Aktualisiert: 17.09.2020 - 21:23

Forscher fanden Erstaunliches Warum es Leben auf der Venus geben könnte

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Foto: iStock.com/dottedhippo

Forscher haben Hinweise darauf, dass es Leben auf der Venus geben könnte. Wie Sie sich das erklären – und was Pinguin-Kot damit zu tun hat.

Planeten im Weltall faszinieren Menschen seit vielen Jahren. Und Forscher beschäftigen sich seit jeher mit der Frage: Gibt es außerhalb der Erde Leben?

In der Vergangenheit wurde vor allem der Mars erforscht und gilt als mögliches nächstes Ziel einer bemannten Mission. Doch nun rückt ein neuer Planet in den Fokus: die Venus. Es gibt Hinweise darauf, dass es dort außerirdisches Leben geben könnte.

Gibt es Leben auf der Venus? Was dafür spricht

Zu dieser Erkenntnis sind unter anderem Forscher der Universität Cardiff gelangt. Und das ist mehr als erstaunlich. Denn auf der Oberfläche der Venus, die trotz 40 Millionen Kilometer Entfernung zur Erde ihr Nachbarplanet ist, ist es über 400 Grad heiß. Zudem beträgt der Druck am Boden 90 bar, damit ist die Venus praktisch unbewohnbar. Zum Vergleich: Der Luftdruck auf der Erde beträgt ein bar …

Warum es trotzdem außerirdisches Leben auf der Venus geben könnte, erklärte Astrobiologin Jane Greaves gegenüber "tagesschau.de". Die Astrobiologin der Universität Cardiff leitet das internationale Forschungsteam, das Messungen mit Radioteleskopen in der Atmosphäre der Venus vorgenommen hat. Und dabei eine spannende Entdeckung machte: Es fand das Gas Phosphin.

Venus-Forscherin: "War für uns ein Schock"

Greaves: "Als wir in den Messergebnissen die ersten Anzeichen für Phosphin in der Venus-Atmosphäre sahen, war das für uns ein Schock". Denn tatsächlich ist das Gas ein Zeichen für Leben. Man findet Phosphin zum Beispiel in Mooren, aber auch im Darm von Fischen oder sogar im Kot von Pinguinen.

Für Organismen, die auf Sauerstoff angewiesen sind, ist es giftig – für diejenigen, die keinen Sauerstoff brauchen, ist es Bestandteil des Stoffwechsels. Und die Venus ist ein Planet ohne Sauerstoffatmosphäre, insofern ist das Gas ein Hinweis auf Leben.

Übrigens: Was sich hinter einer ominösen Lichterkette am Himmel versteckt, lesen Sie hier.

Venus-Mikroben in Venuswolken?

Phosphin wurde allerdings nicht in den extrem heißen Bereichen der Venus gefunden, sondern in höheren Wolkenschichten rund 50 Kilometer über dem Boden. Dort betragen die Temperaturen lediglich 30 Grad, der Druck liegt bei einem bar – also genau wie auf der Erde. Es könnten also tatsächlich Venus-Mikroben existieren. Die Venus hat auch Einfluss auf unser Sternzeichen. Lesen Sie hier, welche Charaktereigenschaften Sternzeichen am schlimmsten finden.

Doch für weitere Erkenntnisse müssen die Forscher mit feinerer Technik arbeiten. Dazu müssen Raumsonden in die Venuswolken geschickt werden. Russland peilt – möglicherweise auch in Zusammenarbeit mit der NASA – entweder für das Jahr 2026 oder 2031 Venusflüge an. Mithilfe eines solarbetriebenen Fluggeräts könnte dann überprüft werden, ob es tatsächlich Leben auf der Venus gibt …

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