Aktualisiert: 16.09.2020 - 21:33

Staus vermeiden Warum für Autofahrer in deutschen Innenstädten bald Gebühren fällig werden könnten

Warten, hupen, im Schritttempo vorwärts kommen: Mit dem Auto im Stau zu stecken, ist mühsam. Sollten Autofahrer Gebühren zahlen müssen, damit sich in den deutschen Innenstädten der Verkehr reduziert?

Foto: iStock.com/deepblue4you

Warten, hupen, im Schritttempo vorwärts kommen: Mit dem Auto im Stau zu stecken, ist mühsam. Sollten Autofahrer Gebühren zahlen müssen, damit sich in den deutschen Innenstädten der Verkehr reduziert?

Die Dauerstaus in deutschen Innenstädten rauben Autofahrern Zeit und den Verstand. Mit den endlosen Autokolonnen soll es bald ein Ende haben. Dafür sollen die Autofahrer blechen…

Möchte man sich nur mal eben kurz mit der Freundin in der City treffen oder von der Arbeit aus der Stadt nach Hause fahren, braucht man oftmals gut eine Stunde mehr als der Weg normalerweise in Anspruch nehmen würde, wenn man mit dem Auto fährt. Der Grund für diese nervige Verzögerung sind die Staus in den deutschen Innenstädten. Eventuell könnte eine Maut Abhilfe schaffen, dann würden Autofahrer in deutschen Innenstädten bald Gebühren zahlen müssen.

Darum könnten bald Gebühren auf die Autofahrer in deutschen Innenstädten zukommen

Die Umsetzung der Maut in deutschen Innenstädten wurde im Rahmen einer Studie zunächst für die staureiche Stadt München geprüft, wie Chip berichtete. Das erarbeitete Konzept sieht folgendermaßen aus: Jeder, der ein Fahrzeug, wie PKW, LKW oder Motorrad in dem vorgesehenen 44 Quadratkilometer großen Gebiet bewegt, muss eine Gebühr von 6 Euro zahlen – nicht nur Autofahrer von außerhalb, auch die Anwohner selbst. Auch ältere Personen und gehbehinderte Autofahrer müssen die Maut entrichten. Es soll keine Ausnahmeregelungen geben.

Maut-Konzept auch für andere Städte denkbar

Von dieser Idee erhofft man sich, dass viele Autofahrer so auf die öffentlichen Verkehrsmittel oder auf das Rad umsteigen. Dadurch könne das Verkehrsaufkommen in der Münchner Stadt um 23 Prozent reduziert werden. Eine Senkung von sogar 33 Prozent soll zu Spitzenzeiten möglich sein. "Auch für andere Städte in Deutschland wäre eine solche Gebühr vorstellbar", teilte der Autor und Leiter des Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien am Ifo-Institut, Oliver Falck mit. Vielleicht könnte sich das Maut-Modell also auch in Berlin, Hamburg oder vielleicht Frankfurt etablieren, denn diese Städte sind auch oft von Stau geplagt.

Umsetzung des Gebühren-Models für Autofahrer deutscher Innenstädte braucht noch Zeit

Ganz klar, dass ein solcher Vorschlag, bei dem die Autofahrer zur Kasse gebeten werden, auf Kritik stößt. Der Handelsverband Bayern befürchtet, dass der innerstädtische Einzelhandel unter dieser Maßnahme leiden werde. Vermutlich würde sich die Kundschaft auf die Geschäfte außerhalb dieser Gebühren-Zone verlagern. Zum Glück bleibt noch genügend Zeit zum Diskutieren, denn bis wir eine solche Maut in unseren deutschen Innenstädten hätten, vergehen wohl noch ein paar Jahre. Die zweite Hälfte des Jahrzehnts wird angepeilt. Aktuell ist noch nicht einmal die technische Umsetzung des Maut-Vorschlages in deutschen Innenstädten durchdacht worden.

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Nicht nur das Fahren durch die Innenstadt wird teuer, wenn die Maut kommt, sondern auch das Austauschen von Autoteilen ist eine kostspielige Angelegenheit. Zum Beispiel, wenn Sie diesen teuren Fehler begehen: Wer so fährt, beschädigt seine Kupplung. Und das machen die meisten!

Sollte diese Maut in unsere Innenstädte kommen, hoffen wir, dass die technische Umsetzung so gut gelingt, dass es zu keinen Fehlern kommt. Denn niemand will Gebühren zahlen, die er gar nicht zahlen muss. Sollte Ihnen so etwas mal in irgendeiner Situation passieren, können Sie sich wehren. Dann ist es gut, zu wissen, was einem zusteht. In vielen Fällen klären wir auf unserer Themenseite Ratgeber Recht auf, was Ihr gutes Recht ist.

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