04.09.2020 - 14:10

Was ist am effektivsten? Mäuse loswerden: So vertreiben Sie die Nager!

So süß! Aber leider auch ein echtes Gesundheitsrisiko... Wir verraten Ihnen, wie Sie Mäuse loswerden.

Foto: iStock.com/Dejan Kolar

So süß! Aber leider auch ein echtes Gesundheitsrisiko... Wir verraten Ihnen, wie Sie Mäuse loswerden.

Mäuse mögen zwar ganz putzig aussehen, sind aber gesundheitsschädlich und können schwere Schäden verursachen. Das hilft!

Mäuse sind ja eigentlich ganz niedlich – zumindest rufen die kleinen Nager bei den meisten Menschen deutlich weniger Antipathie hervor als Ratten. Doch aus einer Maus entwickelt sich oft schnell eine ganze Mäusegroßfamilie und auch sonst gibt es gute Gründe, die Tierchen nicht bei sich im Haus haben zu wollen. Wir verraten Ihnen, wie Sie Mäuse am besten loswerden!

Mäuse loswerden: Wie geht’s am besten?

Besonders, wenn es draußen kalt wird, flüchten sich Mäuse auf ihrer Suche nach Wärme und Futter in Wohnhäuser. An sich nachvollziehbar – trotzdem freuen sich die Wenigsten, wenn sie feststellen, dass die Nager es sich in ihrem Haus gemütlich gemacht haben. Das hat wenig mit mangelnder Tierliebe zu tun: Mäuse sind nicht nur lästig, wenn sie Kabel anknabbern oder ihren Kot in Ihren Räumlichkeiten hinterlassen, sie stellen überdies auch ein Gesundheitsrisiko dar, weil sie Krankheitserreger, wie zum Beispiel das Hantavirus, übertragen können. Außerdem: Eine Maus bleibt meist nicht lange allein. Und wer hat schon Lust auf eine Mäusekolonie in Ihrem Keller?

So süß sie also auch sind, bleiben sollten die Mäuse nicht. Aber wie kann man sie loswerden? Es gibt viele verschiedene Methoden zur Mäusebekämpfung – wir verraten Ihnen, welche am effektivsten ist!

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Schädlinge, Parasiten & Co.
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Mäuse loswerden: Hände weg von Gift und Mausefalle

Das bekannteste Mittel gegen Mäuse ist natürlich die Mausefalle. Dabei handelt es sich um eine Schlagfalle, die die Maus mithilfe eines Köders anlockt und ihr dann durch einen Metallbügel das Genick oder das Rückgrat bricht. Diese Methode der Mäusebekämpfung ist grausam, tödlich und lässt immer wieder Kritik von Tierschützern laut werden.

Das Gleiche gilt für Giftköder: Diese lassen die Maus qualvoll innerlich verbluten. Das passiert nicht unmittelbar, nachdem sie den Giftköder gefressen hat, sondern erst später, damit die anderen Mäuse gegenüber den vergifteten Ködern nicht misstrauisch werden. Neben der Tatsache, dass diese Methode der Mäusebekämpfung ebenso schmerzhaft ist wie die Mausefalle, ist das Gift außerdem nicht nur für Mäuse gefährlich, sondern kann auch bei Tieren und Kindern zu schweren gesundheitlichen Schäden bis hin zum Tod führen. Wir raten aus diesen Gründen von der Bekämpfung durch Schlagfalle und Giftköder ab.

Mäuse lebendig fangen

Eine andere Art der Falle ist die Lebendfalle. Wie der Name hier bereits verrät, wird die Maus mithilfe dieser lebendig gefangen. Auch hier wird das kleine Nagetier durch einen Köder angelockt und sobald es den Käfig betreten hat, fällt ein Türchen herunter. Jetzt können Sie die Maus transportieren und weit genug von Ihrem Haus entfernt aussetzen, am besten mindestens 100 Meter, damit sie den Weg zurück nicht mehr findet.

Wichtig bei einer Lebendfalle ist, dass Sie, wenn Sie eine solche aufstellen, regelmäßig nachschauen, ob sich eine Maus darin verirrt hat. Mäuse sind nicht besonders stressresistent und ist eine Maus mehrere Stunden in einer solchen Falle gefangen, kann es sein, dass sie stirbt. Um auch während des Aussetzens Stress zu vermeiden, sollten Sie zum Transport ein Tuch über den Käfig breiten.

