Aktualisiert: 06.08.2020 - 20:33

Noch ein einziges Mal Rührend: Diesen Wunsch erfüllt ein junger Mann einem 93-Jährigen

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Er hätte nicht gedacht, dass sein Traum noch in Erfüllung gehen würde. Sein 20-jähriger Nachbar machte es möglich. Die Geschichte einer ungleichen Freudschaft.

Foto: istock.com / Willowpix

Er hätte nicht gedacht, dass sein Traum noch in Erfüllung gehen würde. Sein 20-jähriger Nachbar machte es möglich. Die Geschichte einer ungleichen Freudschaft.

Das Leben schreibt doch noch wunderschöne Geschichten. Ein alter Mann hat einen letzten Traum, und den erfüllt ihm sein 20-jähriger Nachbar. Herzerwärmend!

Diese Story ist nicht nur eine Geschichte der Mitmenschlichkeit, sondern auch ein Beispiel für gelebtes Generationenverständnis. Und am Ende haben beide Männer von diesem ungewöhnlichen Erlebnis profitiert. Carlos ist 93 und wollte unbedingt nochmal das Meer sehen. Das hat sich sein Nachbar Torben nicht zweimal sagen lassen.

Rührend: Diesen Wunsch erfüllt ein junger Mann einem 93-Jährigen

"Der alte Mann und das Meer": Während im Hemingway-Klassiker der Protagonist große Kämpfe ausfechten muss und seine Reise zu einem Horrortrip wird, ist diese Geschichte für den Hauptakteur eine Traumreise zu den Orten seiner Kindheit. Aber auf Anfang!

Alles beginnt mit dem 93-jährigen Carlos aus Emmerich, der noch ein letztes Mal durch Europa an die Orte seiner Jugend reisen möchte. In diesem hohen Alter ist das natürlich alleine nicht mehr möglich. Und so entschließt sich sein Nachbar Torben, ihn einfach selbst dorthin zu fahren.

Auf den Spuren seiner Jugend

Und so steigen die beiden Männer zusammen in den alten Mercedes des 20-Jährigen und fahren los. Die Reise ist lang und führt sie quer durch Frankreich, Spanien und Italien. An alle Orte, an denen Carlos direkt nach dem Krieg war.

Und Torben berichtet auf Instagram. In rührenden Posts beschreibt der junge Mann von den gemeinsamen Wegen, von den persönlichen Eindrücken, der Hitze und den Anekdoten seines Mitfahrers. Auf den Bildern sieht man beide Männer auf Brücken vor unterschiedlichen Landschaften: Biarritz, Monaco, Toulouse, der Bodensee.

Carlos heißt ja eigentlich Karl-Heinz Schulz. Nach dem Krieg in Gefangenschaft, arbeitete er zunächst auf einem französischen Weingut. Als man ihm sagte, er solle Minen entschärfen, floh er nach Spanien und fand dort Arbeit als Dreher. Zwei Jahre lebte er bei Gastfamilien im Baskenland. Und so kam Karl-Heinz dann auch zu seinem spanischen Spitznamen.

Und wie ist diese Reise in die Vergangenheit für Carlos? "An manchen Stellen war es schon sehr emotional für ihn. Aber er genießt jede Minute", berichtete Torben der BILD-Zeitung.

Die Rückreise führt schließlich über den Bodensee, an dem Carlos zu Kriegszeiten im Lazarett lag, über Koblenz ins heimische Emmerich. 4000 Kilometer haben beide dann zurückgelegt. Und bringen neben zahllosen alten und neuen Erinnerungen auch ganz sicher eine innige Freundschaft mit nach Hause!

Dass Menschen dazu fähig sind, macht einfach nur glücklich. Während der eine, der Ältere, zu den Wurzeln seiner Jugend zurückdurfte, hat der andere, der Jüngere, gesehen, welches Abenteuer und welche Schicksale so ein Leben beinhalten kann. Wir wünschen uns noch viel mehr solch wundervoller Geschichten!

Wie zum Beispiel, die von den Truck-Fahrern, die einem todkranken Mann den letzten Wunsch erfüllten, oder dem Mann, dessen Hund vor 21 Jahren gerettet wurde, und der jetzt selbst Vierbeiner rettet.

Vielleicht sollte sich die Dame aus folgender Geschichte ein Beispiel an dieser Toleranz und Mitmenschlichkeit nehmen, denn sie fordert aus absurdem Grund, dass ihr Freund seine Katze abgibt.

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