Aktualisiert: 10.09.2020 - 17:27

Fristen beachten Wie Sie Versicherungen richtig kündigen

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Es lohnt sich, seine Policen regelmäßig zu checken – bieten sie nicht mehr das, was Sie sich anfangs erhofft haben, lassen sich Versicherungen auch kündigen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Foto: iStock.com/sturti

Es lohnt sich, seine Policen regelmäßig zu checken – bieten sie nicht mehr das, was Sie sich anfangs erhofft haben, lassen sich Versicherungen auch kündigen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Wer unzufrieden ist oder sie als überflüssig ansieht, kann Versicherungen kündigen. Wie das gelingt und welche Fristen es gibt, lesen Sie hier.

Manche sind unerlässlich, andere wiederum lohnen sich kaum oder sind zu teuer. Welche Versicherung man haben sollte, darüber scheiden sich oft die Geister.

Haben Sie einmal eine abgeschlossen, heißt das aber nicht, dass man diese auch unbedingt ein Leben lang behält – Sie können auch einfach aussteigen. Doch dabei gibt es einiges zu beachten hinsichtlich Fristen und weiteren Bedingungen. Wie Sie Versicherungen richtig kündigen, erfahren Sie hier.

Versicherung kündigen: Beachten Sie diese Regeln

Es kann sich sehr lohnen, in den Unterlagen nach bestehenden Versicherungen zu schauen und abzuwägen, ob sich eine Kündigung lohnt. Gerade bei Versicherungen, die schon viele Jahre laufen, sollte man genau hingucken. Denn Versicherungen konzentrieren sich in der Regel vor allem auf Neukunden und behandeln Bestandskunden weniger umfangreich.

Das Angebot an neuen Versicherungen ist groß, in der Branche herrscht großer Wettbewerb, also schauen Sie sich ruhig um und machen Sie sich ein Bild von den Angeboten der Konkurrenz. Wichtig: Haben Sie spätestens zur Kündigung der Versicherung eine Alternative parat, um einen lückenlosen Versicherungsschutz zu gewährleisten. Besonders wichtig ist die Krankenversicherung – doch immer mehr Menschen haben keine.

Beachten Sie bitte eines: Sollte das Unternehmen von sich aus die Police, also den Versicherungsschein beenden wollen, dann kommen Sie ihr zuvor und kündigen Sie den Vertrag zuerst. Das ist wichtig, um später bei einer anderen Versicherung einen neuen Vertrag zu bekommen, da erfragt wird, wer die vorherige Versicherung aufgelöst hat. War es der Versicherer, macht das keinen guten Eindruck.

Kündigungsfristen auf dem Schirm haben

Bei jeder Versicherung, die Sie kündigen wollen, müssen Sie sich zunächst über Fristen und weitere Voraussetzungen erkundigen. Die Frist für eine ordentliche Kündigung beträgt in vielen Fällen drei Monate, bei Kfz-Versicherungen dagegen nur einen Monat. Übrigens: Autofahrer müssen auch Steuern zahlen – und demnächst tiefer in die Tasche greifen: Teures Autofahren: Lesen Sie hier, wie hoch die neue Kfz-Steuer wird.

Anders ist es bei Lebensversicherungen, dort ist eine Kündigung individuell nur zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode möglich. Einige Versicherungen pochen auf das Ende des Versicherungsjahres als Kündigungszeitpunkt. Haben Sie also eine Versicherung beispielsweise am 31. August abgeschlossen, kann diese erst zum Zeitpunkt dieses Datums zwölf Monate später aufgelöst werden.

Voraussetzungen für eine Sonderkündigung

Manchmal gibt es aber auch Gründe, die eine Kündigung schon vor der regulären Frist rechtfertigen – zum Beispiel dann, wenn das Versicherungs-Unternehmen die Beiträge erhöht, ohne die Leistungen anzupassen oder aber der Schutz bei gleicher Prämie reduziert wird. Beachten Sie trotzdem den Zeitpunkt für eine solche Sonderkündigung. Spätestens einen Monat, nachdem der Versicherer die höheren Beiträge angekündigt hat, müssen Sie dann kündigen. Die Kündigung tritt in Kraft, sobald die erhöhten Beiträge fällig wären.

Weitere Gründe für eine Sonderkündigung können zum Beispiel auch ein Todesfall oder bei der Kfz-Versicherung ein Wechsel des Fahrzeugs sein. Für den Fall, dass Sie die Versicherung kündigen wollen, aber beispielsweise noch ein Schaden abgewickelt wird, besteht die Möglichkeit, den Vertrag innerhalb eines Monats nach Abschluss des Sachverhalts aufzulösen. Sturmschäden am Haus? Das müssen Sie für die Versicherung wissen! Und welche Versicherung bei Wasserschäden in Wohnung und Haus zahlt, erfahren Sie hier.

Wasserschaden in Wohnung und Haus: Welche Versicherung zahlt?
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Unbedingt schriftlich kündigen

Aber wie genau soll die Kündigung eigentlich erfolgen? Telefonisch ist nicht zu empfehlen, sondern besser schriftlich. Das geht per E-Mail, Fax oder Brief – vergessen Sie aber nicht, Ihre Unterschrift unter die Kündigung zu setzen. Im Falle der Sonderkündigung müssen Sie den Grund dafür angeben. Am besten vermerken Sie auf dem Dokument, dass Sie um eine schriftliche Bestätigung bitten, dass die Kündigung eingegangen ist.

Mehr zu Versicherungen und weitere hilfreiche Hinweise finden Sie auf unserer Themenseite Ratgeber Recht.

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