Aktualisiert: 17.08.2020 - 20:32

Erleichterung für Eltern Diese Familien bekommen den Corona-Kinderbonus zuerst ausgezahlt!

Für Familien mit Kindern ist die Corona-Krise eine ganz besondere Herausforderung. Im September wird deshalb der Corona-Kinderbonus ausgezahlt.

Foto: iStock.com / carlosbezz

Für Familien mit Kindern ist die Corona-Krise eine ganz besondere Herausforderung. Im September wird deshalb der Corona-Kinderbonus ausgezahlt.

Endlich steht fest, wann der viel besprochene Corona-Kinderbonus ausgezahlt wird. Aber Vorsicht: Nicht alle Familien bekommen ihn gleichzeitig…

Familien mit Kindern sind von der Corona-Krise in besonderem Maße betroffen. Bildungs- und Betreuungsstrukturen, die in der Vergangenheit nie in Frage gestellt wurden, fallen plötzlich weg: Schulen und Kitas blieben während der letzten Monate entweder komplett geschlossen, oder öffneten nur sporadisch: Unterricht an wenigen Tagen pro Woche für nur einige Stunden war keine Seltenheit. Eltern stehen dieser Situation oft rat- und hilflos gegenüber: Was tun, wenn die Kinder noch nicht allein zuhause bleiben können? Schließlich kann nicht jeder einfach aus dem Home-Office arbeiten oder ganz daheimbleiben. Um Familien gezielt zu entlasten, wurde bereits vor einiger Zeit die Einführung von Bonuszahlungen an Familien beschlossen. Jetzt steht endlich fest, wann der Corona-Kinderbonus ausgezahlt wird!

Roller oder Spülmaschine – das kaufen Eltern vom Kinderbonus
Roller oder Spülmaschine – das kaufen Eltern vom Kinderbonus

Corona-Kinderbonus: Diese Familien erhalten ihn zuerst!

Die Höhe des Corona-Kinderbonus soll 300 Euro betragen – pro kindergeldberechtigtem Kind. Ausgezahlt werden soll der Betrag in zwei Raten, diese erfolgen durch die Familienkassen: Die erste Rate in Höhe von 200 Euro soll im September ausgezahlt werden, die zweite Rate im Oktober. Dabei erhalten allerdings nicht alle Familien den Kinderbonus gleichzeitig: Der genaue Zeitpunkt richtet sich nach der Endziffer der jeweiligen Kindergeldnummer. Bei wem dort eine Null steht, der hat es besonders gut: Er erhält die Auszahlung gleich am 7. September. Diejenigen, die die Ziffern 1 bis 9 haben, bekommen die erste Rate im Laufe des Monats September überwiesen.

Praktisch: Die Auszahlung des Corona-Kinderbonus erfolgt bis auf wenige Sonderfälle automatisch, Sie müssen ihn nicht extra beantragen.

Wird der Kinderbonus mit anderen Leistungen verrechnet?

Durch die Auszahlung des Corona-Kinderbonus profitieren insbesondere Familien mit kleinen und mittleren Einkommen, da der Bonus nicht mit anderen Familien- und Sozialleistungen wie dem Hartz-IV-Kinderzuschlag, dem Wohngeld oder dem Unterhaltsvorschuss verrechnet wird. Auf den Kinderfreibetrag hingegen wird der Kinderbonus sehr wohl angerechnet, bei Familien mit höherem Einkommen gleichen sich Kinderbonus und Kinderfreibetrag also ab einer gewissen Einkommenshöhe aus. Laut dem Bundesfinanzministerium profitiert ein Elternpaar mir drei Kindern bis zu einem Einkommen von 67.816 Euro in voller Höhe von den ihnen zustehenden Corona-Kinderboni. Ab einem Einkommen von 105.912 Euro profitiert die Familie überhaupt nicht mehr vom Corona-Kinderbonus.

Und was ist mit Alleinerziehenden?

Alleinerziehende haben besonders stark mit dem Wegbrechen der Betreuungsmöglichkeiten zu kämpfen, gibt es in diesem Fall doch oft keinen Partner, mit dem die Kinderbetreuung aufgeteilt werden kann. Glücklicherweise richtet sich der Corona-Kinderbonus danach, ob in einer Familie ein kindergeldberechtigtes Kind lebt, nicht danach, ob die Eltern des Kindes zusammenleben. Deshalb haben auch Alleinerziehende Anspruch auf den vollen Kinderbonus. Erhalten wird den Kinderbonus der Elternteil, der auch das Kindergeld erhält.

Alleinerziehende profitieren allerdings noch von einer weiteren Änderung: Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird für die Jahre 2020 und 2021 angehoben – und das deutlich: Statt 1.908 Euro liegt die Grenze in diesem Zeitraum bei 4.008 Euro jährlich.

Zweifelsohne ist der Corona-Kinderbonus für Familien mit kleinem und mittlerem Einkommen eine gute Sache. Ob er aber auch den erwünschten, positiven Effekt auf die Konjunktur haben wird, bleibt abzuwarten. Ebenfalls steht natürlich fest: Selbst wenn der Kinderbonus vielen Familien dabei helfen kann, in Pandemiezeiten etwas Schönes zu unternehmen oder eine wichtige, den Kindern zugutekommende Anschaffung zu tätigen, kann er langfristige und funktionierende Konzepte für Schulen und Kinderbetreuungsstätten nicht ersetzen.

Alles rund um das Coronavirus finden Sie auf unserer Themenseite. Lesen Sie zum Beispiel, aus welchen Ländern Urlauber am häufigsten eine Infektion mit dem Coronavirus mitbringen. Ebenfalls gut zu wissen: So wirkt sich Corona auf unsere Rente aus.

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