Seien Sie außerdem unbedingt vorsichtig, wenn Sie die Maus freilassen. Mit Mäusebissen ist nicht zu spaßen, es kann unter anderem zu einer Blutvergiftung kommen.

Sollte die Lebendfalle absolut keine Option für Sie darstellen, beispielsweise, weil die Mäuseplage überhandnimmt, dann beauftragen Sie besser einen Kammerjäger mit der Mäusebekämpfung. Dieser wendet im Normalfall zwar ebenfalls Gift an, erledigt das Ganze aber zumindest professionell, gründlich und langfristig. Das ist allemal besser, als wenn Sie selbst versuchen, eine Mäusekolonie mit Gift auszulöschem.

Mit Hausmitteln gegen die Mäuseplage?

Es gibt viele Hausmittel, denen nachgesagt wird, Mäuse fernzuhalten. Dabei handelt es sich meistens um stark duftende Gewürze und Essenzen, beispielsweise Pfefferminzöl, Essig oder Chilischoten. Angeblich mögen Mäuse den Geruch dieser Hausmittel nicht. Wie wirksam diese Maßnahmen aber tatsächlich sind, ist umstritten. Während es gut möglich sein kann, dass sie einzelne Mäuse von bestimmten Plätzen fernhalten, sind sie bei einer ganzen Mäusepopulation wohl eher wirkungslos.

Auch der Effekt sogenannter "Mäuseschrecks", eines Geräts, das Mäuse mithilfe von Ultraschall vertreiben soll, ist fragwürdig. Zwar gibt es verschiedene Mäuseschrecks, die in Online-Shops und Verbraucherportalen unterschiedlich gut bewertet werden. Die Seite "ungeziefer-im-haus.de" hat jedoch einen Test mit verschiedenen Geräten durchgeführt und kommt zu dem Schluss, dass diese kaum vor Mäusebefall schützen, sondern sich lediglich dazu eignen, Mäuse aus kleinen Räumen wie der Speisekammer fernzuhalten.

Das hilft wirklich: Ursachenbekämpfung

Eine Lebendfalle mag sich bei wenigen Mäusen als durchführbare Lösung erweisen, ein Kammerjäger bei einer ausgewachsenen Mäuseplage, langfristig gesehen geht man damit aber nur den Symptomen, also den aktuellen Mäusen an den Kragen – neue Mäuse werden in vielen Fällen nachrücken.

Was wirklich hilft, ist Ursachenbekämpfung. Mäuse gehen dorthin, wo es Wärme und Futter gibt, der erste logische Schritt ist also, ihnen den Zugang zu Lebensmitteln unmöglich zu machen. Dazu sollten Sie Ihre Vorräte in Glas- oder Metallbehältern verstauen – nicht in Plastikboxen, durch diese fressen die Nager sich im Zweifelsfall einfach durch. Zwar ernähren sich Mäuse auch von Insekten, natürlich gilt aber: Je mehr Nahrung verfügbar ist, desto mehr Mäuse tauchen auf.

Ansonsten ist vor allem eines angesagt: Abriegelung. Verschließen Sie alle Öffnungen, durch die Mäuse in Ihr Haus oder Ihre Wohnung gelangen könnten. Das ist insbesondere bei alten Häusern und bei Altbauwohnungen nicht immer einfach, Mäuse krabbeln durch Spalten an Türen und Fenstern genau wie durch Wanddurchbrüche für Leitungen oder durch Aufzugschächte. Falls Sie Mieter sind, gibt es zumindest einen Trost: Der Vermieter muss sich um die Mäuseplage kümmern, gegebenenfalls können Sie außerdem eine Mietminderung geltend machen.

Zu den Krankheiten, die von Mäusen übertragen werden können, gehört zum Beispiel das Hantavirus. Doch Mäuse sind nicht die einzigen Tiere, die sich ungewünscht bei Ihnen einnisten können: Da gibt es auch noch das Silberfischchen und die Wespenspinne...

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