Aktualisiert: 11.08.2020 - 20:34

Superreich? Das war einmal... Das Vermögen der Schaefflers ist drastisch geschrumpft!

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Georg Schaeffler und seine Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann sind Gesellschafter der Schaeffler-Gruppe und halten Anteile an Continental. Dennoch steht es um das Vermögen der Familie gerade gar nicht gut...

Foto: imago/Sven Simon

Georg Schaeffler und seine Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann sind Gesellschafter der Schaeffler-Gruppe und halten Anteile an Continental. Dennoch steht es um das Vermögen der Familie gerade gar nicht gut...

Einst gehörte Georg Schaeffler zu den reichsten Deutschen. Doch jetzt macht die Corona-Krise ihm und seiner Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann schwer zu schaffen…

Kein Geld zu haben, ist ärgerlich. Doch wie muss es sich erst anfühlen, einen ganzen Haufen Geld gehabt zu haben und dann den Großteil davon zu verlieren? Noch 2018 war Georg Schaeffler, Sohn des Unternehmensgründers der Schaeffler-Gruppe, einer der reichsten Deutschen. Gemeinsam mit den ALDI-, BMW- und Porsche-Erben belegte er die vordersten Plätze dieser Liste.

Georg Schaeffler und seine Mutter Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann sind gemeinsam Gesellschafter der Schaeffler-Gruppe, Georg mit 80, Maria-Elisabeth mit 20 Prozent. Weiterhin halten beide Anteile an dem Automobilzulieferer Continental. 2018 betrug das gemeinsame Vermögen des Mutter-Sohn-Duos noch unglaubliche 35 Milliarden Euro. Heute hingegen sind es laut "bloomberg.com" nur noch 8,5 Milliarden. Das bedeutet, die Schaefflers haben circa 75 Prozent ihres Vermögens verloren!

Deshalb wird das Schaeffler-Vermögen immer kleiner

In Anbetracht dieser Zahlen schreibt das Magazin "Fortune" von einem Familienvermögen, das innerhalb eines Wimpernschlags verpufft. Freilich, das ist übertrieben. Ganz so schnell ging es bei den Schaefflers nicht. Richtig ist aber, dass es in den letzten zweieinhalb Jahren stetig bergab ging. Vor ein paar Jahren mag die Automobilindustrie noch eine absolut sichere Sache gewesen sein – mittlerweile hat sich das geändert.

Die Auto-Branche ist nicht mehr das, was sie noch vor einigen Jahren war. Das hat "fortune.com" zufolge unter anderem mit der Wende hin zur Elektromobilität zu tun. Außerdem war 2020 natürlich auch das Jahr der Coronakrise, die die Situation zusätzlich verschärft hat. Das Resultat: sinkende Aktienkurse und schrumpfende Vermögen. Da ist es vermutlich nur ein schwacher Trost für die Schaefflers, dass laut "Fortune" auch andere Vermögen, die an die Automobilindustrie geknüpft sind, leiden.

Abwärtsspirale oder Hoffnungsschimmer?

Ein Ende der Abwärtsspirale ist übrigens nicht in Sicht: Laut "bloomberg.com" haben Georg und Maria-Elisabeth Schaeffler auch dieses Jahr bereits wieder ein Viertel ihres Vermögens eingebüßt – Tendenz sinkend. Das bedeutet aber nicht zwangsweise, dass das Vermögen der Familie dem Untergang geweiht ist: Wie "tagesschau.de" berichtete, litt Continental bereits 2008 erheblich unter der Finanzkrise, was Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann dazu zwang, den Staat um finanzielle Hilfe zu bitten. Gut möglich also, dass sich die Schaefflers auch von der aktuellen Krise wieder erholen werden.

Und selbst, wenn es nicht so schnell wieder bergauf geht wie gehofft: Vom Nagen am Hungertuch sind die Schaefflers weit entfernt. 8,5 Milliarden mag im Vergleich mit 35 Milliarden zwar wie ein Trostpreis wirken, Mutter und Sohn werden sich aber mit ihrem neuen Kontostand höchstwahrscheinlich arrangieren können.

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