31.07.2020 - 18:53

Quak, quak! Überraschung! Küken schlüpft aus Supermarkt-Ei

So süß und flauschig! Wussten Sie, dass Entenküken sogar aus einem Supermarkt-Ei schlüpfen können? (Symbolbild)

Foto: imago images/Cavan Images

So süß und flauschig! Wussten Sie, dass Entenküken sogar aus einem Supermarkt-Ei schlüpfen können? (Symbolbild)

Lassen sich aus Supermarkt-Eiern Küken ausbrüten? Eine Lehrerin aus England fragte sich genau das – und probierte es einfach mal aus. Das ist das flauschige Ergebnis…

Na, haben Sie als Kind auch mal ein Hühner-Ei aus dem Kühlschrank stibitzt und es in Ihrem Zimmer versteckt, in der Hoffnung, es würde ein flauschiges Küken daraus schlüpfen? Falls ja, mussten Sie vermutlich auch die Erfahrung machen, dass dieses Vorhaben leider nicht von Erfolg gekrönt war. Das liegt daran, dass es für ein Küken nicht nur eine Henne braucht, sondern auch einen Hahn: Nur aus einem Ei, das befruchtet wurde, kann ein Küken schlüpfen.

Bei Lauren Barton, einer Englischlehrerin aus Suffolk im Vereinigten Königreich, lief dieses Experiment ein wenig anders ab. Sie kaufte keine Hühner- sondern Enteneier und legte sich zusätzlich noch einen Brutkasten zu – und siehe da: Tatsächlich schlüpfte nach ein paar Wochen ein Küken aus dem Supermarkt-Ei!

Mit ein bisschen Unterstützung: Küken schlüpft aus Supermarkt-Ei

Wie "metro.co.uk" berichtete, kaufte Lauren Barton ein Sechserpack Enteneier der Marke "Clarence Court" und legte drei davon in den Brutkasten, den sie auf Amazon bestellt hatte. Nach 28 Tagen war es dann endlich so weit: Aus einem der Eier schlüpfte ein winziges Entenküken! 48 lange Stunden dauerte der Schlüpfvorgang. Lauren machte sich Sorgen, ob das kleine Küken überleben würde, um so wenig davon zu verpassen wie möglich, kehrte sie sogar früher von einer Feier mit Kollegen zurück.

Auch die britische Nachrichtenagentur South West News berichtete über das Küken aus dem Supermarkt-Ei:

Dieses Küken schlüpfte aus einem Supermarkt-Ei

Mit ein wenig Hilfe von Lauren schaffte es das Entenküken schlussendlich. Schon bald begann Darwin, wie Lauren das Küken getauft hatte, ihr überall hin nachzulaufen. "Er ist wie ein kleiner Hund! Er ist so loyal, folgt uns ständig und möchte immer Aufmerksamkeit", so Lauren. Für sie steht fest: "Er liebt uns über alles!"

Wie konnte das denn passieren?

Sie fragen sich jetzt vielleicht, wie es sein kann, dass aus einem ganz normalen Supermarkt-Ei ein Küken schlüpft – und ob das häufiger vorkommt. Die Antwort darauf lautet tatsächlich: ja! Immer wieder gibt es Meldungen darüber, dass Kunden mithilfe eines Brutkastens Enten- oder Hühnerküken aus Supermarkt-Eiern ausgebrütet haben. Ein solcher Bericht inspirierte übrigens auch Lauren Barton zu ihrem Versuch. Insbesondere Bio-Eier von Hühnern haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Befruchtung des Eis kommt. Bei diesen wird nämlich oft auch ein Hahn im selben Gehege gehalten, da er wilde Tiere abschreckt. Nichtsdestotrotz sollten befruchtete Eier eigentlich bei strengen Qualitätskontrollen aussortieren werden…

Einen Monat zuvor hatte es in England einen ähnlichen Vorfall gegeben. Eine Frau hatte gleich drei Enten-Küken ausgebrütet, ebenfalls aus Eiern der Marke "Clarence Court". Der Hersteller hatte sich laut "dailymail.co.uk" damals geäußert und den Vorfall als eine Leistung von „bemerkenswert geringer Wahrscheinlichkeit“ bezeichnet. Nun – Lauren Bartons neues Familienmitglied ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Wahrscheinlichkeit vielleicht doch ein Stück weit höher ist als angenommen…

Droht Ihrem Kühlschrank jetzt eine Küken-Invasion?

Übrigens: Falls Sie sich jetzt fragen, was diese Brüterfolge für Sie bedeuten und ob Sie Ihre Bio-Eier jetzt besonders schnell verspeisen müssen, damit es in ihrem Kühlschrank nicht plötzlich von flauschigen Küken wimmelt, können Sie beruhigt sein: Brüten ist aufwändig. Die Eier müssen über einen Zeitraum von mehreren Wochen konstant warmgehalten werden, bei hohen Temperaturen. Ohne Brutkasten und echten Einsatz wird das wohl eher nichts.

So niedlich wie Küken sind, ist es kein Wunder, dass es noch viel mehr herzerwärmende Geschichten über sie gibt. Wie zum Beispiel die, über den Jungen, der sein Erspartes opfern wollte, um ein Küken im Krankenhaus retten zu lassen. Oder auch die Geschichte von dem Enten-Küken, das sich bei seinem Retter mit lebenslanger Freundschaft revanchierte. Umso mehr freut uns, dass Aldi bis 2022 aus dem Kükentöten aussteigen will.

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