Aktualisiert: 21.08.2020 - 19:37

Hier ist Vorsicht geboten Auf keinen Fall benutzen! Bundesforschungsinstitut warnt vor dubiosen Lieferungen

Sie haben ein unbekanntes Paket erhalten? Vorsicht: Ein Bundesforschungsinstitut warnt vor dubiosen Lieferungen.

Foto: iStock / fizkes

Sie haben ein unbekanntes Paket erhalten? Vorsicht: Ein Bundesforschungsinstitut warnt vor dubiosen Lieferungen.

Sie erhalten ein Päckchen oder Paket, obwohl Sie gar nichts bestellt haben? Vorsicht: Der Inhalt könnte gefährlich sein. Das Julius Kühn-Institut warnt vor einer neuen Betrugsmasche…

Vorfreude ist die schönste Freude! Und so ist das Warten auf die Lieferung einer Bestellung oft mit einem angenehmen Kribbeln im Bauch verbunden. Sobald das Paket endlich da ist, wird es natürlich gleich ungeduldig aufgerissen… Doch was, wenn man gar nichts bestellt hat, sondern einfach so ein Paket oder Päckchen im Briefkasten vorfindet? In diesem Fall sollten Sie vorsichtig sein – denn ein Bundesforschungsinstitut warnt vor merkwürdigen Lieferungen.

Viren, Bakterien, invasive Pflanzen: Bundesforschungsinstitut warnt vor Samen-Lieferungen

Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Deutschland. Es ist Teil des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Zu Beginn dieser Woche berichtete das Institut, dass derzeit weltweit Menschen Päckchen mit Pflanzensamen zugeschickt bekämen. Der genaue Absender ist unbekannt, man geht allerdings davon aus, dass der Urheber dieser Sendungen in Asien sitzt. Es ist dabei nicht angegeben, um was für Pflanzen es sich bei den Samensendungen genau handelt, das Institut warnt allerdings davor, das Saatgut auszusähen. Sollten Sie ein Samenpäckchen unbekannten Ursprungs erhalten, sollten Sie es laut JKI im Hausmüll (nicht auf dem Kompost oder in der Biotonne!) entsorgen.

Der Grund dafür ist, dass es gut möglich sein kann, dass die daraus entstehenden, unbekannten Pflanzen aus anderen Ländern stammen und unseren heimischen Pflanzen gefährlich werden. Außerdem könnte das Saatgut von Krankheitserregern befallen sein, beispielsweise Bakterien oder Viren, die in Europa als Quarantäneschadorganismen eingestuft sind. Die Einschleppung solcher aus anderen Ländern soll unbedingt vermieden werden.

Wer macht sowas?

Warum verschickt jemand Päckchen mit unbekannten Pflanzensamen? Dafür gibt es mehrere mögliche Erklärungen. Zum einen könnte es natürlich einfach ein schlechter Scherz sein, beispielsweise in Anlehnung an die Samenbomben, die beim Urban Gardening (deutsch: urbaner Gartenbau, also die gärtnerische Nutzung städtischer Flächen) zum Einsatz kommen. Eine weniger harmlose Erklärung wäre, dass die Samenpäckchen tatsächlich Schaden anrichten könnten und mit Kalkül verschickt wurden. Eine dritte Erklärung liefert das JKI: Wahrscheinlich handele es sich dabei um eine Betrugsmasche. Eine Betrugsmasche, bei der man nichts zahlt, aber trotzdem etwas erhält? Was Ihnen komisch vorkommen mag, könnte durchaus möglich sein: Laut JKI versuchen die Verkäufer so vermutlich, neben der Anzahl an falschen Kundenbewertungen auch die ihrer Verkäufe zum Schein zu erhöhen. Das Ganze wäre also eine Art illegaler Werbe-Gag.

Gut, wenn man vor solchen Betrugsversuchen gewarnt wird. Auf diesen PayPal-Betrug sollten Sie ebenfalls nicht hereinfallen! Eine gute Nachricht ist hingegen, dass die Bundesnetzagentur für 2020 weniger Telefonabzocke meldet!

Nicht nur bei Betrug sollten Sie aufpassen – auch beim Kauf von Lebensmitteln ist manchmal Vorsicht geboten. Diese Kürbiskerne von Kaufland wurden gerade wegen Salmonellen-Gefahr zurückgerufen.

Sie selbst sind Opfer einer gemeinen Betrugsmasche geworden? In unserem Ratgeber Recht finden Sie vielleicht Lösungen.

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