Aktualisiert: 28.07.2020 - 08:43

Unter Strom Einmal aufladen bitte! Bald mehr Ladestationen für E-Autos auf Parkplätzen

E-Mobilität gilt vielen als die Zukunft des Autos. Auf Parkplätzen soll es in Zukunft mehr Ladestationen für E-Autos geben.

Foto: iStock / PIKSEL

E-Mobilität gilt vielen als die Zukunft des Autos. Auf Parkplätzen soll es in Zukunft mehr Ladestationen für E-Autos geben.

Wer ein E-Auto fährt, muss dieses regelmäßig aufladen. Leider ist die Dichte an Ladestationen in Deutschland immer noch nicht besonders hoch. Das soll sich ändern.

Die Corona-Krise hat die Automobilindustrie schwer getroffen. Laut "boerse.ard.de" schrumpfte die Nachfrage nach Benzin- und Dieselfahrzeugen teilweise um 58 Prozent. Im Gegensatz dazu sehen Experten die Pandemie dank Fördermaßnahmen wie Steuervorteilen oder Kaufprämien als Chance für Elektrofahrzeuge. Während Plug-In-Hybride die größte Anzahl an Neuzulassungen zu verzeichnen hatten, erreichten reine elektronische Fahrzeuge immerhin ein Plus von 35 Prozent.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass bereits vor der Krise Maßnahmen ergriffen wurden, um die E-Mobilität für Verbraucher attraktiver zu machen. Bereits im März erließ das Bundeskabinett ein neues Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz (GEIG). Diesem zufolge soll es auf Parkplätzen in Zukunft mehr Ladestationen für E-Autos geben.

Führen mehr Ladestationen auf Parkplätzen zu mehr E-Autos?

Die aktuellen Zahlen mögen zwar gut aussehen – dennoch sollte man sich über E-Mobilität in Deutschland keine Illusionen machen. Laut "de.statista.com" stieg der Bestand an E-Autos allein im Jahr 2019 um mehr als 53.000 Einheiten. Das Unternehmen weist allerdings auch darauf hin, dass trotz dieser Zunahme der Anteil der E-Autos am deutschen Automarkt immer noch weniger als 2 Prozent betragen habe.

Das wirft natürlich die Frage nach den Gründen dafür auf. Schließlich ist E-Mobilität in aller Munde. Kultmarken wie Tesla haben ihr Image in den letzten Jahren ordentlich aufpoliert und etwas Gutes für die Umwelt möchte eigentlich fast jeder leisten, oder? Also was ist der Grund dafür, dass immer noch so wenige E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu sehen sind?

Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz soll Lademöglichkeiten verbessern

Ein Grund dafür, dass immer noch so wenige Deutsche auf E-Mobilität setzen, könnte die immer noch vergleichsweise niedrige Reichweite vieler E-Autos sein. Die Angst davor, plötzlich nicht mehr weiterzukommen, bewegt vermutlich einige zum Kauf eines Wagens mit Verbrennungsmotor, selbst wenn er oder sie zuvor mit einem E-Fahrzeug geliebäugelt hat. Viele kaufen sich ein Auto, weil sie flexibel und unabhängig sein wollen – die Vorstellung, ständig von Ladestationen abhängig zu sein, wirkt abschreckend. Da bleiben dann auch Argumente wie der Umweltschutz auf der Strecke.

Würden mehr Leute ein E-Auto kaufen, wenn die Dichte an E-Tankstellen höher wäre? Wenn es mehr Gelegenheiten dazu gäbe, sein Auto auch unterwegs ganz einfach aufzuladen, während des Einkaufs im Supermarkt zum Beispiel? Das könnten wir dank des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) bald herausfinden. Dieses hat die Verbesserung der Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge zum Ziel.

E-Auto laden bald nicht mehr kostenlos?

Wie diese Verbesserung erreicht soll, ist klar: Es soll mehr Ladestationen für E-Autos geben, geraden auch auf Parkplätzen im Handel, beispielsweise von Supermärkten. Um dieses Ziel zu erreichen, sieht das Gesetz für Nicht-Wohngebäude folgende Schritte vor: Auf Parkplätzen, die neu gebaut oder komplett renoviert werden und die mehr als 10 Stellplätze haben, muss ab sofort jeder fünfte Stellplatz mit der Leitungsinfrastruktur für Elektromobilität ausgestattet sein. Zusätzlich muss eine Ladestation errichtet werden. Spätestens bis zum 1. Januar 2025 muss dann auch auf allen anderen Parkplätzen von Nicht-Wohngebäuden mit mehr als 20 Stellplätzen eine Ladestation installiert sein.

Die Installation von so vielen Ladestationen in kurzer Zeit ist mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Es stellt sich die Frage, wie diese Investitionen wieder ausgeglichen werden. Im Moment können noch viele Ladestationen kostenlos genutzt werden, "chip.de" zufolge es ist allerdings durchaus möglich, dass dies wegen des neuen Gesetzes bald nicht mehr der Fall ist.

Bereits im Juni haben wir über die Prämien für Elektroautos berichtet: Konjunkturpaket in der Corona-Krise: Was spare ich beim Autokauf? Egal, welche Art Auto Sie fahren: Diese neuen Verkehrsregeln sollten Sie beachten – sonst wird es richtig teuer.

Noch umweltschonender als E-Autos? Das gute alte Fahrrad! Außerdem ist es auch noch richtig gut für die Gesundheit. Lesen Sie jetzt noch einmal unsere 10 Gründe, warum Fahrradfahren so gesund ist!

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