könnte Ihnen die Idee von Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD gefallen. Sie befürwortet es, wenn große Supermärkte, die Elektrogeräte verkaufen, alte Gerätschaften bis zu 50 cm Kantenlänge zurücknehmen würden.

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Sie hätten gern weiterhin Einweg-Plastikgeschirr benutzt, einfach weil es so praktisch ist? Es mag sein, dass es Vorteile hat, weil man es nicht abzuwaschen braucht, sondern einfach entsorgt. Aber die Umwelt leidet. Wenn Sie noch nicht davon überzeugt sind, dass die Vermeidung von Einweg-Plastikmüll einen sinnvollen Nutzen hat, dann lesen Sie doch mal diese 4 gute Gründe, um Plastik zu vermeiden. Vielleicht sind Sie danach ja eher bereit, diesen Kunststoffgegenständen für den einmaligen Gebrauch Lebewohl zu sagen.

Wenn Sie nun auch glauben, dass unsere Umwelt es verdient hat, dass wir mit ihr schonender umgehen, können auch Sie im Alltag Ihren Beitrag leisten. Wie das geht, erfahren Sie auf unserer informativen Themenseite Nachhaltig leben.

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