29.07.2020 - 20:46

Harmlos? Nicht immer... Nicht ganz ungefährlich: Frau leidet unter Hautkrankheit nach Kuss

Schuppenflechte kann schmerzhaft sein. Bei einer jungen Engländerin führte ein Kuss zum Ausbruch der Hautkrankheit. (Symbolbild)

Foto: iStock.com / Piyapong Thongcharoen

Schuppenflechte kann schmerzhaft sein. Bei einer jungen Engländerin führte ein Kuss zum Ausbruch der Hautkrankheit. (Symbolbild)

Knutschen gilt als harmlos. Was viele nicht wissen: Auch ein harmloser Kuss kann schwere gesundheitliche Konsequenzen haben.

Regelmäßig und vielerorts wird vor ungeschütztem Sex gewarnt. Zu Recht: Immerhin können dadurch schlimme Krankheiten übertragen werden. Küssen hingegen gilt gemeinhin als harmlos. Glücklicherweise – denn wie schnell findet man sich bei einer Party mal knutschend mit einem Unbekannten wieder? Mehr als im schlimmsten Fall einen Herpes kann man sich dabei sowieso nicht einfangen – oder?

Leider ist diese Annahme so nicht ganz richtig. Es stimmt zwar, dass durch das Küssen keine schlimmen sexuell übertragbaren Krankheiten, wie beispielsweise HIV, übertragen werden. Dennoch kann schon ein Kuss ernsthafte gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Diese Erfahrung musste leider auch eine junge Frau aus England machen: Bei Aimee Godden (34) führte ein Kuss zum Ausbruch einer schlimmen Hautkrankheit.

Bei Aimee Godden brach nach einem Kuss eine Hautkrankheit aus

Wie "mirror.co.uk" berichtete, hatte Aimee Godden bereits im Alter von 14 Jahren an Schuppenflechte gelitten. Diese äußerte sich durch große, rote, schuppige Stellen an ihren Ellenbogen und in ihren Kniekehlen, die Aimee allerdings gut mit Kleidung verstecken konnte. Nachdem sie allerdings am Silvesterabend 2018 einen Kuss mit einem Bekannten ausgetauscht hatte, änderte sich das. Was Aimee nicht gewusst hatte: Der Bekannte hatte an einer Mandelentzündung gelitten. Aimee steckte sich an – und noch dazu kehrte ihre Krankheit schlimmer zurück als je zuvor.

Statt weniger großer Stellen hatte sie jetzt münzgroße, schmerzende und juckende rote Flecken am ganzen Körper, vor allem im Gesicht. Nachdem sie zuerst fälschlicherweise die Diagnose Windpocken erhalten hatte, fand ein Arzt heraus, dass es sich um Psoriasis Gutatta, eine seltene Form der Schuppenflechte, handelt. Diese tritt, wie in Aimees Fall, besonders häufig nach einer Mandelentzündung auf.

"Wird mich jemals wieder jemand attraktiv finden?"

Neben den roten Flecken hatte Aimee Godden noch mit weiteren Begleiterscheinungen der Krankheit zu kämpfen. Unter anderen musste sie sich einige Zehennägel entfernen lassen. Auch ihre Kopfhaut war übersät von trockenen Stellen, als Folge davon fielen ihr die Haare aus. Wie "apotheken-umschau.de" schreibt, sind für Schuppenflechte-Patienten besonders die psychosomatischen Beschwerden und die Einschränkung ihrer Lebensqualität problematisch.

Aimee Godden ist da keine Ausnahme: Sie litt stark unter dem Ausbruch der Krankheit. Wie sie "mirror.co.uk" erzählte, fühlte sie sich scheußlich aussehend, war verzweifelt und weinte jeden Tag. Sie stellte sich die Frage, die sich wohl die meisten Frauen in ihrer Situation stellen würden: "Wird mich jemals wieder jemand attraktiv finden?" Dass sie auf der Arbeit von Kunden oder auf der Straße von wildfremden Menschen beleidigt wurde, ließ sie noch mutloser werden.

Das Geparden-Mädchen

Nachdem sie sich zuerst zurückgezogen und versteckt hatte, begann Aimee langsam damit, ihr neues Aussehen zu akzeptieren. Als sie ein Foto in den sozialen Medien teilte, waren die Reaktionen überwältigend. Sie bekam Komplimente: Die Leute bezeichneten sie als "einzigartig" und eine Person nannte sie aufgrund ihrer Flecken sogar "Geparden-Mädchen".

Seitdem postet Aimee Godden immer wieder Fotos auf Instagram. Zwar hofft sie immer noch, die Krankheit irgendwann in den Griff zu bekommen. Mit hautschmeichelnden Stoffen, verschiedenen Cremes und einer strengen Ernährung versucht sie, ihrer Haut etwas Gutes zu tun. Nichtsdestotrotz steht sie zu ihrem neuen Aussehen – und gerade das macht sie so attraktiv. Das fand übrigens auch Ryan McQueen, ein Mann, den Aimee in einer Bar traf, als sie zum ersten Mal nach dem Ausbruch ihrer Krankheit wieder ausging. Ryan fragte sie, ob er ihr einen Drink ausgeben dürfe. Aimee willigte ein – heute erwartet das Paar ihr erstes gemeinsames Kind.

Auf Instagram macht Aimee anderen Menschen Mut. Mehr über die Fotoplattform gibt es auf unserer Themenseite. Kennen Sie zum Beispiel schon die beiden Model-Freundinnen im Partner-Look, die zeigen, dass Kleidergröße keine Rolle spielt? Auch andere Formen weiblicher Solidarität finden sich auf der Plattform: Mit dieser Insta-Challenge machen sich Frauen füreinander stark!

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