Aktualisiert: 19.08.2020 - 18:43

Tausende Euro Rente vs. Pension: So groß ist die Differenz!

Jeder möchte im Alter ein angenehmes Leben führen. Doch zwischen Pension und Rente gibt es eine große Differenz...

Foto: iStock / bluecinema

Jeder möchte im Alter ein angenehmes Leben führen. Doch zwischen Pension und Rente gibt es eine große Differenz...

Dass es sich von einer Beamtenpension besser leben lässt als von der gesetzlichen Rente, mag manch einer vermuten. Doch wie groß ist eigentlich der Unterschied?

Haben Sie sich immer schon mal gefragt, wie hoch eigentlich die Pension ist, die ehemalige Bundesbeamte erhalten? Tatsächlich ist sie durchschnittlich erheblich höher als die Durchschnittsrente ehemaliger Arbeitnehmer. "focus.de" hat einen Vergleich der Pension ehemaliger Bundesbeamter mit der Rente gesetzlich versicherter Arbeitnehmer vorgenommen und kommt zu dem Schluss: Die Differenz zwischen Pension und Rente beträgt im Durchschnitt fast bis zu 2.000 Euro!

So groß ist die Differenz zwischen Pension und Rente

Wie "focus.de" dem 6. Versorgungsbericht der Bundesregierung entnimmt, betrug die Pension ehemaliger Bundesbeamter 2019 im Schnitt 3.160 Euro. 6,5 Prozent von ihnen erhielten sogar mehr als 5.000 Euro! Zum Vergleich: Die durchschnittliche Rente betrug laut "focus.de" lediglich 1.320 Euro – für männliche Arbeitnehmer. Weibliche Arbeitnehmer erhielten im Schnitt nur 940 Euro monatlich. Zu beachten ist, dass von all diesen Beträgen gegebenenfalls noch Beiträge für die Krankenversicherung sowie Steuern abgezogen werden müssen.

Warum die Rente von Frauen so oft so viel niedriger ausfällt als die von Männern, sollte mittlerweile allgemein bekannt sein. Frauen verdienen weniger als Männer, weil sie häufiger in schlecht bezahlten Jobs und in Teilzeit arbeiten, außerdem ist da natürlich der Gender Pay Gap. Laut diesem verdienen Frauen für die gleiche Arbeit wie Männer weniger. Dazu kommt, dass es früher noch weitaus üblicher war als heute, dass Frauen nach der Heirat aufhörten zu arbeiten oder nur noch einer Teilzeitbeschäftigung nachgingen. Diese Frauen dürften jetzt im Rentenalter sein, diese Entscheidungen fließen also in die Höhe ihrer aktuellen Durchschnittsrente mit ein.

Dass Altersarmut leider auch und vor allem ein Frauenthema ist, darüber hat auch unsere Kolumnistin Renate Zott geschrieben.

Das steht im Versorgungsbericht der Bundesregierung

Die Daten kommen aus dem aktuellen Versorgungsbericht der Bundesregierung. Dieser liefert jährlich Details zur Versorgung der Berufsgruppen der Soldaten und Beamten. Der Versorgungsbericht beschreibt die Beamtenversorgung "neben der gesetzlichen Rentenversicherung als das zweite große Alterssicherungssystem Deutschlands". Dabei betont der Bericht allerdings auch, dass sich die gesetzliche Rentenversicherung und die Beamtenversorgung gar nicht ohne Weiteres vergleichen lassen, da die Beamtenversorgung nicht nur der gesetzlichen Rentenversicherung nicht-verbeamteter Arbeitnehmer entspricht, sondern zusätzlich auch die betriebliche Zusatzversicherung abdeckt.

Weiterhin liefert der Bericht Gründe für die große Differenz zwischen der Pension und der Rente. Es wird darauf hingewiesen, dass die durchschnittlichen Arbeitnehmerrenten auch sehr kurze Erwerbsbiographien sowie kleine Renten, beispielsweise von Freiberuflern, umfassen. Dies senkt natürlich den Schnitt. Weiterhin können Beamte laut dem Bericht besonders häufig ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine ähnliche Ausbildung vorweisen. Das schlage sich natürlich in einem höheren Einkommen und damit einer höheren Rente nieder.

Sind Sie zufrieden mit Ihrer Rente? Schön! Sie sollten sich allerdings informieren, ob Sie 2020 eventuell zum ersten Mal Steuern auf Ihre Rente zahlen müssen. Außerdem gut zu wissen: Diese Auswirkungen hat Corona auf die Rente. Zu allem Überfluss schlagen Arbeitgeber jetzt auch noch die Rente ab 70 Jahren vor…

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