Aktualisiert: 26.08.2020 - 18:43

Einigung in der Koalition Kurzarbeitergeld wird verlängert!

Von der Redaktion

Der Bezug von Kurzarbeitergeld wird verlängert – das hat der Koalitionsausschuss jetzt beschlossen.

Foto: imago images / Christian Ohde

Der Bezug von Kurzarbeitergeld wird verlängert – das hat der Koalitionsausschuss jetzt beschlossen.

Arbeitnehmer, die Corona-bedingt in Kurzarbeit sind, können aufatmen: Nach Beschlüssen des Koalitionsausschusses wird das Kurzarbeitergeld verlängert.

Gute Nachricht für Beschäftigte ohne ausreichende Beschäftigung: Die Koalitionsspitzen von CDU, CSU und SPD haben sich am gestrigen Dienstag unter anderem auf die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes geeinigt, um die Folgen der Corona-Krise abzumildern.

Beschlossen: Bezug von Kurzarbeitergeld wird verlängert

Acht Stunden sollen die Beratungen gedauert haben, doch am Ende präsentierten CSU-Chef Markus Söder, CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer sowie die SPD-Chefs Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken die Ergebnisse des Koalitionsausschusses im Kanzleramt.

So soll das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise auf bis zu zwei Jahre verlängert werden. Soll heißen: Kurzarbeiter können statt zwölf Monaten künftig bis zu 24 Monate Lohnersatz bekommen.

Auch die Sonderregelungen zum erleichterten Zugang sollen, der Corona-Krise geschuldet, bis zum Jahresende 2021 beibehalten werden.

Die Höhe der Zahlungen bemessen sich weiterhin so:

  • Betroffene Arbeitnehmer mit Kindern erhalten bis zu 77 Prozent des Verdienstausfalls ab dem vierten Monat und
  • bis zu 87 Prozent ab dem siebten Monat.
  • Betroffene Arbeitnehmer ohne Kinder erhalten bis zu 70 Prozent ab dem vierten Monat und
  • bis zu 80 Prozent ab dem siebten Monat.

Auch Hilfen für Betriebe werden verlängert

Die betroffenen Firmen werden dabei entlastet: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) erstattet ihnen bis zum 30. Juni 2021 die Sozialversicherungsbeiträge in voller Höhe, danach noch zur Hälfte. Denn die werden auch bei Kurzarbeit fällig. Überbrückungshilfen für Unternehmen, was Zuschüsse zu den Betriebskosten betrifft, werden ebenfalls bis Jahresende 2020 verlängert.

Weiterhin gilt bis Ende 2021: Schon wenn ein Zehntel der Beschäftigten wegen Arbeitsausfalls weniger verdient, können Betriebe, auch Leiharbeitsfirmen, Kurzarbeit beantragen. Normalerweise muss mindestens ein Drittel der Belegschaft von Arbeitsausfall und Lohneinbußen betroffen sein.

Und was, wenn die Corona-Krise auch Ende nächsten Jahres noch nicht ganz vorbei ist? Dann wäre eine nochmalige Verlängerung des Kurzarbeitergeldes durchaus möglich: Es werde "bei Bedarf über weitere Anpassungs- und Veränderungsbedarfe beraten", heißt es in dem Beschlusspapier.

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