29.07.2020 - 10:47

Test-Pflicht wohl ab nächster Woche Corona-Tests für Heimkehrer: In diesen Ländern gilt Reisewarnung

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Viele Länder gelten noch als Risikogebiete. Rückkehrer aus dem Urlaub müssen sich daher bald noch am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen.

Foto: iStock.com/Ralf Liebhold

Viele Länder gelten noch als Risikogebiete. Rückkehrer aus dem Urlaub müssen sich daher bald noch am Flughafen auf das Coronavirus testen lassen.

Wir dürfen wieder reisen – aber das Coronavirus ist noch da. In vielen Ländern gilt daher nach wie vor oder wieder eine Reisewarnung, denn die Infektionszahlen steigen wieder. Möglicherweise müssen Rückkehrer daher mit Quarantäne rechnen – falls ihr Test positiv ausfällt.

Ab in den Urlaub – so einfach ist das derzeit dann doch nicht. In vielen Ländern steigen die Infektionszahlen wieder, die Reisewarnungen kommen zurück. Doch auch die Testkapazitäten sind höher. Daher werden jetzt Corona-Tests für diejenigen zur Pflicht, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren. Wer keinen negativen Test vorweisen kann, muss in Quarantäne.

Pflicht-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Die Pflicht für Tests kündigte am Montag der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) an. Die entsprechende Verordnung soll bereits in der kommenden Woche in Kraft treten und verpflichtet dann alle Rückkehrer aus den vom Robert Koch-Institut (RKI) ausgewiesenen, sogenannten formellen Risikogebieten sich unmittelbar nach Rückkehr in Quarantäne zu geben und einem Test zu unterziehen.

Bei einem negativen Ergebnis werde anschließend auch die Quarantäne aufgehoben, heißt es. Bislang ist geplant, dass diese Tests kostenlos durchgeführt werden. Doch welche Länder stehen überhaupt auf dieser ominösen Liste? Und welche davon sind überhaupt potenzielle Urlaubsziele für deutsche Touristen? Das RKI weist auf seiner Webseite mehr als 150 Länder aus, die derzeit als Risikogebiete eingestuft werden. (Stand: 28. Juli)

Augen auf bei Mittelmeer-Ländern

Darunter befinden sich naturgemäß auch zahlreiche Exoten wie Aserbaidschan, Kasachstan, oder auch Ruanda sowie der Tschad, die nur für wenige Deutsche als Urlaubsländer in Frage kommen. Doch bei genauerer Betrachtung befinden sich darunter doch einige Länder, die von Deutschen gerne angesteuert werden. Sogar in unmittelbarer Nachbarschaft gibt es ein Problemland: Der einzige EU-Staat auf dieser Liste ist derzeit allerdings nur Luxemburg.

Aber auch beliebte Mittelmeer-Länder wie die Türkei, Israel, Bosnien und Herzegowina aber auch Marokko sowie Ägypten werden dort aufgezählt. Ebenso gern angesteuerte Ziele wie Russland oder auch die USA können derzeit aufgrund der dortigen Einreisebestimmungen nicht touristisch aufgesucht werden, weswegen sich dorthin sowieso kein Urlauber verirren könnte.

Viele Fernreiseziele sind betroffen

Darüber hinaus gibt es jedoch einige beliebte Fernreiseziele, in die eingereist werden könnte, aber vor denen das RKI ausdrücklich warnt. Darunter fallen zum Beispiel Jamaika, die Vereinigten Arabischen Emirate, Mexiko, die Dominikanische Republik, Indien, Kuba oder auch die Malediven.

Für alle Reisenden gilt deswegen der dringende Aufruf: Informieren Sie sich auf der Webseite des RKI über die bestehenden Reisewarnungen. Nach der Rückkehr aus diesen Gebieten müssen Sie sich nach Inkrafttreten der Verordnung unverzüglich testen zu lassen.

Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Barcelona ab

Von diesen formellen Reisewarnungen sind sogenannte Reisehinweise zu unterscheiden, die allerdings ebenso von offiziellen Institutionen ausgesprochen werden. Jüngst gab etwa das Auswärtige Amt bekannt, dass man von Reisen in die spanischen Touristenregionen an der Costa Brava und nach Barcelona Abstand nehmen sollte. Verpflichtende Corona-Tests oder verpflichtende Quarantäne sind jedoch hier nicht angeordnet. Es handelt sich also im weitesten Sinne um eine bloße Empfehlung, diese Gegenden nicht zu besuchen.

Die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt vorerst bis zum 31. August. Reisende aus Nicht-Risikoländern können sich innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr übrigens in Arztpraxen und Gesundheitsämtern freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

Mehr dazu: Corona-Zahlen steigen: Sommerurlaub adé?

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